
Die natürlichen Niederschlagsmengen variieren weltweit, aber unabhängig davon, wie viel Regen eine Region jährlich erhält, sind wir alle dafür verantwortlich, ihn sinnvoll zu nutzen. Wassersparendes Gärtnern – manchmal auch als Xeriscaping bezeichnet – nutzt innovative Techniken zur Wassereinsparung und bewährte Gartenpraktiken, um eine schöne Landschaft zu schaffen und gleichzeitig Wasser zu sparen. Lesen Sie weiter, um Ideen für eine wassersparende Gartengestaltung zu erhalten.
Einen wassersparenden Garten anlegen
Wenn Sie unter Xeriscaping karge Wüstenhinterhöfe mit ein paar großen Kakteen als Blickfang verstehen, müssen Sie sich ein umfassenderes Bild davon machen, wie wassersparendes Gärtnern aussieht. Denken Sie an leuchtende Farben, eine große Vielfalt an Pflanzen und sogar einen üppigen Rasen. Richtig geplant, ist eine wassersparende Landschaft genauso attraktiv wie ein Garten.
Die Auswahl der Pflanzen ist zwar ein wichtiger Teil der Gestaltung einer wassersparenden Landschaft, aber Sie sind nicht auf Sukkulenten beschränkt. Diese Art der Gartengestaltung kann Hunderte von Pflanzenoptionen umfassen, darunter Bäume, Sträucher, blühende Büsche und sogar Gräser. Zu den Faktoren, die bei der wassersparenden Gartengestaltung eine Rolle spielen, gehören die Gartengestaltung, die Bodenvorbereitung, die Pflanzenauswahl, Mulch und eine gute Bewässerungsmethode.
Wassersparende Gartengestaltung
Beginnen Sie Ihre Gartengestaltung nicht damit, dass Sie sich in den Gartenmarkt stürzen. Setzen Sie sich stattdessen mit Stift und Papier hin und planen Sie sorgfältig, wobei Sie die Anforderungen und Eigenschaften Ihrer Landschaft berücksichtigen. Es kann hilfreich sein, eine Skizze des Geländes anzufertigen und dabei stark genutzte Bereiche und bereits vorhandene Pflanzen sowie Strukturen, Rasenflächen, Gehwege und Einfahrten zu notieren.
Berücksichtigen Sie Ihren natürlichen Wasserstand und die Zeit, die Sie für die Pflege aufwenden möchten. Erstellen Sie eine Liste mit Elementen, die Ihnen Freude bereiten würden, wie z. B. ein Gemüsegarten, ein Springbrunnen, Teiche, ein Obstgarten oder eine Rasenfläche. Auf dieser Grundlage können Sie – oder ein Landschaftsgärtner – einen Entwurf entwickeln, der Ihren Bedürfnissen entspricht und Ihren Sinnen gefällt.
Bodenvorbereitung
Welche Art von Boden hat Ihr Grundstück derzeit? Wahrscheinlich besteht er aus Sand, Lehm, Ton oder einer Mischung aus diesen Materialien. Für einen erfolgreichen wassersparenden Garten ist es wichtig, Ihren aktuellen Boden zu kennen und zu wissen, wie Sie ihn verbessern können. Gesunder Boden bietet Pflanzen einen nährstoffreichen Ort, an dem sie Wurzeln schlagen können, der Wasser speichert, aber auch Luft herein- und Wasser herauslässt. Als Faustregel gilt, dass Sie den natürlichen Boden durch Zugabe von organischem Kompost oder gut verrottetem Mist verbessern sollten.
Pflanzenauswahl
Die Auswahl der Pflanzen ist vielleicht der spannendste Teil bei der Gestaltung eines wassersparenden Gartens. Beachten Sie dabei einige Grundsätze. Wählen Sie Pflanzen anhand ihrer Form, Farbe und Größe im ausgewachsenen Zustand aus. Erosionsschutz, Attraktivität für Wildtiere und/oder Sichtschutz können bei Ihrer Auswahl wichtige Faktoren sein. Achten Sie darauf, dass die von Ihnen ausgewählten Arten an die Boden-, Wasser-, Temperatur-, Licht- und Schädlingsbedingungen der Region angepasst sind. Achten Sie auch auf den Pflegeaufwand und den Wasserbedarf der Pflanzen.
Müssen Sie einheimische Pflanzen wählen? Einheimische Pflanzen können Ihren Garten pflegeleicht oder sogar pflegefrei machen, da sie an die vorhandenen Bedingungen angepasst sind. Sie sind jedoch nicht auf einheimische Pflanzen beschränkt. Es gibt andere Teile der Welt mit dem gleichen Klima wie Ihrem, sodass Sie gerne wassersparende Gartenpflanzen aus anderen Ländern auswählen können, wenn Sie möchten.
Erwägen Sie, Pflanzen in Hydrozonen zu gruppieren, d. h. mit anderen Pflanzen, die die gleiche Wassermenge benötigen. Das sorgt für eine effizientere Bewässerung.
Mulchen für eine wassersparende Gartengestaltung
Organischer Mulch kann dem Boden helfen, Wasser zu speichern, sodass Sie weniger bewässern müssen. Diese Schicht aus Kompost, abgelagertem Mist oder getrockneten Blättern bekämpft Unkraut, das mit den Kulturpflanzen um Wasser konkurriert.
Warum organisch? Organischer Mulch zersetzt sich im Boden und verbessert dessen Struktur. Anorganischer Mulch bietet diesen Vorteil nicht.
Bewässerung für wassersparendes Gärtnern
Einige Gärtner gießen von Hand, aber im Allgemeinen ist eine automatische Bewässerung wassersparender und kann Ihnen auch Zeit sparen, wenn sie gut konzipiert, installiert und gewartet ist. Im Idealfall versorgt Ihr System die Pflanzen mit genau der Wassermenge, die sie benötigen, nicht mehr und nicht weniger. Das Wasser sollte langsam abgegeben werden, damit es in den Boden eindringen und den Wurzelbereich erreichen kann. Wenn Sie Ihren Garten neu gestalten, sollten Sie ein automatisches Bewässerungssystem in die Planung einbeziehen.
Wer sich dagegen entscheidet, kann manuell oder mit einem für Ihren Garten geeigneten Sprinkler bewässern. Vermeiden Sie Sprinkler, die das Wasser hoch in die Luft spritzen, da dadurch ein Teil des Wassers durch Verdunstung und Wind verloren geht. Entscheiden Sie sich für Sprinkler, die das Wasser näher am Boden und am Wurzelsystem der Pflanzen abgeben.




