
Mein Bambus wird braun; ist das normal? Die Antwort lautet: vielleicht, vielleicht auch nicht! Wenn Sie feststellen, dass die Spitzen Ihrer Bambuspflanze braun sind, ist es an der Zeit, einige Fehlerbehebungsmaßnahmen durchzuführen, um die Ursache zu ermitteln. Lesen Sie weiter, um mögliche Gründe für eine Braunfärbung Ihrer Bambuspflanze zu erfahren.
Ursachen für eine Braunfärbung Ihrer Bambuspflanze
Häufig sind Schädlinge für braune Spitzen an Bambuspflanzen verantwortlich, wobei sap-saugende Insekten wie Milben, Wollläuse, Schildläuse oder Blattläuse die wahrscheinlichsten Übeltäter sind.
- Milben – Diese winzigen Schädlinge, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind, treten besonders häufig bei trockenem Wetter auf, wenn die Bambusblätter staubig sind. Wenn Sie Milben vermuten, suchen Sie nach winzigen Flecken und feinen Spinnweben auf den Blättern.
- Blattläuse – Als einer der häufigsten saugenden Schädlinge können winzige Blattläuse großen Schaden anrichten, wenn sie nicht bekämpft werden. Obwohl Blattläuse normalerweise grün sind, können sie auch hellbraun, braun, rot, gelb, grau oder sogar schwarz sein. Blattläuse scheiden große Mengen an Honigtau aus, der Ameisen anzieht. Die klebrige Substanz kann auch Rußtau begünstigen.
- Schildläuse – Schildläuse sind winzige, saugende Insekten, die an ihrer wachsartigen, braunen oder hellbraunen, schalenartigen Hülle zu erkennen sind. Wie Blattläuse produzieren viele Arten von Schildläusen Honigtau, der wiederum Ameisen und Rußtau auf die Bambuspflanze lockt.
- Wollläuse– Diese häufig vorkommenden Bambusschädlinge sind leicht an ihrer weißlichen, watteartigen Schutzhülle zu erkennen. Auch hier können Ameisen und Rußtau zu einem Befall mit Wollläusen führen.
Die meisten saugenden Insekten lassen sich relativ leicht bekämpfen, indem man die Pflanzen mit insektizider Seife oder Neemöl besprüht. Bei leichtem Befall kann ein starker Wasserstrahl aus einer Sprühdüse ausreichen, um sie von den Blättern zu entfernen. Chemische Insektizide sind in der Regel nicht notwendig und richten oft mehr Schaden als Nutzen an, da die Giftstoffe Bienen, Marienkäfer und andere nützliche Insekten töten. Auch kulturelle oder umweltbedingte Faktoren können zu einer Braunfärbung von Bambuspflanzen führen.
- Hitze – Zu viel Hitze oder direkte Sonneneinstrahlung können der Grund für eine Braunfärbung von Bambuspflanzen sein, da die meisten Bambusarten Schatten oder teilweises Sonnenlicht bevorzugen.
- Wasser – Sowohl zu wenig als auch zu viel Wasser kann zu braunen Spitzen bei Bambus führen. Eine neue Bambuspflanze sollte ein- bis zweimal pro Woche gegossen werden, bis sie drei bis sechs Monate alt ist. Danach benötigen Pflanzen im Boden in der Regel keine zusätzliche Bewässerung mehr. Bei Bambus in Töpfen ist leicht trockener Boden immer besser als feuchter, durchnässter Boden. Eine ausgewachsene Bambuspflanze lässt Sie wissen, wenn sie durstig ist; gießen Sie die Pflanze erst, wenn sich die Blätter zu wellen beginnen.
- Dünger– Seien Sie vorsichtig mit zu viel Dünger, da dieser dafür verantwortlich sein kann, dass die Spitzen der Bambuspflanzen braun werden. Selbst natürlicher Dünger, wie z. B. Fischemulsion, kann Salze enthalten, die die Bambusblätter verbrennen können.
- Winterschäden – Die meisten Bambusarten vertragen Winter in Klimazonen bis zur USDA-Pflanzzone 5 im Norden. Kühles Wetter kann jedoch die Blätter vieler Bambusarten verbrennen. Einige Blätter können sogar von der Pflanze abfallen, werden aber bald durch neue Blätter ersetzt.
Pflege von braun werdendem Bambus
Sobald Sie die Ursache für das Braunwerden der Bambuspflanze behoben haben, sollte sich die Pflanze gut erholen. Es ist jedoch ratsam, die braunen Blätter oder Spitzen mit einer sauberen, scharfen Schere abzuschneiden. Schneiden Sie die Blätter schräg ab, um ein natürlicheres Aussehen zu erzielen. Wenn die Blätter vollständig braun sind, ziehen Sie sie einfach vorsichtig von der Pflanze ab.




