Weihnachtskaktus Herkunft: Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Weihnachtskaktuspflanzen

Wer hätte gedacht, dass ein Kaktus ein Symbol für Weihnachten sein könnte? Zu diesem Fest denkt man normalerweise an Schnee, Kaminfeuer und immergrüne Nadelbäume, aber sicherlich nicht an Kakteen. Die Geschichte hinter dem Weihnachtskaktus verrät, warum er diesen Namen trägt, und zeigt, dass es noch mehrere andere „Weihnachtskakteen” gibt.

Die Geschichte der Schlumbergera-Pflanze

Die Herkunft des Weihnachtskaktus, der aus dem tropisch-heißen Brasilien stammt, macht ihn noch faszinierender. Weihnachtskakteen gehören zur Familie der Schlumbergera und haben ihren Namen aufgrund ihrer Blütezeit in der nördlichen Hemisphäre erhalten. In ihrer Heimat blühen sie von April bis Mai, weshalb ihr gebräuchlicher Name keine Bedeutung hat. In Europa werden sie aufgrund ihrer klauenartigen Auswüchse „Krabbenkakteen” genannt. Es gibt sechs Hauptarten von Schlumbergera. Von diesen werden mehrere in der kommerziellen Produktion als „Weihnachtskakteen” bezeichnet. Diese blühen von September bis Februar und werden zur Blüte gebracht und als Geschenkpflanzen während der Thanksgiving- und Weihnachtszeit verkauft, daher wurden sie Thanksgiving-Kaktus und Weihnachtskaktus genannt. Der Gattungsname ist eine Hommage an Frederic Schlumberger, einen französischen Sammler exotischer Pflanzenarten. Die Gruppe der Feiertagskakteen wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Allen Cunningham entdeckt, und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es bereits mehrere Hybriden. Aufgrund ihrer Blütezeit, die mit Thanksgiving und Weihnachten zusammenfiel, wurden sie in die christlichen Feiertagstraditionen aufgenommen.

Botanischer Ursprung des Weihnachtskaktus

Die Erforschung der Geschichte des Weihnachtskaktus offenbart ein kleines Durcheinander. Viele Botaniker bestehen darauf, dass Schlumbergera x buckleyi der ursprüngliche, echte Weihnachtskaktus ist. Diese Hybride ist fast vollständig verschwunden und gilt unter Sammlern als Schatz. Die Art Schlumbergera truncata ist der Vorfahr der meisten heute erhältlichen Weihnachtskakteen. Sie unterscheidet sich deutlich von S. buckleyi, mit einer asymmetrischen Blüte und Flügeln am Fruchtknoten. Sie kommt in den Farben Weiß, Rosa, Pink und Gelb vor, während der ursprüngliche Weihnachtskaktus weiß mit einem blassrosa Schlund war. Es gibt auch Hybriden mit mehr Orangetönen und sogar einen Osterkaktus, der später in der Saison blüht.

Eine mögliche Geschichte hinter dem Weihnachtskaktus

Ein wenig Recherche führt zu einem charmanten Stück Schlumbergia-Geschichte. Ein Jesuitenmissionar namens Pater Jose versuchte, die bolivianischen Ureinwohner zu bekehren. Trotz seiner guten Arbeit und seiner Versuche, das Wort Gottes zu verbreiten, scheiterte er jedoch. Die Ureinwohner schätzten seine Hilfe, glaubten aber nicht an die Weihnachtsgeschichte, die er ihnen vermitteln wollte. Als er an Heiligabend an seinem einfachen Altar betete, hörte er seine Gemeindemitglieder ein Lied singen, das er ihnen beigebracht hatte. Als er aufblickte, sah er die Kinder des Dorfes auf sich zukommen, die mit schönen Blumen geschmückte Pflanzenstängel trugen. Es handelte sich um Blüten der Schlumbergia-Kakteen, die sie ihm schenkten, um den Altar zu schmücken. Ob die Geschichte nun wahr ist oder nicht, sie ist dennoch anschaulich und eine schöne Erzählung.

Schreibe einen Kommentar