
Die Mischkultur ist ein Aspekt des intensiven Gartenbaus, der es Hobbygärtnern ermöglicht, auf begrenztem Raum mehr Erzeugnisse anzubauen. Während man bei Mischkulturen meist an Frühjahrs- und Sommerkulturen denkt, können Gärtner auch in ihren Herbstgärten Gemüse in Mischkultur anbauen.
Was ist Mischkultur?
Mischkultur ist eine Methode, bei der zwei oder mehr Kulturen auf derselben Fläche angebaut werden, anstatt den Platz für eine einzige Gemüsesorte zu reservieren. Beim Mischanbau können Pflanzen verwendet werden, die sich gegenseitig begünstigen, wie beispielsweise bei der traditionellen „Drei-Schwestern-Methode”, bei der Mais, Stangenbohnen und Kürbis gemeinsam angebaut werden.
Wenn sie zusammen gepflanzt werden, reichern Bohnen den Boden durch Stickstofffixierung an. Mais bietet den Bohnen Halt zum Klettern. Die stacheligen Blätter der Kürbispflanze halten Tiere davon ab, den Mais zu stehlen, und spenden dem Boden Schatten, wodurch Feuchtigkeit gespeichert wird.
Mischkultur kann auch bedeuten, dass nach der Ernte der ersten Kultur eine zweite Kultur auf derselben Fläche angebaut wird. Auf diese Weise können Gärtner zwei oder drei Saisonen lang Gemüse auf derselben Fläche anbauen. Dies ist die gängigste Methode beim Anbau von Herbstkulturen.
Eine weitere Methode der Mischkultur besteht darin, zwei Pflanzen mit sehr unterschiedlichen Reifezeiten nebeneinander anzubauen. Wenn man beispielsweise eine schnell reifende Pflanze wie Salat in die Zwischenräume zwischen Tomatenpflanzen setzt, kann der Salat geerntet werden, lange bevor die Tomatenpflanzen ihre volle Größe erreicht haben.
Neben der höheren Ernteerträge auf einer bestimmten Fläche trägt die Mischkultur auch zur Bekämpfung von Schädlingen bei. Aufgrund der Vielfalt der Pflanzen in einem bestimmten Gebiet müssen die Insekten mehr Aufwand betreiben, um ihre Wirtspflanzen zu finden. Der größere Abstand zwischen den Wirtspflanzen erschwert es außerdem den wirbellosen Schädlingen, sich von einer Wirtspflanze zur nächsten zu bewegen.
Mischkultur mit Herbstkulturen
Eine der einfachsten Methoden der Mischkultur mit Herbstgemüse besteht darin, freie Flächen mit Pflanzen der kühlen Jahreszeit neu zu bepflanzen. Wenn beispielsweise Pflanzen wie Zwiebeln oder Rüben im Sommer für den Verzehr geerntet werden, können die Lücken mit Herbstgemüse wie Karotten, Spinat oder Grünkohl gefüllt werden.
Wenn Kürbis- oder Gurkenranken zu welken beginnen, können Sie ebenfalls einige Brokkoli, Rosenkohl oder schnell reifende Kohlköpfe in die Lücken zwischen den Kürbissen pflanzen. Wenn diese Pflanzen der kühlen Jahreszeit mehr Platz benötigen, sind die Kürbisranken verschwunden und es bleiben nur noch die reifenden Früchte übrig.
Bei der Erstellung eines Gartenplans für Mischkulturen, der Herbstkulturen umfasst, können Gärtner auch die Frosttoleranz einer Pflanze berücksichtigen. Beispielsweise können Gärtner Mangold oder Spinat zwischen einer Herbstkultur von Buschbohnen anpflanzen. Die Bohnen sind in 50 bis 60 Tagen erntereif, sofern sie nicht durch einen frühen Frost zerstört werden. Die Blattgemüse hingegen überstehen einen Frost und sorgen dafür, dass in diesem Bereich eine Herbsternte eingebracht werden kann.
Hier sind drei weitere Beispiele für Herbst-Mischkulturen, mit denen Sie beginnen können:
- Säen Sie Ende Juli oder August Mangold oder Spinat zwischen den Stängeln reifender Maispflanzen. Der Mais spendet den aufkommenden Sämlingen während der Hundstage des Sommers Schatten. Sobald die Maiskolben geerntet sind, schneiden Sie die Maisstängel ab. (Sie können für Herbstdekorationen verwendet werden.) Das Blattgemüse erhält nun mehr direktes Sonnenlicht, das im Herbst aufgrund der kürzeren Tageslichtstunden benötigt wird.
- Pflanzen Sie Spinat, Salat oder Radieschen zwischen Herbstkulturen von Karotten. Das früh reifende Gemüse kann in etwa 30 bis 45 Tagen geerntet werden, wodurch die Karotten viel Platz zum Wachsen und Reifen haben. Die Karotten können nach dem Frost im Boden bleiben, sollten aber vor dem Gefrieren des Bodens ausgegraben werden.
- Pflanzen Sie Brokkoli zusammen mit einer Deckfrucht aus Rotklee. Diese einjährige Hülsenfrucht bindet Stickstoff im Boden, was dem Garten im folgenden Frühjahr zugute kommt. Rotklee bietet außerdem einen Lebensraum für Spinnen, die sich gerne von den üblichen Brokkoli-Schädlingen ernähren.




