
Die Vorbeugung gegen Zecken ist in den meisten Gebieten ein wichtiges Thema. Selbst in Ihrem eigenen Garten können Sie mit krankheitsübertragenden Zecken in Kontakt kommen. Alle Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um deren Populationen einzudämmen, schützen Sie, Ihre Haustiere und Ihre Familie. Überraschenderweise gehört dazu auch das Entfernen nicht heimischer Geißblattpflanzen.
Warum ist Buschgeißblatt schädlich?
Buschgeißblatt ist eine Gruppe nicht heimischer Laubsträucher. Diese aus Asien stammenden Pflanzen kamen Ende des 19. Jahrhunderts über Europa nach Nordamerika. Bald darauf wurden sie zu beliebten Landschafts- und Zierpflanzen.
Busch-Geißblätter gelten heute in den meisten östlichen und mittleren Bundesstaaten als invasiv. Es gibt viele Gründe, diese nicht heimischen Geißblätter als Problem zu betrachten:
- Sie verdrängen heimische Arten und verringern die Pflanzenvielfalt.
- Sie erschweren es Baumkeimlingen, in Wäldern zu überleben.
- Durch die Verringerung der Pflanzenvielfalt und der Waldgesundheit wirken sich Buschgeißblätter negativ auf Insekten, Amphibien, Bestäuber und andere einheimische Wildtiere aus.
- Vögel fressen Geißblattbeeren, aber die Buscharten liefern den Vögeln „Junkfood” mit zu wenigen Nährstoffen.
Geißblatt und Hirschzecken
Nicht nur Wildtiere und einheimische Pflanzen und Tiere leiden unter dem invasiven Geißblatt. Forscher haben herausgefunden, dass Buschgeißblatt auch für die menschliche Gesundheit schädlich ist.
Einer der Gründe, warum Buschgeißblatt gegenüber vielen einheimischen Arten im Vorteil ist, ist die Lebensdauer seiner Blätter. Es treibt im Frühjahr früher aus und bleibt im Herbst länger grün als viele andere Pflanzen. Dies ist ein Vorteil für Rehe. In Gebieten, in denen Buschgeißblatt eingedrungen ist, finden sie früher im Frühjahr und später im Herbst grüne Blätter.
Für die menschliche Gesundheit bedeutet dies eine größere Exposition gegenüber Zecken und durch Zecken übertragenen Krankheiten. Studien haben gezeigt, dass die Zahl der Weißwedelhirsche in Gebieten mit Buschgeißblatt bis zu fünfmal höher sein kann. Mit den Hirschen kommen auch Zeckenarten, die verschiedene Krankheiten übertragen.
Wie man Zecken im Garten vorbeugt
Zwei wichtige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Zeckenpopulation zu reduzieren, gehen Hand in Hand: Entfernen Sie invasives Geißblatt und halten Sie Hirsche aus dem Garten fern.
Wenn Sie Buschgeißblatt in Ihrem Garten haben, entfernen Sie es vollständig. Wenn Sie sich nicht sicher sind, informieren Sie sich über die Identifizierung der Arten. Ähnliche Arten, von denen es zu unterscheiden ist, sind japanisches und einheimisches Geißblatt, die alle Kletterpflanzen sind, Korallenbeere, Winterbeere und einheimische Viburnum-Arten.
Der einfachste Weg, invasive Geißblätter zu entfernen, besteht darin, sie an ihren flachen Wurzeln herauszuziehen. Tun Sie dies früh im Frühjahr oder im Herbst, wenn sie grüner sind als einheimische Arten. So lässt sich leichter erkennen, was entfernt werden muss.
Das Entfernen von Geißblatt trägt wesentlich dazu bei, die Anzahl der Rehe in Ihrem Garten zu minimieren, aber Sie können noch mehr tun. Pflanzen Sie mehr Arten, die Rehe nicht gerne fressen. Verwenden Sie duftende Pflanzen – Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter – in der Nähe von Pflanzen, die Rehe mögen, um sie abzuwehren. Ein Zaun oder eine dichte Hecke können ebenfalls Rehe aus Ihrem Garten fernhalten.
Verwenden Sie bewegungsaktivierte Geräte, um Rehe zu verscheuchen, die sich in der Dämmerung und nachts in Ihren Garten wagen. Beispielsweise wirken Lichter, die nachts bei Bewegung angehen, abschreckend.
Wenn Sie invasive Pflanzen und Rehe aus Ihrem Garten fernhalten, kommt dies Ihrer eigenen Sicherheit und der Sicherheit der einheimischen Tierwelt zugute. Beginnen Sie mit der Geißblattpflanze, um die Zahl der Zecken deutlich zu reduzieren, und ergreifen Sie bei Bedarf weitere Maßnahmen.




