
Die Bedeutung der Bienen für das Ökosystem im Garten ist unbestreitbar. Wie andere nützliche Insekten spielen diese Bestäuber eine wichtige Rolle für die allgemeine Gesundheit und Produktivität fast aller Anbauflächen. Da immer mehr einheimische Bienenarten Nordamerikas bedroht sind oder einen deutlichen Rückgang ihrer Populationen verzeichnen, haben es sich viele Gärtner zur Aufgabe gemacht, ihren Lebensraum zu verbessern, um sie zu schützen. Im Folgenden werden wir uns näher mit einigen spezifischen Arten befassen und ihre Bedürfnisse genauer untersuchen.
Bringen Sie mehr einheimische Bienen in Ihren Garten
Weltweit gelten etwa zwanzig Bienenarten als gefährdet. Die in Nordamerika heimischen Bienen bilden da keine Ausnahme: Arten wie Bombus affinis, Bombus pensylvanicus und Bombus fraternus sind alle von einem Rückgang ihrer Population betroffen. Die Anlockung heimischer Bestäuber in den heimischen Garten ist eine einfache Möglichkeit, den lokalen Arten zu helfen und einen dynamischen Anbauraum zu fördern.
Um einheimische Bienenarten anzulocken, muss zunächst ein Lebensraum geschaffen werden. Dazu sollten Gärtner Pflanzen wählen, die reich an Nektar und/oder Pollen sind. Obwohl einige Zierpflanzen den Anforderungen der Bienen gerecht werden, ist es am besten, eine Auswahl an Wildblumen und lokalen Arten zu pflanzen. Zu den besten Beispielen für solche Pflanzen gehören Goldmelisse, Borretsch, Sonnenhut, Goldrute und Salbei. Gärtner sollten auch Möglichkeiten in Betracht ziehen, den Bienen Wasser und Unterschlupf zu bieten. Dazu gehört die Verwendung von „Bienenhotels”, die speziell auf die Bedürfnisse der Insekten zugeschnitten sind.
5 Arten einheimischer Bienen in den USA
1. Hummeln
Fast 50 Arten von Hummeln, die zur Gattung Bombus gehören, leben in Nordamerika. Diese Bienen sind am häufigsten an ihrem einzigartigen pelzigen Körper und ihrem abwechselnden gelb-schwarzen Farbmuster zu erkennen. Diese Bienen graben sich ein und bauen unterirdische Kolonien. Die Bienen fliegen von Blüte zu Blüte und transportieren dabei oft Pollen in „Körbchen”, die an ihren Hinterbeinen befestigt sind. Zu den besten Pflanzen, um Hummeln in den Garten zu locken, gehören Borretsch, Echinacea, Rittersporn und Skabiosen.
2. Holzbienen
Aufgrund ihres charakteristischen flaumigen Aussehens werden Holzbienen oft mit Hummeln verwechselt. Die Unterscheidung zwischen den beiden Arten ist jedoch einfach, da der Hinterleib der Holzbienenart unbehaart ist und glänzt. Die Bienen sind dafür bekannt, dass sie sich in Holz, Baumstämme und andere Strukturen bohren, um dort Nistplätze zu schaffen. Diese Nistplätze werden dann aggressiv vor Eindringlingen, einschließlich Gärtnern, geschützt. Glücklicherweise ist ihr „Bellen“ viel schlimmer als ihr „Biss“, da männliche Holzbienen nicht stechen können.
3. Grabwespen
Eine weitere Bestäuberart, die für ihre Fähigkeit bekannt ist, sich in den Boden zu graben, sind die Grabwespen, die zur Gattung Anthophora gehören. Diese großen Wespen sind meist in Bodennähe anzutreffen, wo sie sich von niedrig wachsenden Blumen und verschiedenen Arten von Bodendeckern ernähren. Zu den häufigsten Nahrungsquellen für Grabwespen gehören einheimische Arten von Goldmelisse, Klee, Ysop und Minze.
4. Mauerbienen
Mauerbienen (Osmia spp.) bauen ihre Nester meist in Hohlräumen, wie z. B. vermodernden Ästen oder engen Stellen zwischen Steinen. Zu ihren Nestbaumaterialien können auch Lehm, Blätter und kleine Zweigstücke gehören. Mauerbienen spielen eine wichtige Rolle für die allgemeine Gesundheit und Bestäubung von Obstgärten. Pflanzen wie Holzapfel, Holunder und Rotblühender Judasbaum sind für diese Bienenart besonders attraktiv und dienen ihnen als wertvolle Nahrungsquelle.
5. Sandbienen
Auch bekannt als Anthophora abrupta, sind Minierbienen eine solitäre Art. Die Bienen bauen ihr Nest im Boden und suchen in der Nähe nach Nahrung in Blumen. Einheimische Wildblumen gehören zu den Lieblingsnahrungsquellen der Minierbienen, darunter Rittersporn, Penstemon und verschiedene Mitglieder der Minzfamilie. Obwohl sie im Aussehen den Hummeln ähneln, sind Minierbienen in der Regel viel kleiner.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die wichtigsten einheimischen stachellosen Bienen?
Die meisten einheimischen nordamerikanischen Bienen sind für ihren schmerzhaften Stich bekannt. Einige Arten verfügen jedoch nicht über diese Verteidigungsfähigkeit. Zu diesen Arten gehören die aggressiven männlichen Holzbienen. Eine weitere Familie, die Andrenidae, umfasst ebenfalls mehrere Arten, die Menschen nicht stechen können. Dies ist höchstwahrscheinlich auf ihre geringe Größe zurückzuführen.
Sind Honigbienen in Nordamerika heimisch?
Obwohl Honigbienen heute in ganz Amerika zu finden sind, wurde diese Art erst nach ihrer Einführung aus Europa weit verbreitet. Wie Hummeln sind Honigbienen oft an ihren großen Körbchen zu erkennen, mit denen sie Pollen von Blume zu Blume transportieren. Honigbienen nisten meist in großer Zahl in Hohlräumen, beispielsweise in den Stämmen älterer Bäume oder auf Dachböden von Häusern.
Welche einheimischen Bienen sind am invasivsten?
Obwohl eine große Anzahl von Bienenarten im heimischen Garten problematisch sein kann, werden einheimische Arten selten als invasiv angesehen. Die meisten invasiven Bienenarten stammen aus anderen Regionen. Dazu gehören manchmal auch verschiedene Arten von Honigbienen und Hummeln.




