
Es gibt viele Pioniere in der Erforschung von Pflanzen und Pilzen. Eine davon ist Beatrix Potter, Naturforscherin und Mykologin. Eines ihrer bekanntesten Talente waren ihre Illustrationen. Beatrix Potters Zeichnungen von Pilzen waren unglaublich detailliert und genau. Als sie Anfang 20 war, begann sie, mykologische Motive naturgetreu zu malen. Heute ist sie vor allem für ihr beliebtes Kinderbuch „Peter Rabbit“ und andere Werke bekannt, aber ihre Faszination für Pilze begleitete sie ihr ganzes Leben lang.
Beatrix Potters mykologische Anfänge
Viele von uns kennen „Peter Rabbit“, eine Geschichte über ein widerspenstiges und eigensinniges junges Kaninchen, das sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Die Autorin dieses Buches ist jedoch auch Forscherin, Künstlerin und Mykologie-Enthusiastin. Beatrix Potters mykologische Illustrationen sind klare, realistische Darstellungen der von ihr beobachteten Feldproben. Sie hatte eine lebenslange Leidenschaft für die Natur und die kleinen Pilzorganismen, die sie beherbergt.
Als junge Frau war Beatrix fasziniert von dem märchenhaften Aussehen und den unendlichen Unterschieden der verschiedenen Pilze. Sie versuchte, ihre Schönheit durch Skizzen und später durch Aquarelle einzufangen. Nach einigen Jahren ihrer Arbeit traf sie Charlie Mcintosh wieder, der früher der Postbote ihrer Familie gewesen war. Er war ebenfalls ein autodidaktischer Naturforscher, der auf seinen Touren Exemplare sammelte. Er erkannte ihre brillanten Illustrationen und ihre Faszination für Pilze und begann, ihr Exemplare mitzubringen. Er spielte eine wichtige Rolle dabei, ihre Kunst und ihr Interesse an diesem Gebiet zu fördern. Er fand ihre Illustrationen besonders präzise und schön und war ein Förderer und Unterstützer ihres Talents und ihrer Neugier. Charlie leitete sie in Klassifizierungs- und Mikroskopietechniken an und begleitete sie bei ihren Untersuchungen.
Beatrix Potter Mykologie-Illustrationen
In der viktorianischen Ära war es für junge Damen aus gutem Hause Mode, sich mit Kunst zu beschäftigen. Skizzen und Aquarelle galten als angemessene Aktivitäten, sodass Potter sich an diese Beschäftigung gewöhnt hatte. Ihre frühen Arbeiten über Pilze begannen als Skizzen und entwickelten sich zu Gemälden. Sie befestigte Exemplare auf Glas und untersuchte sie unter dem Mikroskop, um genaue Details jedes Pilzes zu erhalten. Im Laufe der Zeit schuf sie über 350 Illustrationen. Etwa 65 davon sind in dem Buch Les Champignons erhalten geblieben. Ihre frühesten Gemälde stammen aus dem Jahr 1887, und zwei dieser Werke sind noch erhalten. Bis 1895 waren ihre Arbeiten zunehmend wissenschaftlicher geworden, wobei ihre Bemühungen um die Darstellung von Pilzlamellen von besonderem Interesse waren.
The Beatrix Potter Paper
Beatrix war von ihren Studien so fasziniert, dass sie schließlich eine Abhandlung verfasste. Sie war George Massee vorgestellt worden, dem Mykologen des Royal Botanic Gardens in Kew. Es war ihr gelungen, Sporen zum Keimen zu bringen, und sie glaubte, den Schlüssel zur Fortpflanzung von Pilzen gefunden zu haben. Massee war ebenso wenig begeistert wie der Direktor von Kew. Schließlich präsentierte sie ihre Theorien in einer Abhandlung mit dem Titel „On the Germination of the Spores of Agaricineae” (Über die Keimung der Sporen von Agaricineae). Diese wurde der Linnean Society of London, einer naturhistorischen Organisation, vorgelegt. Da die Gesellschaft keine Frauen aufnahm, übernahm Massee die Lesung vor der Gruppe. Ihre Erkenntnisse wurden mit Skepsis aufgenommen, was sie jedoch nicht von ihren Studien abhielt. Mit der Zeit gab sie ihr Interesse an der Mykologie auf und wandte sich dem Schreiben von Belletristik zu, aber Beatrix Potters Naturschutzbemühungen gingen weiter. Nach ihrem Tod hinterließ sie dem National Trust 4.000 Morgen Land und 14 Bauernhöfe zur Erhaltung.




