
Was ist Platterbse? Die Platterbse (Lathyrus sativus), auch bekannt unter verschiedenen Namen wie Graserbse, weiße Wicke, blaue Edelbohne, indische Wicke oder indische Erbse, ist eine nahrhafte Hülsenfrucht, die in Ländern auf der ganzen Welt als Futtermittel für Vieh und als Nahrungsmittel für Menschen angebaut wird.
Informationen zur Platterbse
Die Platterbse ist eine relativ trockenheitstolerante Pflanze, die auch dann zuverlässig wächst, wenn die meisten anderen Kulturen versagen. Aus diesem Grund ist sie eine wichtige Nahrungsquelle in Regionen, die von Nahrungsmittelknappheit betroffen sind. In der Landwirtschaft wird die Platterbse häufig als Deckfrucht oder Gründüngung eingesetzt. Sie eignet sich gut als Sommerkultur, kann aber in milden Klimazonen nach der Aussaat im Herbst auch überwintern. Die Platterbse hat auch Zierwert, da sie im Hochsommer weiße, violette, rosa und blaue Blüten hervorbringt, oft an derselben Pflanze. Auch die Anpflanzung von Platterbsen zur Stickstoffgewinnung ist üblich. Die Platterbse bindet eine enorme Menge Stickstoff im Boden und bringt pro Hektar (4047 m²) bis zu 27 bis 36,5 kg Stickstoff ein, wenn die Pflanze mindestens 60 Tage lang wächst. Sie liefert auch eine große Menge nützlicher organischer Substanzen, die nach der Blüte kompostiert oder in den Boden eingearbeitet werden können. Die kriechenden Ranken und langen Wurzeln bieten einen hervorragenden Erosionsschutz.
Wie man Platterbsen anbaut
Der Anbau von Platterbsen ist einfach, wenn man ein paar Richtlinien befolgt. Platterbsen eignen sich für den Anbau bei durchschnittlichen Temperaturen von 10 bis 25 °C (50 bis 80 °F). Obwohl Platterbsen sich an fast jeden gut durchlässigen Boden anpassen, ist volle Sonneneinstrahlung unerlässlich. Pflanzen Sie die Samen der Platterbse in einer Menge von 1 kg pro 140 m² und bedecken Sie sie anschließend mit einer 0,5 bis 1,25 cm dicken Schicht Erde. Obwohl die Platterbse trockenheitstolerant ist, profitiert sie in heißen, trockenen Klimazonen von gelegentlicher Bewässerung.
Hinweis zur Giftigkeit von Wicken-Samen
Unreife Wicken-Samen können ähnlich wie Gartenerbsen gegessen werden, sind jedoch giftig. Obwohl die Samen in kleinen Mengen harmlos sind, kann der regelmäßige Verzehr großer Mengen bei Kindern zu Hirnschäden und bei Erwachsenen zu Lähmungen unterhalb der Knie führen.




