Gartentrends der Generation Z – Ursachen für ihre Liebe zu Pflanzen

Gartenarbeit und Zimmerpflanzen sind sowohl bei Millennials als auch bei der Generation Z auf dem Vormarsch. Der Trend begann mit Zimmerpflanzen und Millennials, hat sich aber mittlerweile auf alle Arten von jungen Menschen ausgeweitet, die gärtnern, Gemüse anbauen und Zimmerpflanzen pflegen.

Wer sind die Gärtner der Generation Z?

Gärtnern wird seit langem mit älteren Erwachsenen in Verbindung gebracht. Das könnte daran liegen, dass Rentner mehr Zeit haben, sich dem Gärtnern als Hobby zu widmen. Ältere Erwachsene betreiben Gartenarbeit oft auch als eine Art schonende Bewegung.

Zu den neuen Generationen von Gärtnern gehören junge Menschen, die als Generation Z und Millennials definiert werden. Es gibt zwar keine eindeutige Einigung, aber die Millennial-Generation wird in der Regel als Menschen definiert, die zwischen 1980 und 1996 geboren wurden, und die Generation Z als diejenigen, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden. Die heutigen Gärtner der Generation Z sind in ihren 20ern und jünger. Millennials sind Ende 20 bis Anfang 40.

Laut Umfragen von Gartencentern ist die Zahl der Millennial-Kunden in den letzten Jahren um bis zu 65 % gestiegen, während die Kundschaft der Generation Z um mehr als 40 % gewachsen ist. Umfragen unter jungen Menschen aus dem Jahr 2023 zeigen, dass Gärtner der Generation Z mehr Zeit und Geld für die Gartenarbeit aufwenden wollen und viele planen, ihre bestehenden Gärten in den nächsten Jahren zu vergrößern.

Warum liebt die Generation Z das Gärtnern?

Viele Experten führen die Pandemie als ausschlaggebenden Faktor für die Liebe der Generation Z zu Zimmerpflanzen und Gartenarbeit an. Eine weitere Ursache für diesen Trend könnte die Sparsamkeit der Millennials sein. Angesichts von Studienkrediten, steigenden Immobilienpreisen und anderen Ausgaben haben sich viele Millennials statt teurer Haustiere für Zimmerpflanzen entschieden und bezeichnen sich selbst als „Pflanzeneltern”.

Die geringen Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind ein Grund dafür, dass beide jüngeren Generationen Freude an Zimmerpflanzen und Gartenarbeit finden. Es handelt sich um Hobbys, bei denen sich Sparsamkeit auszahlt, beispielsweise durch das Sammeln von Samen, das Teilen von Pflanzen, Upcycling und DIY-Projekte.

Auch die steigenden Lebenshaltungskosten könnten den Anstieg der Gartenarbeit unter jüngeren Menschen erklären. Die Generation Z ist in einer Zeit aufgewachsen, in der sich die Menschen mehr denn je der Bedeutung einer gesunden Ernährung bewusst waren, nun aber mit rapide steigenden Lebensmittelpreisen konfrontiert sind. Durch die Gartenarbeit können sie ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen.

Die Generation Z ist auch in einer Zeit erwachsen geworden, in der sich mehr Menschen der psychischen Gesundheit bewusst waren und darüber sprachen. Gartenarbeit ist eine gute Aktivität, um die psychische Gesundheit zu fördern. Die jüngeren Generationen legen tendenziell mehr Wert auf Erfahrungen und weniger auf den Erwerb von Gütern. Sie haben eher Freude daran, Dinge zu tun und zu erschaffen, als Geld für teure Gegenstände oder Luxusgüter auszugeben und diese zu sammeln. Die Gärtner der Generation Z sind sich auch stärker als frühere Generationen der Bedeutung von Nachhaltigkeit und umweltfreundlichen Praktiken bewusst.

Die Pandemie löste bei allen Generationen ein erneutes Interesse am Gärtnern aus, einem Hobby, das sicher im Freien ausgeübt werden kann. Die Generation Z hat es lieben gelernt und ist auch nach dem Ende der Pandemie-Lockdowns dabei geblieben.

Lieblingspflanzen der Generation Z

Die Generation Z hat eine Vielzahl von Pflanzen und Arten des Gärtnerns für sich entdeckt, aber es gibt einige eindeutige Trends:

  • Zimmerpflanzen – Der Trend begann eindeutig mit Zimmerpflanzen, und sowohl Millennials als auch die Generation Z haben alle Arten für sich entdeckt. Sie suchen besonders gerne nach ungewöhnlichen Sorten und Kultivaren. Um Geld zu sparen, tauschen sie Stecklinge zur Vermehrung und kaufen, verkaufen und tauschen online. Einige beliebte Pflanzen mit vielen verschiedenen Sorten sind Monstera, Philodendron, Pothos und alle Arten von Sukkulenten.
  • Traditionelles Gemüse – Jüngere Menschen haben auch Freude und Sparsamkeit darin gefunden, ihr eigenes Gemüse anzubauen. Wie bei Zimmerpflanzen suchen sie gerne nach ungewöhnlichen Sorten, wie zum Beispiel alten Sorten, tauschen diese und teilen sie miteinander. Sie mögen auch Gemüse, das leicht anzubauen und sehr ertragreich ist, wie Salat, Blattgemüse und Tomaten.
  • Einheimische Pflanzen – Gärtner der Generation Z tendieren dazu, einheimische Pflanzen für ihre Gärten zu wählen. Zimmerpflanzen sind oft exotisch und tropisch, aber für die Gartengestaltung im Freien bevorzugen sie einheimische Arten, die ihr lokales Ökosystem unterstützen.

Gärtnern ist ein gesundes, lohnendes Hobby, das auch mit kleinem Budget ausgeübt werden kann. Mit mehr Wissen über die Umwelt und einem Anstoß durch die Pandemie begeistern sich junge Menschen mehr denn je dafür.

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