
Für diejenigen unter uns, die Pflanzen lieben, ist es schwierig zu beantworten, welche ihre Lieblingspflanze ist. Ich kann diese Frage jedenfalls nicht beantworten, da ich so viele Pflanzen habe, die ich überaus liebe.
Es hilft, die Auswahl etwas einzugrenzen. Wenn ich beispielsweise gefragt würde, welche einheimische Staude aus dem Nordwesten mir am besten gefällt, würde ich ohne zu zögern Penstemon nennen, von dem ich mehrere Sorten habe.
Interessante Fakten über Penstemon
Penstemon (P. laevigatus) ist erstaunlich. Es gibt etwa 300 Arten von Penstemon, der größten Gattung von Blütenpflanzen, die in Nordamerika heimisch sind. Die röhrenförmigen Blüten gibt es in verschiedenen Farbtönen, und die Größe der Arten reicht von niedrig wachsenden bis zu über 2 m hohen Pflanzen.
Penstemon eignet sich für raue Landschaften und ist oft die erste Pflanze, die nach Waldbränden, Erosion und vom Menschen verursachten Störungen der Landschaft wieder auftaucht. Die meisten sind autark, benötigen keine zusätzliche Düngung und nur selten, aber reichlich Wasser.
Penstemon ist nicht nur widerstandsfähig, sondern auch für seine nektarreichen Blüten bekannt, die in Scharen Bestäuber anziehen – sowohl Bienen als auch Kolibris.
Penstemon anbauen
Die röhrenförmigen Blüten mit einem markanten Staminodium haben der Pflanze ihren anderen Namen „Bartzunge” eingebracht. Ihr Name leitet sich vom griechischen „penta” ab, was „fünf” bedeutet, und bezieht sich auf den ungewöhnlichen fünften Staubblatt in den Blüten.
Penstemon ist eine pflegeleichte, leicht anzubauende einheimische Pflanze, die sich hervorragend zur Naturalisierung eignet, wenn man sie sich selbst aussäen lässt. Sie ist für eine Vielzahl von Umgebungen geeignet, sofern sie in voller Sonne steht.
Lassen Sie die Samen an der Pflanze reifen und sich selbst aussäen und mulchen Sie mit Kies statt mit verrottungsfördernder Rinde, Gras oder Kompostmulch.
Wie sich herausstellt, bin ich nicht der einzige Liebhaber von Penstemon. Die American Penstemon Society wurde 1946 gegründet, um das Interesse an den vielen Sorten dieser einheimischen Wildblume zu fördern und zu erforschen. Sie sehen also, ich bin in guter Gesellschaft! Vielleicht werden auch Sie nach der Lektüre dieses Artikels dazu angeregt, eine oder mehrere dieser einheimischen nordamerikanischen Arten in Ihre Gartenlandschaft zu integrieren.




