
Wildrosen wecken oft Gedanken an das Mittelalter mit Rittern, Königen, Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen, da viele von ihnen weit in unsere Geschichte zurückreichen. Der botanische Fachbegriff für sie lautet „Artenrosen”. Auch wenn dieser Begriff nicht dieselben Emotionen hervorruft, ist es doch die Klassifizierung, unter der Sie sie in Rosenkatalogen und Baumschulen finden oder wo sie zum Verkauf angeboten werden. Lesen Sie weiter, um mehr über die Arten von Wildrosen und deren Anbau im Garten zu erfahren.
Wo Wildrosen wachsen
Um Wildrosen richtig anzubauen, ist es hilfreich, mehr über sie zu wissen, einschließlich darüber, wo Wildrosen wachsen. Wildrosen sind natürlich wachsende Sträucher, die in der Natur ohne jegliche Hilfe des Menschen vorkommen. Wildrosen sind einfach blühende Rosen mit fünf Blütenblättern, fast alle sind rosa, einige wenige weiß und rot, sowie einige wenige, die eher gelblich sind. Wildrosen sind alle Eigenwurzelrosen, was bedeutet, dass sie auf ihrem eigenen Wurzelsystem wachsen, ohne dass sie gepfropft werden, wie es der Mensch tut, um einigen modernen Rosen zu helfen, unter verschiedenen klimatischen Bedingungen gut zu wachsen. Tatsächlich sind Wildrosen die Rosen, aus denen alle anderen Rosen, die wir heute haben, gezüchtet wurden, weshalb sie einen besonderen Platz im Herzen und in den Gedanken jedes Rosenzüchters einnehmen. Wildrosen gedeihen in der Regel auch ohne Pflege und sind außergewöhnlich widerstandsfähig. Diese robusten Rosen wachsen in fast allen Bodenbedingungen, wobei mindestens eine davon bekanntermaßen sehr gut in feuchten Böden gedeiht. Diese wunderbaren Rosen bringen schöne Hagebutten hervor, die bis in den Winter hinein bestehen bleiben und den Vögeln als Nahrung dienen, wenn sie an den Sträuchern belassen werden. Da es sich um Eigenwurzelsträucher handelt, können sie im Winter bis auf den Boden absterben, aber aus der Wurzel wächst immer noch dieselbe wunderbare Rose.
Wildrosen züchten
Es ist nicht schwer, Wildrosen zu züchten. Wildrosenbüsche können wie alle anderen Rosenbüsche gepflanzt werden und gedeihen am besten an Standorten, an denen sie viel Sonne bekommen und der Boden gut drainiert ist (als allgemeine Regel). Eine Sorte, die jedoch auch auf feuchten Böden gut gedeiht, ist Rosa palustris, auch bekannt als Sumpfrose. Wenn Sie Wildrosen in Ihren Rosenbeeten, Gärten oder im allgemeinen Landschaftsbereich anpflanzen, sollten Sie sie nicht zu dicht pflanzen. Alle Arten von Wildrosen brauchen Platz, um sich auszubreiten und in ihrem natürlichen Zustand zu wachsen. Wenn man sie zu dicht pflanzt, wie auch andere Rosensträucher, wird die Luftzirkulation durch und um die Sträucher herum eingeschränkt, was sie anfällig für Krankheiten macht.
Pflege von Wildrosen
Sobald sich ihr Wurzelsystem an ihrem neuen Standort etabliert hat, gedeihen diese robusten Rosensträucher mit einem Minimum an Pflege. Das Entfernen verwelkter Blüten ist nicht notwendig und würde die wunderschönen Hagebutten, die sie produzieren, reduzieren oder ganz verhindern. Sie können ein wenig zurückgeschnitten werden, um die gewünschte Form zu erhalten, aber auch hier sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie später diese schönen Hagebutten haben möchten!
Arten von Wildrosen
Eine der wunderschönen Wildrosen, die hier in meinem Heimatstaat Colorado zu finden sind, heißt Rosa woodsii und wird 91 bis 120 cm hoch. Diese Sorte hat hübsche rosa, duftende Blüten und gilt als trockenheitsresistenter Rosenstrauch. Man findet sie überall in den Bergen im Westen der Vereinigten Staaten. Wenn Sie sich entscheiden, eine oder mehrere dieser Wildrosen in Ihren Garten zu pflanzen, sollten Sie bedenken, dass sie nicht wie viele moderne Rosen die ganze Saison über blühen. Diese Rosen blühen im Frühling und Frühsommer und beenden dann ihre Blütezeit, wenn sie beginnen, ihre wunderbaren, vielseitig verwendbaren Hagebutten zu bilden. Wenn Sie einen Rosenstrauch suchen, der seinen wilden Vorfahren sehr ähnlich ist, sollten Sie nach einer Sorte mit einem passenden Namen wie „Nearly Wild” Ausschau halten. Diese Sorte bietet die gleiche Schönheit, den gleichen Charme, den gleichen geringen Pflegeaufwand und die gleiche Robustheit wie eine echte Wildrose, hat aber zusätzlich den Zauber der wiederholten Blüte. Ein Teil des Charmes von Wildrosen liegt in den Namen, die ihnen im Laufe ihrer Existenz gegeben wurden. Hier sind einige Arten von Wildrosen, die Sie vielleicht gerne in Ihrem Garten anpflanzen möchten (das angegebene Jahr ist das Jahr, in dem die Rose erstmals in Kultur bekannt wurde):
- Lady Banks Rose – Rosa banksiae lutea (1823)
- Weiderose – Rosa carolina (1826, indianische Sorte)
- Österreichische Kupferrose – Rosa foetida bicolor (vor 1590)
- Süßdorn oder Shakespeares Eglantine-Rose– Rosa eglanteria (*1551)
- Prärie-Rose – Rosa setigera (1810)
- Apotheker-Rose, Rote Rose von Lancaster – Rosa gallica officinalis (vor 1600)
- Pater Hugo, Goldene Rose Chinas – Rosa hugonis (1899)
- Apfelrose – Rosa pomifera (1771)
- Memorial Rose – Rosa wichuraiana (1891)
- Nootka-Rose – Rosa nutkana (1876)
- Woods Wildrose – Rosa woodsii (1820)




