Probleme beim Kräuteranbau: Häufige Schädlinge und Krankheiten im Kräutergarten

Probleme beim Anbau von Kräutern treten relativ selten auf, solange Sie einige goldene Regeln beachten. Die meisten Kräuter sind sonnenliebend und benötigen mindestens sechs Stunden Sonne pro Tag. Kräuter mögen außerdem gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 6 bis 7, die mit gutem organischem Kompost angereichert sind. Regelmäßiges Beschneiden und damit das Entfernen von schwachen oder befallenen Trieben sind die letzten Maßnahmen, um Kräuter vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Dennoch gibt es einige häufige Schädlinge und Krankheiten, die den Kräutergarten befallen können.

Kräuter vor Schädlingen schützen

Die ätherischen Duftöle der meisten Kräuter wirken auf viele Insekten wie ein natürliches Abwehrmittel. Trotzdem dringen manchmal Schädlinge wie Schnecken in den Kräutergarten ein und verwüsten Ihre Pflanzen. Die gute Nachricht ist, dass die meisten dieser Schädlinge wirklich nur das sind: Sie verursachen in der Regel keine schweren Schäden und sind meist nur lästig. Blattläuse – Blattläuse lieben die zarten neuen Blätter von Kräutern und können in großer Zahl zu einer Kräuselung des Laubs führen. Die dabei entstehende Honigtau-Sekretion kann Rußtau begünstigen und Ameisen anziehen. Blattläuse kommen am häufigsten bei dicht stehenden und schnell wachsenden Kräutern vor. Gartenbau-Seifen und Neemöl können bei der Bekämpfung dieser Schädlinge helfen. Spinnmilben– Spinnmilben bevorzugen heiße, trockene Bedingungen und sind oft auf der Unterseite der Kräuterblätter zu finden. Der Kräutergarten lässt sich ganz einfach vor diesen Schädlingen schützen, indem man das Laub mit einem starken Wasserstrahl abspritzt und regelmäßig bewässert. Weiße Fliegen – Weiße Fliegen treten ebenfalls auf der Unterseite der Blätter auf. Zikaden – Zikaden richten selten großen Schaden an, ernähren sich jedoch von Basilikum, Oregano und Petersilie. Minierfliegen – Minierfliegen befallen ebenfalls saftiges Basilikum und hinterlassen Tunnelspuren zwischen der Ober- und Unterseite der Blätter. Petersilienwürmer – Die Raupen des schwarzen Schwalbenschwanzes verwandeln sich in spektakuläre Schmetterlinge. Daher verzichten viele Gärtner darauf, sie zu beseitigen, und pflanzen einfach reichlich Petersilie, Dill und Fenchel an, die diese Raupen gerne fressen. Flohkäfer – Ein weiterer Schädling, der Flohkäfer, nagt ebenfalls kleine Löcher in die Blätter von Kräutern, verursacht jedoch keinen ernsthaften Schaden. Rüsselkäfer – Rüsselkäfer, wie beispielsweise der Möhrenrüsselkäfer, ernähren sich von Petersilienwurzeln, richten jedoch keinen bleibenden Schaden an. Schaumzikaden – Und schließlich hinterlassen Schaumzikaden zwar einen eher unansehnlichen, spuckartigen Schaum auf den Blättern, dieser lässt sich jedoch leicht mit Wasser abwaschen und verursacht nur geringen Schaden.

Krankheiten bei Kräutern

Nur sehr wenige Kräuter (Minze und Zitronengras) gedeihen in feuchten Böden. Staunasse Böden begünstigen Pilzkrankheiten wie Fusarium-Wurzelfäule. Die Symptome zeigen sich in Form von braunen Streifen auf den Kräuterstängeln, was letztendlich oft zum vollständigen Absterben der Pflanze führt. Rost befällt viele Mitglieder der Minzfamilie und zeigt sich in Form von rostfarbenen orangefarbenen Flecken auf der Unterseite der Blätter. Zum Schutz vor Krankheiten sind geeignete Wachstumsbedingungen, Hygiene, das Entfernen von schwachen oder befallenen Blättern und regelmäßiges Beschneiden wichtig. Hochbeete sorgen für eine gute Drainage, und morgendliches Gießen gibt den Kräutern ausreichend Zeit zum Trocknen und verzögert die Ausbreitung von Pilzsporen, die zu Krankheiten führen können.

Fehlerbehebung im Kräutergarten

Die beste Verteidigung ist bekanntlich ein guter Angriff. Beachten Sie daher bei der Fehlerbehebung im Kräutergarten die folgenden goldenen Regeln:

  • Wählen Sie gesunde Kräuter zum Anpflanzen aus. Pflanzen Sie die gesunden Kräuter in der richtigen Umgebung, entweder feucht und feucht oder sonnig und trocken. Recherchieren Sie und finden Sie den besten Standort für jede Kräutersorte.
  • Pflanzen Sie Ihre Kräuter nicht zu dicht. Lassen Sie Platz für Wachstum, Ausbreitung und allgemeine Belüftung zwischen den Pflanzen.
  • Achten Sie auf richtige Bewässerung und Düngung.Bewässern und düngen Sie (vorzugsweise mit einem organischen Dünger wie Komposttee) nach einem festen Zeitplan und lassen Sie die Erde zwischen den Bewässerungen trocknen. Jäten Sie außerdem zwischen den Pflanzen, um Schädlinge fernzuhalten und ein gesundes Blattwerk und Wurzelsystem zu fördern.
  • Beschneiden, beschneiden, beschneiden. Beschneiden Sie Ihre Kräuter, oder anders gesagt, ernten Sie die Kräuterpflanzen regelmäßig. Dies zwingt Sie nicht nur automatisch dazu, krankes Laub zu entfernen und nach Schädlingen Ausschau zu halten, sondern fördert auch ein üppigeres, buschigeres Wachstum. Durch das Ernten werden auch Blüten entfernt, wodurch die Pflanze weiter produziert, da die Blüte für die Pflanze ein Signal ist, dass es Zeit ist, für diese Saison zu sterben.

Wenn Sie diese Regeln befolgen, müssen Sie weniger auf chemische Mittel für Ihren Kräutergarten zurückgreifen, was wiederum bedeutet, dass Sie weniger Chemikalien zu sich nehmen.

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