
Gemeinschaftsgärtnern bedeutet, einen gemeinsamen Raum zu nutzen und Mitglieder einer Nachbarschaft, einer Schule oder einer Stadt einzubeziehen, um gemeinsam einen Garten anzulegen und zu pflegen. Die sozialen und gemeinschaftlichen Vorteile des Gemeinschaftsgärtnerns sind mittlerweile bekannt und haben zahlreiche Projekte inspiriert. Erfahren Sie mehr über die Vorteile und wie Sie einen Garten für Ihre Gemeinde anlegen können. Studien über Kinder, die sich an Schulgärten beteiligen, zeigen, dass sie Menschen, die anders sind als sie selbst, besser akzeptieren, über bessere zwischenmenschliche Fähigkeiten verfügen und besser zusammenarbeiten können als ihre Altersgenossen. Diese sozialen Vorteile von Gemeinschaftsgärten gelten für alle Beteiligten, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Diese gemeinsamen Räume bringen Menschen zusammen, fördern das Verständnis füreinander und verringern die Einsamkeit.
Menschen, die gärtnern, profitieren auch von Vorteilen für ihre psychische Gesundheit: weniger Stress, mehr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl sowie ein Gefühl der Sinnhaftigkeit. Natürlich ist Gartenarbeit auch gut für die körperliche Gesundheit. Es ist ein aktives Hobby, das die Herzfrequenz erhöht, Muskeln aufbaut und dem allgemeinen Wohlbefinden zugute kommt.
Wie profitieren Gemeinden von Gemeinschaftsgärten?
Gartenarbeit kann für den Einzelnen großartig sein, aber auch Gemeinden profitieren davon. Studien haben zahlreiche Vorteile aufgezeigt, die gemeinsame Gärten für Nachbarschaften mit sich bringen:
- Gemeinschaftsgärten erhöhen das Sozialkapital oder die Verbundenheit innerhalb einer Gemeinschaft. Ein hohes Sozialkapital geht mit einer größeren sozialen Mobilität zwischen Einkommensklassen und sozioökonomischem Status einher. Mit anderen Worten: Die Menschen in diesen Gemeinschaften haben bessere Chancen.
- Gärten verbinden die Bewohner oft mit ihren lokalen Behörden und Gemeinschaftsorganisationen.
- Gemeinschaftsgärten machen Nachbarschaften nachhaltiger und verbessern und verschönern die lokale Umgebung.
- Viele Studien haben gezeigt, dass Gemeinschaftsgärten die Kriminalität reduzieren und zur Wiederbelebung von Stadtvierteln beitragen.
- Der Anbau und die gemeinsame Nutzung von Lebensmitteln in Nachbarschaftsgärten kann die Ernährung und Gesundheit in der Region verbessern und gleichzeitig die Ernährungssicherheit erhöhen.
Wie man anfängt
Die individuellen und sozialen Vorteile des städtischen Gartenbaus können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es lohnt sich, sich an einem Gemeinschaftsgarten zu beteiligen oder eine Gruppe von Nachbarn zusammenzubringen, um einen eigenen Garten anzulegen. Hier sind einige Tipps:
Beginnen Sie mit einem klaren Ziel.
Um einen Garten erfolgreich anzulegen, ist es hilfreich, sich klar zu machen, was Sie erreichen möchten. Soll es ein Blumengarten werden, der den Raum verschönert und Bestäuber anzieht? Oder ist es ein ehrgeizigerer Gemüsegarten, der dazu beiträgt, die Bewohner zu ernähren? Berücksichtigen Sie bei dieser Entscheidung Ihre Gemeinde und deren Bedürfnisse und Ressourcen.
Sammeln Sie Ressourcen.
Bevor Sie überhaupt mit der Erde in Berührung kommen, müssen Sie über ausreichende Ressourcen verfügen. Legen Sie fest, wer bei der Planung und Durchführung der Gartenaktivitäten helfen wird. Suchen Sie nach Menschen mit den erforderlichen Fähigkeiten, wie z. B. Meistergärtner, Tischler und Gemeindevorsteher. Überlegen Sie, wie Sie den Garten finanzieren und woher Sie die benötigten Materialien beziehen.
Bauen Sie Partnerschaften auf.
Partnerschaften mit lokalen Gruppen können ein guter Weg sein, um einen Garten zum Erfolg zu führen. Beispielsweise müssen Sie sich möglicherweise mit der lokalen Regierung zusammenschließen, um einen geeigneten Standort zu finden. Unternehmen können Finanzmittel oder Materialien bereitstellen. Lokale Kirchen, Schulen und Dienstleistungsgruppen können Teilnehmer stellen.
Wählen Sie den Standort sorgfältig aus.
Wenn alles andere geregelt ist, können Sie einen Standort auswählen. Arbeiten Sie mit lokalen Behörden zusammen, um einen Standort zu finden, der die richtige Größe hat, über guten Boden und ausreichend Sonnenlicht verfügt und für die Gemeindemitglieder gut erreichbar ist.
Erstellen Sie einen Verwaltungsplan.
Der Bau des Gartens ist nur der erste Schritt. Vielleicht haben Sie ein gutes Team von Gemeindemitgliedern, die gerne loslegen möchten, aber wie wollen Sie den Garten am Laufen halten? Erstellen Sie einen Plan, wer den Garten leiten wird. Verteilen Sie Rollen und Zeitpläne. Erarbeiten Sie eine Reihe von Regeln mit Konsequenzen für die Teilnehmer.
Beziehen Sie Bildung mit ein.
Ein Gemeinschaftsgarten sollte ein Ort des Lernens sein. Jeder sollte willkommen sein, auch neue Gärtner. Laden Sie erfahrene Gärtner ein, um die Neulinge anzuleiten. Bitten Sie Ihre örtliche Beratungsstelle um Präsentationen.
Ein Gemeinschaftsgarten ist ein lohnendes Projekt, aber auch mit viel Arbeit verbunden. Um alle Vorteile eines lokalen Gartens nutzen zu können, sollten Sie bereit sein, eine große Aufgabe zu übernehmen. Und nehmen Sie im Sinne des Projekts die Hilfe anderer an, wenn Sie planen und die nächsten Schritte unternehmen.
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