
Es mag unpassend erscheinen, Plastik mit Gartenarbeit in Verbindung zu bringen, aber die Plastikultur ist eine milliardenschwere Industrie, die weltweit eingesetzt wird und beeindruckende Ertragssteigerungen erzielt. Was ist Plastikultur und wie können Sie Plastikultur-Methoden in Ihrem heimischen Garten anwenden? Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.
Was ist Plastikkultur?
Plastikkultur ist die Verwendung von leichtem Kunststoff oder Mulch zum Abdecken des Saatbeets, um die Bodentemperatur zu regulieren, Feuchtigkeit zu speichern und Unkraut und Insektenbefall zu verhindern. Plastikkultur bezieht sich auch auf Reihenabdeckungen und Gewächshäuser. Grundsätzlich verdoppeln oder verdreifachen Plastikkulturpraktiken die Effizienz des Gartens und ermöglichen es dem Gärtner, Wochen früher als gewöhnlich zu ernten. Die Anschaffungskosten für die Verwendung von Plasticulture im Garten sind sicherlich eine Investition, und die Handhabung des Systems kann einige Zeit in Anspruch nehmen, aber die Mühe lohnt sich.
Wie man Plasticulture-Methoden anwendet
Bei der Plastikkultur wird Plastikmulch zusammen mit einem Tropfbewässerungssystem verwendet, das über ein Netz aus Plastikschläuchen unter dem Mulch verlegt wird, oft in Verbindung mit Hochbeeten. Der Einsatz von Plasticulture im Garten erwärmt den Boden, was wiederum zu einem früheren Keimen der Sämlinge führt und die Notwendigkeit einer langen Vegetationsperiode verringert. Dies gilt insbesondere für kommerzielle Gärtner, die Pflanzen wie Erdbeeren, Tomaten und Melonen anbauen, die dann früher als mit herkömmlichen Anbaumethoden auf den Markt kommen können. Plasticulture kommt zwar vor allem kommerziellen Landwirten zugute, aber auch Hobbygärtner können mit dieser Methode fantastische Ergebnisse erzielen. Hier sind die Grundlagen für den Einstieg:
- Bevor Sie mit Plasticulture-Anbaumethoden beginnen, muss der Standort gründlich vorbereitet werden. Es ist ratsam, Bodenproben zu entnehmen, um festzustellen, ob Nematoden vorhanden sind, und um den Nährstoffgehalt zu bestimmen. Wenn Nematoden vorhanden sind, sollten Sie den Boden begasen und ihn mit Mulch, Kalk oder anderen Mitteln, die aufgrund der Bodenuntersuchung erforderlich sind, aufbessern. Ihre Kreisberatungsstelle kann Ihnen dabei behilflich sein.
- Als Nächstes muss der Boden mit einem Motorhacke oder mit guter altmodischer Handarbeit bearbeitet werden. In jedem Fall ist es wichtig, ein Beet mit lockerem, krümeligem Boden zu schaffen, der frei von Steinen, Klumpen usw. ist.
- Jetzt ist es an der Zeit, Ihr Tropfsystem zu verlegen. Ein Tropfsystem spart Geld und ist im Vergleich zu herkömmlichen Bewässerungssystemen umweltfreundlich. Da das Tropfsystem langsam und gleichmäßig kleine Mengen Wasser an die Pflanze abgibt, nehmen die Wurzeln genau die Menge auf, die sie benötigen, ohne dass es zu Verschwendung kommt. Außerdem verhindert es, dass dem Boden wertvolle Nährstoffe entzogen werden, die bei Verwendung eines herkömmlichen Bewässerungssystems sonst ausgewaschen werden könnten.
- Dann ist es an der Zeit, die Plastikfolie auszulegen. Für große Grundstücke sind Plastikfolienverlegemaschinen eine Option, oder für diejenigen unter uns mit bescheideneren Gartenflächen kann die Folie von Hand ausgelegt und zugeschnitten werden. Ja, das ist etwas zeitaufwändig, aber auch hier lohnt sich der Aufwand auf lange Sicht.
- Nach diesem Schritt sind Sie bereit für die Bepflanzung.
Ausführlichere Anweisungen zur Umsetzung von Plasticulture-Praktiken in Ihrem Garten finden Sie im Internet. Der Prozess kann sehr einfach oder extrem komplex sein, je nach Größe der Fläche, den angebauten Pflanzen und dem Zweck sowie dem Aufwand, den Sie für die Pflege der Fläche betreiben möchten.




