
Kernobst ist anfällig für eine Vielzahl von Insekten und Krankheiten. Wie erkennt man, was los ist, wenn Apfelblätter verfärbt sind? Es könnte sich um eine Vielzahl von Krankheiten oder sogar um Punktierungen durch saugende Insekten handeln. Bei Äpfeln mit Chlorose ist die Verfärbung ziemlich spezifisch und systematisch, sodass dieser Mangel diagnostiziert werden kann. In der Regel muss eine Kombination von Bedingungen vorliegen, damit Chlorose auftritt. Erfahren Sie, welche das sind und wie Sie feststellen können, ob es sich bei Ihren verfärbten Apfelblättern um Chlorose oder etwas anderes handelt.
Was ist Apfelchlorose?
Vitamin- und Nährstoffmangel in Obst und Gemüse kann den Ernteertrag erheblich beeinträchtigen. Äpfel mit Chlorose entwickeln gelbe Blätter und eine verminderte Fähigkeit zur Photosynthese. Das bedeutet weniger Pflanzenzucker, um das Wachstum und die Fruchtproduktion anzukurbeln. Viele Pflanzenarten, darunter auch Zierpflanzen, sind von Chlorose betroffen. Apfelchlorose entsteht durch einen Mangel an Eisen im Boden. Sie führt zu einer Gelbfärbung und möglicherweise zum Absterben der Blätter. Die Gelbfärbung beginnt direkt außerhalb der Blattadern. Mit fortschreitender Erkrankung verfärbt sich das Blatt gelb mit hellgrünen Adern. Im schlimmsten Fall wird das Blatt blass, fast weiß, und die Ränder sehen verbrannt aus. Junge Apfelblätter verfärben sich zuerst und sind stärker betroffen als ältere Blätter. Manchmal ist nur eine Seite einer Pflanze betroffen, manchmal der gesamte Baum. Durch die Schädigung der Blätter können diese keine Photosynthese mehr betreiben und keine Energie für die Fruchtbildung produzieren. Es kommt zu Ernteausfällen und die Pflanzengesundheit wird beeinträchtigt.
Was verursacht Chlorose bei Äpfeln?
Eisenmangel ist die Ursache, aber manchmal liegt es nicht daran, dass der Boden zu wenig Eisen enthält, sondern daran, dass die Pflanze es nicht aufnehmen kann. Dieses Problem tritt in alkalischen, kalkreichen Böden auf. Der hohe pH-Wert des Bodens von über 7,0 führt zur Verfestigung des Eisens. In dieser Form kann es von den Wurzeln der Pflanze nicht aufgenommen werden. Kühle Bodentemperaturen sowie jede Art von Bodenbedeckung, wie z. B. Mulch, können den Zustand verschlimmern. Auch wasserdurchtränkter Boden verstärkt das Problem. Darüber hinaus kann Chlorose in Gebieten, in denen Erosion oder Abtragung der obersten Bodenschicht stattgefunden hat, häufiger auftreten. Verfärbte Apfelblätter können auch aufgrund von Manganmangel auftreten, daher ist eine Bodenuntersuchung wichtig, um das Problem zu diagnostizieren.
Vorbeugung von Chlorose bei Äpfeln
Die häufigste Methode zur Bekämpfung der Krankheit ist die Überwachung des pH-Werts des Bodens. Nicht heimische Pflanzen benötigen möglicherweise einen niedrigeren pH-Wert des Bodens, um Eisen aufzunehmen. Die Anwendung von chelatiertem Eisen, entweder als Blattspray oder in den Boden eingearbeitet, ist eine schnelle Lösung, wirkt aber nur für kurze Zeit. Blattdünger wirken am besten in Gebieten mit gesättigten Böden. Sie müssen alle 10 bis 14 Tage erneut ausgebracht werden. Die Pflanzen sollten innerhalb von etwa 10 Tagen wieder grün werden. Der Boden muss gut bearbeitet werden. Dies ist bei gesättigten Böden nicht sinnvoll, aber eine ausgezeichnete Maßnahme bei kalkhaltigen oder dichten Lehmböden. Diese Methode ist länger wirksam und hält 1 bis 2 Saisons an.




