
Wenn Sie jemals eine blühende Glyzinie gesehen haben, wissen Sie, warum viele Gärtner eine Vorliebe für ihren Anbau haben. Ich erinnere mich, dass die Glyzinie meiner Großmutter als Kind einen wunderschönen Baldachin aus herabhängenden Trauben an ihrem Spalier bildete. Es war ein unvergesslicher Anblick und Duft, denn sie dufteten wunderbar – für mich als Erwachsener heute genauso bezaubernd wie damals. Es gibt etwa zehn bekannte Glyzinienarten mit zahlreichen Sorten, die in den östlichen Vereinigten Staaten und Ostasien heimisch sind. Eine meiner persönlichen Lieblingsarten ist die Kentucky-Glyzinie (Wisteria macrostachya), die auch meine Großmutter gezüchtet hat. Lesen Sie weiter, um mehr über die Pflege von Kentucky-Glyzinien im Garten zu erfahren.
Was ist die Kentucky-Glyzinie?
Die Kentucky-Glyzinie ist bemerkenswert, weil sie die widerstandsfähigste Glyzinie ist, wobei einige ihrer Sorten für die Zone 4 geeignet sind. Die meisten Kentucky-Glyzinien (wie die Sorten „Abbeville Blue”, „Blue Moon” und „Aunt Dee”) haben eine Farbe, die im blau-violetten Spektrum liegt. Die einzige Ausnahme bildet die Sorte „Clara Mack”, die weiß ist. Kentucky-Glyzinien blühen im Früh- bis Hochsommer mit dicht gepackten Rispen (Blütenständen), die in der Regel eine Länge von 20 bis 31 cm erreichen. Die hellgrünen, lanzenförmigen Blätter der Kentucky-Glyzinie sind gefiedert und bestehen aus acht bis zehn Fiederblättchen. Im Spätsommer beginnen sich 8 bis 13 cm lange, leicht gedrehte, bohnenähnliche, olivgrüne Samenkapseln zu bilden. Diese laubabwerfende, holzige Kletterpflanze kann eine Länge von 5 bis 8 m erreichen. Wie alle Kletterpflanzen sollten Sie die Kentucky-Glyzinie an einer Stützkonstruktion wie einem Spalier, einer Laube oder einem Maschendrahtzaun anpflanzen. Um Missverständnisse zu vermeiden: Es gibt einen Unterschied zwischen der Kentucky-Glyzinie und der amerikanischen Glyzinie. Während die Kentucky-Glyzinie ursprünglich als Unterart der amerikanischen Glyzinie (Wisteria frutescens) angesehen wurde, wird sie heute aufgrund ihrer längeren Blütezeit und ihrer höheren Winterhärte als eigenständige Art klassifiziert.
Anbau von Kentucky-Glyzinien
Die Pflege von Kentucky-Glyzinien ist einfach, aber sie zum Blühen zu bringen, kann sich als Herausforderung erweisen. Das liegt in der Natur der Glyzinien, und Kentucky-Glyzinien sind da keine Ausnahme! Am besten verbessern Sie Ihre Chancen von Anfang an, d. h. Sie sollten es vermeiden, Kentucky-Glyzinien aus Samen zu ziehen. Glyzinienpflanzen, die aus Samen gezogen werden, können 10 bis 15 Jahre (oder sogar länger oder vielleicht nie) brauchen, bis sie blühen. Um die Zeit bis zur Blüte erheblich zu verkürzen und einen zuverlässigeren Weg zur Blüte zu finden, sollten Sie entweder eigene Stecklinge beschaffen oder vorbereiten oder hochwertige Pflanzen aus einer zertifizierten Gärtnerei erwerben. Die Pflanzung Ihrer Kentucky-Glyzinie sollte im Frühjahr oder Herbst erfolgen, und zwar in einem Boden, der charakteristisch feucht, gut durchlässig und leicht sauer ist. Kentucky-Glyzinien sollten in Gärten an einem Standort mit voller Sonne bis Halbschatten gepflanzt werden; jedoch ist ein Standort mit voller Sonne, der mindestens sechs Stunden Sonne pro Tag erhält, vorzuziehen, da dies zu einer besseren Blütenbildung beiträgt. Neben der richtigen Beleuchtung gibt es noch andere Möglichkeiten, die Blüte von Kentucky-Glyzinien in Gärten zu fördern, z. B. eine Frühjahrsdüngung mit Superphosphat und regelmäßiger Schnitt im Sommer und Winter. Auch wenn Glyzinien als trockenheitstolerant gelten, sollten Sie den Boden im ersten Jahr der Aufzucht von Kentucky-Glyzinien konstant feucht halten, um die Bildung des Wurzelsystems zu unterstützen.




