Geschichte und Fakten zur Löwenzahnpflanze

Für die meisten Gärtner sind Löwenzähne lästiges Unkraut, das sich in gepflegte Rasenflächen oder Blumenbeete drängt. Die Geschichte der Löwenzahnpflanze zeigt uns jedoch, dass diese bekannten Wiesenblumen bis vor kurzem wegen ihres Nährwerts und ihrer medizinischen Wirkung willkommen waren und hoch geschätzt wurden. Lesen Sie weiter, um mehr über die Geschichte und Kultur des Löwenzahns zu erfahren.

Geschichte des Löwenzahns

Pflanzenhistoriker wissen, dass Löwenzahn seit mindestens tausend Jahren ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin ist. Die Pflanzen, die vermutlich aus dem Mittelmeerraum stammen, waren bereits den alten Griechen, Römern und Ägyptern bekannt. Medizinisch wurden die Wurzeln und Blätter des Löwenzahns als Tonikum verwendet, um Giftstoffe aus dem Blutkreislauf zu entfernen, und wirkten als mildes Diuretikum zur Verbesserung der Funktion des Verdauungssystems.

Die Ärzte der Antike wussten nicht viel über Ernährung und Vitaminmangel, aber sie erkannten, dass Löwenzahn bei einer Vielzahl von Problemen half, darunter Nieren-, Magen- und Lebererkrankungen, Hautirritationen, Sodbrennen, Gallenblasenprobleme, Diabetes, Arthritis, Anämie, Verstopfung, Zahnschmerzen, Fieber, Durchfall und sogar Warzen und Schuppen. Die Vorteile sind nicht überraschend, und moderne Kräuterkundige wissen heute, dass Löwenzahn reich an Vitamin C, E und A sowie an Kalzium, Kalium, Zink und Eisen ist.

Die Pflanzen wurden auch wegen ihrer Schönheit geschätzt. Aus Löwenzahn wurde Farbe hergestellt – hellgelb aus den sonnengelben Blüten und violett aus den inneren Rippen der Blätter. Auch heute noch verwenden viele Gärtner die Pflanzen zur Herstellung von nahrhaftem Tee und aromatischem Wein.

Botaniker sagen, dass einige Löwenzahnarten in Nordamerika heimisch sind. Historiker glauben jedoch, dass die frühen europäischen Siedler die beiden bekanntesten Arten, den Rotkörnigen Löwenzahn (Taraxacum erythrospermum) und den Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum officinale), wegen ihrer ernährungsphysiologischen und medizinischen Vorteile in die Neue Welt eingeführt haben.

Beide Arten haben sich eingebürgert und wachsen heute im ganzen Land, insbesondere auf gestörten Böden wie Ackerflächen, Baustellen, an Straßenrändern und natürlich auf Rasenflächen.

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