
Die Gurkenmosaikkrankheit wurde erstmals um 1900 in Nordamerika gemeldet und hat sich seitdem weltweit verbreitet. Die Gurkenmosaikkrankheit ist nicht auf Gurken beschränkt. Zwar können diese und andere Kürbisgewächse befallen werden, doch befällt das Gurkenmosaikvirus (CMV) regelmäßig eine Vielzahl von Garten- und Zierpflanzen sowie gewöhnliche Unkräuter. Es ist dem Tabak- und Tomatenmosaikvirus so ähnlich, dass nur ein erfahrener Gartenbauer oder Labortests eine Unterscheidung voneinander ermöglichen.
Was verursacht die Gurkenmosaikkrankheit?
Die Gurkenmosaikkrankheit wird durch die Übertragung des Virus von einer infizierten Pflanze auf eine andere durch den Biss einer Blattlaus verursacht. Die Infektion wird von der Blattlaus innerhalb von nur einer Minute nach der Aufnahme übertragen und ist innerhalb weniger Stunden verschwunden. Das ist gut für die Blattlaus, aber sehr bedauerlich für die Hunderte von Pflanzen, die sie in diesen wenigen Stunden befallen kann. Die gute Nachricht dabei ist, dass das Gurkenmosaikvirus im Gegensatz zu einigen anderen Mosaikviren nicht über Samen übertragen werden kann und nicht in Pflanzenresten oder im Boden überdauert.
Symptome des Gurkenmosaikvirus
Symptome des Gurkenmosaikvirus treten bei Gurkensämlingen selten auf. Anzeichen werden etwa nach sechs Wochen während des kräftigen Wachstums sichtbar. Die Blätter werden fleckig und runzelig, und die Ränder rollen sich nach unten. Das Wachstum wird gehemmt, es bilden sich nur wenige Ausläufer und kaum Blüten oder Früchte. Gurken, die nach einer Infektion mit dem Gurkenmosaikvirus wachsen, verfärben sich oft grau-weiß und werden als „weiße Gurken” bezeichnet. Die Früchte sind oft bitter und ergeben matschige Essiggurken. Das Gurkenmosaikvirus bei Tomaten äußert sich in einem verkümmerten, aber buschigen Wachstum. Die Blätter können fleckig und eine Mischung aus dunkelgrün, hellgrün und gelb sein und eine verzerrte Form aufweisen. Manchmal ist nur ein Teil der Pflanze betroffen, während an den nicht infizierten Zweigen normale Früchte heranreifen. Eine frühe Infektion ist in der Regel schwerwiegender und führt zu Pflanzen mit geringem Ertrag und kleinen Früchten. Auch Paprika ist anfällig für das Gurkenmosaikvirus. Zu den Symptomen gehören fleckige Blätter und verkümmertes Wachstum sowie andere Mosaike mit gelben oder braunen Flecken auf den Früchten.
Behandlung des Gurkenmosaikvirus
Auch wenn Botaniker uns sagen können, was die Gurkenmosaikkrankheit verursacht, haben sie noch kein Heilmittel dafür gefunden. Eine Vorbeugung ist schwierig, da zwischen der Ansteckung der Blattlaus mit dem Virus und der Weitergabe nur wenig Zeit liegt. Eine frühzeitige Bekämpfung der Blattläuse kann helfen, aber derzeit gibt es keine bekannte Behandlung für das Gurkenmosaikvirus. Es wird empfohlen, Gurkenpflanzen, die vom Gurkenmosaikvirus befallen sind, sofort aus dem Garten zu entfernen.




