
Nichts geht über den Geschmack frisch geernteter Früchte. Weltweit gehören Steinobstbäume zu den beliebtesten Neuzugängen in Hausgärten und kleinen Obstbaumplantagen. Diese köstlichen Obstsorten, zu denen Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen gehören, werden zum Frischverzehr, zum Einmachen und sogar zum Trocknen angebaut. Ein wichtiger Aspekt für eine reichhaltige Ernte ist die richtige Pflege der Bäume und natürlich die Aufrechterhaltung gesunder Bedingungen im Obstgarten. Auf diese Weise können Obstbauern Komplikationen durch verschiedene Pilzerkrankungen, wie z. B. Gummosis bei Aprikosen, besser vermeiden. Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.
Gummosis bei Aprikosen
Pilzbefall gehört zu den häufigsten Problemen, mit denen Obstbauern in heimischen Obstgärten konfrontiert sind. Ein Pilz namens Botryosphaeria dothidea ist für eine Krankheit verantwortlich, die als Aprikosen-Gummosis bekannt ist. Auch wenn der Name vermuten lässt, dass nur Aprikosenbäume davon betroffen sind, können auch andere Bäume (wie Pfirsichbäume) befallen werden. Gummosis bei Aprikosenbäumen entsteht durch vorherige Schäden oder Verletzungen der Bäume im Obstgarten. Die Ursachen für Verletzungen können sehr unterschiedlich sein oder aus einer Kombination verschiedener Ereignisse resultieren. Zu den natürlichen Ursachen für Schäden zählen durch starke Stürme abgebrochene Äste, Hagelschäden, starke Winde oder sogar Verletzungen durch Insekten oder Bohrkäfer. In Hausgärten ist dies zwar selten, aber in großflächigen Betrieben kann es während der Ernte oder durch verschiedene landwirtschaftliche Maschinen unbeabsichtigt zu Schäden kommen. Der Pilz dringt durch diese Verletzungen in den Baum ein.
Symptome von Aprikosen mit Gummosis
Zu den ersten Anzeichen einer Gummosis bei Aprikosen gehören „blasenartige” Läsionen an Ästen und Teilen des Baumstamms. Mit der Zeit können Obstbauern feststellen, dass das Gewebe in diesen Bereichen abzusterben beginnt. In vielen Fällen beginnt sich ein gummiartiger Rückstand zu bilden. Mit zunehmendem Schaden bilden sich Krebsgeschwüre am Baum. Die Pilzsporen wachsen weiter und vermehren sich. Bei feuchtem und nassem Wetter verbreiten sie sich dann weiter.
Bekämpfung der Gummosis bei Aprikosen
Zwar lassen sich die durch Aprikosengummose verursachten Schäden durch den Einsatz von Fungiziden verringern, doch wird diese Vorgehensweise im Allgemeinen nicht empfohlen, da sie nicht kosteneffizient ist. Die gängigste empfohlene Vorgehensweise besteht darin, dafür zu sorgen, dass Obstbäume gar nicht erst unter Stress geraten. Die richtige Düngung und Bewässerung sind zwei wichtige Schritte in diesem Prozess. Auch wenn die Krankheit bei gut gepflegten Pflanzen weiterhin fortschreitet, sind die Bäume weniger anfällig für andere mögliche Krankheitserreger oder Insekten, die geschwächte Pflanzen befallen können. Wie bei vielen Pilzkrankheiten ist Prävention eine der besten Strategien. Auch wenn es nicht immer möglich ist, die Aprikosen-Gummosis vollständig zu verhindern, gibt es einige Möglichkeiten, wie Landwirte ihre Ausbreitung eindämmen können. Der Einsatz geeigneter Schnitttechniken ist unerlässlich. Landwirte sollten Bäume niemals beschneiden, wenn die Pflanzen nass sind. Unmittelbar nach dem Beschneiden infizierter Bäume sollten alle verwendeten Werkzeuge desinfiziert werden, bevor sie an anderer Stelle im Obstgarten eingesetzt werden. Außerdem sollten abgeschnittene Äste und Pflanzenreste sofort entfernt werden.




