Klimawandel und Schädlinge: Bedeuten wärmere Winter mehr Schädlinge?

Unsere veränderten Wetterverhältnisse könnten einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und Schädlingsbefall verursachen. Die wichtigste Veränderung ist der weltweite Anstieg der Durchschnittstemperaturen. Dieser Klimawandel und Insektenschädlinge führen gemeinsam zu schwierigen Anbaubedingungen. In Regionen, in denen es im Winter nicht kalt genug ist, um Insekten abzutöten, könnte dies verheerende Folgen für die Ernten haben.

Klimawandel und Schädlinge

Es gibt Hinweise darauf, dass der Klimawandel und Schädlinge auch weiterhin ein Problem darstellen werden. Mit steigenden Temperaturen überleben Insekten, die normalerweise der Kälte des Winters zum Opfer fallen würden, und befallen im Frühjahr unsere Pflanzen. Milde Winter begünstigen ein frühes Schlüpfen und eine allgemein höhere Aktivität. Die Schädlingspopulation wird sich vermehren und die Pflanzen, von denen sie und wir leben, zerstören. Insekten wie Flöhe müssen etwa 5 Tage lang frostigen Temperaturen ausgesetzt sein, um getötet zu werden. Andere, wie der Smaragd-Borkenkäfer, benötigen nur 24 Stunden, um die Larven abzutöten.

Dies ist eine monumentale Auswirkung des Klimawandels auf Gärten.

Der Mangel an Schneedecke kann die Sterblichkeit von Insekten erhöhen, die über der Erde leben, aber diejenigen, die unter der Erde leben, sind von Schnee oder kalten Temperaturen nicht so stark betroffen. Die gute Nachricht ist, dass mildere, wärmere Temperaturen ein schnelleres Auftauchen von Raubtieren bedeuten, die sich von Schädlingen ernähren, sowie eine frühere Migration von Vögeln, die dazu beitragen, diese Populationen niedrig zu halten.

Bedeutet ein wärmerer Winter mehr Schädlinge?

Die Auswirkungen des Klimawandels auf Schädlinge und Krankheiten sind unterschiedlich. Einheimische Insekten können mit größeren Temperaturschwankungen umgehen als eingeschleppte Schädlinge. Ähnliches gilt für Krankheiten. Wenn die Krankheit eingeschleppt wurde, kann sie sich möglicherweise nicht an lokale Wetterveränderungen anpassen.

Aber Insekten wie Mücken und Zecken nehmen zu, wahrscheinlich aufgrund früherer, feuchterer, wärmerer Frühlinge und milderer Winter. Insekten sind exotherm, das heißt sie sind kaltblütig. Sie können keine eigene Wärme produzieren und müssen bestimmte Veränderungen durchlaufen, um die Kälte des Winters zu überleben. Insekten, die im Garten überwintern, haben sich an das kalte Wetter angepasst, aber in wärmeren Gebieten mit milden Wintern könnten sie früher schlüpfen. Ohne ausreichend Grünpflanzen, von denen sie sich ernähren können, werden sie nicht gedeihen.

Auch räuberische Nützlinge können ohne genügend andere Insekten, von denen sie sich ernähren können, nicht überleben. Da Insektenpopulationen unterschiedlich kälteresistent sind, wird die Vorhersage, welche Insekten in jeder Saison zu einem Problem werden könnten, in der Regel mit einem wissenschaftlichen Modell vorgenommen. Dieses ist für jede Zone und Region spezifisch und dient der Vorhersage einer potenziell schädlichen Insektenvermehrung.

Wie Insekten den Winter überleben

Um den Winter zu überleben, wandern viele Insekten. Andere Insekten produzieren ein spezielles Kohlenhydrat, das als Kryoprotektivum bezeichnet wird. Dieses verhindert, dass das Insekt gefriert. In den meisten Fällen leben Insekten unterirdisch oder graben sich in Pflanzenmaterial ein, um den Winter zu überleben. Überwinternde Eier, wie beispielsweise die von Blattläusen, produzieren schützende Chemikalien.

Der Stoffwechsel der meisten Insekten verlangsamt sich im Winter und sie fallen in eine Art Winterschlaf. Sobald die Temperaturen steigen, werden sie wieder aktiver und die überwinternden Larven und Eier beginnen sich zu verändern. Die Entwicklung von Insekten wird von der Temperatur bestimmt. Wärmere Winter könnten das Auftreten bestimmter Arten begünstigen, aber ohne pflanzliche Nahrungsquellen verbrauchen sie schnell ihre gespeicherte Energie und sterben. Diese Auswirkung des Klimawandels auf Schadinsekten könnte tatsächlich dazu führen, dass weniger Schädlinge bis zum Frühjahr überleben.

So schützen Sie Ihren Garten

Die Schädlingsbekämpfung in Ihrem Garten ist eine wichtige jährliche Aufgabe. Während wir Bestäuber durch das Pflanzen einer Vielzahl von Blumen und Wirtspflanzen fördern möchten, können wir unsere Pflanzen vor schädlichen Insekten schützen.

Die Beseitigung von Pflanzenresten ist der Schlüssel zur Bekämpfung lästiger Schädlinge. Ohne verrottendes Pflanzenmaterial, das ihnen im Winter Schutz bietet, sind Insekten ungeschützt. Pflanzen Sie Lockpflanzen, um Schädlinge von Ihren gewünschten Pflanzen wegzulocken.

Erwägen Sie, Ihr Haus zu besprühen, um die Anzahl der Krabbeltiere zu minimieren, die in feuchten, dunklen Bereichen leben. Stellen Sie sicher, dass Ihre Dachrinnen Feuchtigkeit vom Haus fernhalten und Bereiche mit stehendem Wasser entwässern.

Eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz Ihres Gartens ist die richtige Pflege Ihrer Pflanzen. Vermeiden Sie es, Pflanzen durch schlechte Bodenfruchtbarkeit, unzureichende Bewässerung und andere Stressfaktoren zu belasten. Gesunde Pflanzen können ein wenig Insektenfraß viel besser verkraften als ungesunde Pflanzen. Behalten Sie vor allem Ihren Garten im Auge und ergreifen Sie Maßnahmen, sobald Sie erste Anzeichen für einen Schädlingsbefall feststellen.

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