
Pink Lady-Äpfel, auch bekannt als Cripps-Äpfel, sind sehr beliebte Handelsfrüchte, die in fast jeder Obst- und Gemüseabteilung von Lebensmittelgeschäften zu finden sind. Aber was steckt hinter dem Namen? Und, was für begeisterte Apfelzüchter noch wichtiger ist: Wie züchtet man sie selbst? Lesen Sie weiter, um mehr über Pink Lady-Äpfel zu erfahren.
Was steckt hinter dem Namen – Pink Lady vs. Cripps
Die Äpfel, die wir als Pink Lady kennen, wurden erstmals 1973 in Australien von John Cripps gezüchtet, der einen Golden Delicious-Baum mit einem Lady Williams kreuzte. Das Ergebnis war ein auffallend rosa Apfel mit einem ausgeprägt säuerlichen, aber süßen Geschmack, der 1989 in Australien unter dem Markennamen Cripps Pink in den Verkauf kam. Tatsächlich war es der erste Apfel mit Markennamen. Der Apfel fand schnell seinen Weg nach Amerika, wo er erneut unter dem Namen Pink Lady als Marke eingetragen wurde. In den USA müssen die Äpfel bestimmte Standards hinsichtlich Farbe, Zuckergehalt und Festigkeit erfüllen, um unter dem Namen Pink Lady vermarktet werden zu dürfen. Und wenn Obstbauern Bäume kaufen, müssen sie eine Lizenz erwerben, um den Namen Pink Lady überhaupt verwenden zu dürfen.
Was sind Pink Lady-Äpfel?
Die Pink Lady-Äpfel selbst sind einzigartig, mit einer charakteristischen rosa Färbung auf gelbem oder grünem Grund. Der Geschmack wird oft als gleichzeitig säuerlich und süß beschrieben. Die Bäume sind dafür bekannt, dass sie nur langsam Früchte entwickeln, weshalb sie in den USA nicht so häufig angebaut werden wie andere Apfelsorten. Tatsächlich sind sie in amerikanischen Geschäften meist mitten im Winter erhältlich, wenn sie in der südlichen Hemisphäre reif für die Ernte sind.
Wie man einen Pink Lady-Apfelbaum züchtet
Der Anbau von Pink Lady-Äpfeln ist nicht für jedes Klima geeignet. Die Bäume brauchen etwa 200 Tage bis zur Erntezeit und wachsen am besten bei heißem Wetter. Aus diesem Grund ist es fast unmöglich, sie in Klimazonen mit späten Frühlingsfrösten und milden Sommern anzubauen. Am häufigsten werden sie in ihrer Heimat Australien angebaut. Die Bäume sind relativ pflegeintensiv, nicht zuletzt wegen der Standards, die erfüllt werden müssen, um unter dem Namen Pink Lady verkauft werden zu können. Die Bäume sind außerdem anfällig für Feuerbrand und müssen in Dürreperioden regelmäßig gegossen werden. Wenn Sie jedoch heiße, lange Sommer haben, sind Pink Lady- oder Cripps Pink-Äpfel eine köstliche und robuste Wahl, die in Ihrem Klima gut gedeihen dürfte.




