Kann Frost Grassamen abtöten und wie kann man neu angelegtem Rasen zum Überleben verhelfen?

Wenn der Herbst naht und Sie noch nicht dazu gekommen sind, Ihren Rasen einzusäen, fragen Sie sich vielleicht, ob Sie das jetzt noch tun sollten. Die große Frage ist, ob Frost Grassamen abtötet. Mit anderen Worten: Können Grassamen den bevorstehenden Frost überleben? Die Antwort auf diese Frage entscheidet darüber, ob Sie mit der Aussaat bis zum Frühjahr warten oder das Risiko eingehen, dass die Grassamen gefrieren. Lesen Sie weiter, um mehr über die Aussaat von Gras im Herbst und den Schutz von neuem Gras vor Frost zu erfahren.

Kann man im Herbst Grassamen aussäen?

Die kurze Antwort auf die Frage, ob man im Herbst Grassamen aussäen kann, lautet „Ja“, aber es ist etwas komplizierter. Zunächst hängt es davon ab, welche Art von Grassamen Sie aussäen. Die von Ihnen ausgesäten Grasarten gehören entweder zur kühlen oder zur warmen Jahreszeit. Gräser der warmen Jahreszeit wie Wiesenrispengras oder Raublatt-Rispengras keimen langsamer und etablieren sich erst nach und nach, um Frost zu überstehen, während Gräser der kühlen Jahreszeit wie Weidelgras dies schneller tun, sodass sie schnell genug ausreifen, um dem Winterwetter standzuhalten.

Als Faustregel gilt, dass man nach Ende September keine Aussaat mehr vornehmen sollte. Bei Neubauten ist es jedoch besser, zu versuchen, etwas Keimung zu erzielen, als gar keine, um die Erosion zu verlangsamen.

Bei der Nachsaat in bestehenden Rasenflächen gibt es mehr Spielraum. Wenn die Temperaturen beispielsweise im Oktober noch mild sind, haben Sie möglicherweise noch genügend Zeit, damit sich die Samen vor dem Winter etablieren können. Vielleicht.

Die andere Option ist die sogenannte Ruhensaat.

Was ist Ruhensaat?

Ruhensaat kann bei jeder Art von Rasengras angewendet werden. Im Grunde genommen sät man, wenn die Temperaturen zu niedrig sind, als dass die Samen vor Beginn des Winters keimen könnten. Das kann etwas knifflig sein. Wenn die Samen vor dem Winter keimen, sterben sie wahrscheinlich ab, da sie noch nicht ausgereift sind.

Beobachten Sie die Wettervorhersage und suchen Sie einen Zeitpunkt, an dem der Boden formbar genug ist, um die Samen einzuarbeiten, und die Lufttemperatur dennoch kalt genug ist, damit die Samen nicht keimen. Die Tagestemperaturen sollten konstant unter 10 °C liegen, die Bodentemperaturen unter 7 °C. Das Ziel ist, dass die Samen während der Wintermonate ruhen und dann keimen, sobald es im Frühjahr wärmer wird.

Tipps für die Aussaat im Ruhezustand

Um den Erfolg der Aussaat im Ruhezustand sicherzustellen, sollten Sie nicht nur die Temperatur beobachten, sondern auch mehr Samen als normal auf das vorbereitete Beet ausbringen. Wenn möglich, verwenden Sie eine Scheibensämaschine, die Furchen in den Boden zieht, sodass die Samen direkten Kontakt zum Boden haben.

Wenn Sie Mulch verwenden, vermeiden Sie dunkle Farben, die Wärme speichern und eine frühe Keimung begünstigen. Verwenden Sie stattdessen loses Stroh oder Strohmatten, die dazu beitragen, den Boden zusammenzuhalten.

Frostwarnung für neues Gras

Ihr neu ausgesätes Gras wird nicht gefrieren, die Gefahr besteht jedoch, wenn es vor dem Wintereinbruch zu schnell keimt. Die jungen, zarten Triebe sind noch nicht stark genug, um die harten Bedingungen zu überstehen.

Wenn Sie bereits einen jungen Rasen haben und der Winter naht, fragen Sie sich vielleicht, wie Sie ihn schützen können.

Der Anblick von braunem Gras im Winter mag manche Hausbesitzer beunruhigen, aber Gras hört nie wirklich auf zu wachsen, auch nicht im Winter. Es wächst nur viel langsamer oder ruht. Wenn die Temperaturen jedoch unter -7 °C fallen, kann der Rasen dauerhaft geschädigt werden.

Dennoch können Sie einige Maßnahmen ergreifen, um Schäden im Winter zu vermeiden. Gefrorene Grashalme enthalten Eiskristalle zwischen den Zellen, die sie vor Schäden schützen. Wenn Sie darauf herumtrampeln, mit dem Auto darüberfahren oder Hunde und Kinder darauf toben lassen, riskieren Sie, den Rasen zu beschädigen. In diesem Fall werden die Zellen von den gefrorenen Eiskristallen durchstochen, was im Frühjahr zu einem braunen und unansehnlichen Rasen führt.

Düngen Sie niemals im Winter – nur im Frühjahr und Herbst.

Geben Sie dem Gras im Frühjahr etwas Zeit. Braunes Gras bedeutet nicht unbedingt, dass es abgestorben ist. Warten Sie mit dem Mähen, bis das Gras mindestens 5 cm lang ist. Achten Sie auch dann darauf, nicht mehr als 1/3 der Graslänge abzuschneiden, damit es weiterhin Photosynthese betreiben und wachsen kann.

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