
Pflanzen vermehren sich auf vielfältige Weise. Am häufigsten geschieht dies über Samen, aber sie vermehren sich auch über Ableger, Knollen, Rhizome, Wurzelknollen und Zwiebeln. Zwiebeln sind unterirdische Speicherstrukturen, die sowohl das genetische Ausgangsmaterial für die Pflanze als auch eine Nahrungsreserve enthalten, um sie zum Wachsen zu bringen. Es gibt fünf verschiedene Arten von Zwiebeln, aber nur eine echte Zwiebel. Die verschiedenen Zwiebelarten werden genauer als Geophyten bezeichnet und umfassen eine Vielzahl von Pflanzenarten.
Grundlagen der echten Zwiebel
Die echte Zwiebel ist eine geschichtete Struktur, die mit pflanzlichen Kohlenhydraten gefüllt ist und in deren Kern sich ein Pflanzentrieb befindet. Sie hat eine Basisplatte, aus der Wurzeln wachsen, fleischige Schalen oder Schichten, die Außenhaut und den Trieb in der Mitte, der von sich entwickelnden Bulbillen flankiert wird. Gängige Frühlingszwiebeln wie Narzissen und Tulpen sind echte Zwiebeln.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Zwiebeln, die zur Kategorie der echten Zwiebeln gehören.
Tunikatzwiebeln haben alle eine Außenhaut oder Tunika. Diese papierartige Hülle schützt die inneren Schuppen, in denen die Nährstoffe gespeichert sind. Tulpen sind ein gutes Beispiel für diese Art von Zwiebeln.
Dachziegelartige Zwiebeln, wie Lilien, haben keine Papierhülle. Diese Art von Zwiebeln muss vor dem Pflanzen feucht gehalten werden.
Verschiedene Zwiebelarten
Viele unterirdische Speicherstrukturen werden ebenfalls als Zwiebeln bezeichnet, sind jedoch keine echten Zwiebeln. Dazu gehören Knollen, Wurzelknollen und Rhizome. Auch diese sind mit Kohlenhydraten gefüllt, die das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen fördern.

Knollen – Knollen ähneln im Aussehen Zwiebeln, sind jedoch innen fest. Crocosmia wächst aus Knollen, die sich schnell und leicht ausbreiten, ebenso wie Gladiolen, Krokusse und Freesien.

Knollen – Eine Knolle ist ein verdickter Stamm mit Wachstumsknoten oder Augen. Taglilien und Alpenveilchen sind Beispiele für Knollenblumen. Knollen werden vermehrt, indem man ein Stück der Knolle mit mehreren gesunden Augen einpflanzt. Es gibt exotische und urbane Arten von Blumenzwiebeln, mit einer Vielfalt, die für fast jede Gartensituation geeignet ist.

Knollenwurzeln – Es gibt auch Knollenwurzeln, wie die Knollenbegonie, bei denen es sich um verdickte Wurzeln handelt, die Nährstoffe speichern.

Rhizome – Rhizome sind eine weitere Art von Zwiebelpflanzen. Es handelt sich dabei einfach um unterirdische Stängel, die ebenfalls Nährstoffe speichern und neue Triebe bilden können. Eine bekannte Pflanze mit Rhizomen ist die Iris. Man kann die Rhizome an alten Irispflanzen sehen, wenn die großen Wurzeln aus dem Boden herausgedrückt werden. Sie lassen sich leicht auseinanderziehen und zu neuen Pflanzen heranziehen.

Knollen/Bulbillen– Es gibt noch eine andere knollenartige Struktur, die als Bulbel oder Bulbil bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um winzige runde Organe, die an den Spitzen von Allium-Pflanzen und verwandten Pflanzen wachsen.
Arten von Zwiebelpflanzen
Nicht nur Blütenpflanzen entspringen aus Zwiebeln und anderen Speicherstrukturen. Kartoffeln wachsen aus Knollen, Bambus aus Rhizomen und Elefantenohrpflanzen haben knollenartige Strukturen. Obwohl sie technisch gesehen keine Zwiebeln sind, werden Hostas häufig mit anderen zwiebelartigen Pflanzen in eine Gruppe eingeordnet.
Am bekanntesten sind jedoch die blühenden Arten. Die große Vielfalt an Blumenzwiebelarten zeugt von der Weisheit der Natur, die ihren Pflanzen Vielfalt und Anpassungsfähigkeit verleiht.




