
Mutationen bei Pflanzen sind ein natürlich vorkommendes Phänomen, das das Aussehen der Merkmale einer Pflanze verändert, insbesondere bei Blättern, Blüten, Früchten oder Stängeln. Beispielsweise kann eine Blüte zwei Farben aufweisen, die sich genau zur Hälfte teilen. Oft kehren die mutierten Pflanzen in der nächsten Saison wieder zum Normalzustand zurück.
Was verursacht Pflanzenmutationen?
Wenn ein Züchter eine vorteilhafte Pflanzenmutation bemerkt, kann er oder sie den Effekt durch Stecklinge, Pfropfen oder Teilung reproduzieren. Viele bunte Pflanzen wurden beispielsweise aus einer Mutation eines rein grünen Baumes oder Strauchs gezüchtet. Die meisten Gärtner kennen das Problem, dass sie bei einer bunten Pflanze einfarbig grüne Triebe finden, wenn neues Wachstum zu einfarbigem Grün zurückkehrt. Das Entfernen der neuen grünen Triebe kann dazu beitragen, die Buntheit zu erhalten.
Veränderungen im genetischen Code treten zufällig auf und können auftreten, wenn während der Zellteilung und -replikation Fehler gemacht werden, nach der Einwirkung von Strahlung oder bestimmten Chemikalien oder aufgrund von Wetterschwankungen wie extremer Kälte oder Hitze. Auch Insektenschäden oder starker Rückschnitt können Mutationen bei Pflanzen verursachen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fasciation bei Pflanzen. Mutationen werden am häufigsten im Frühjahr und Sommer beobachtet.
Wie sieht eine Pflanzenmutation aus?
Mutationen können zu Streifen auf einer Blüte oder Frucht, Panaschierung, unterschiedlichen Farben bei Blüten oder Blättern, zweifarbigen Blüten, einer gefüllten Blüte unter einfachen Blüten usw. führen. Eine Chimäre entsteht, wenn „genetisch unterschiedliche Gewebe innerhalb derselben Pflanze koexistieren“, was häufig bei Rosen, Dahlien und Chrysanthemen vorkommt. Die mutierten Pflanzen weisen unterschiedliche Farbbereiche auf einer Blüte auf.
Früchte können ein anderes Aussehen annehmen. Bei einer aufgeschnittenen Orange kann beispielsweise ein Teil der Frucht eine dunklere Farbe haben als der Rest der Frucht. Eine Mutation kann auch in der Schale der Orange auftreten, wobei Streifen oder die Dicke der Schale in einem Bereich variieren können. Eine Sportmutation ist auch bei Früchten häufig anzutreffen. Nektarinen sind ein Beispiel für eine Sportmutation.
Die Rückmutation ist eine Art der Mutation. Beispielsweise kann eine Zwergsorte Triebe aufweisen, die zur nicht-zwergwüchsigen Form der Elternpflanze zurückmutiert sind. Eine Rückmutation zu reinem Grün ist ebenfalls eine Mutation.
Wenn die Mutation wünschenswert ist, schadet es nicht, sie an der Pflanze zu belassen. Eine unerwünschte Mutation kann herausgeschnitten werden. Oft kehrt die Pflanze von selbst zum Normalzustand zurück.




