
Ernsthafte Kaktusliebhaber kennen wahrscheinlich den Namen Feigenkaktus. Aber wussten Sie, dass Feigenkakteen sowohl essbar sind als auch medizinische Verwendung finden? Diese Pflanze aus Südkalifornien und Mexiko wurde einst von den Ureinwohnern intensiv genutzt. Heute findet man die Blätter und Früchte in Spezialitätenmärkten, wo sie eine interessante Ergänzung zu Salaten darstellen oder frisch verzehrt werden können.
Informationen zum Feigenkaktus
Der Feigenkaktus gehört zur Gattung Opuntia, einer großen Gruppe von Sukkulenten. Informationen zum Feigenkaktus deuten darauf hin, dass er bereits von den Azteken und vielleicht sogar schon früher verwendet wurde. Er ist auch ein wichtiger Lebensraum und Nahrungsquelle für Wildtiere. Lassen Sie sich von den großen Stacheln nicht abschrecken. Dieser Kaktus ist eine köstliche und nahrhafte Nahrungsquelle, wobei alle Teile der Pflanze essbar sind. Der Kaktus ist reich an Ballaststoffen, essentiellen Fettsäuren und Carotinoiden und enthält Magnesium, Phosphor, Kalzium und Kalium sowie Spurenelemente und Mineralien. Ihm werden antivirale, entzündungshemmende und gerinnungshemmende Eigenschaften nachgesagt. In der heutigen Naturheilkunde wird dieser Kaktus zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, zur Kontrolle des Cholesterinspiegels, zur Linderung von Magenbeschwerden und zur Behandlung von Symptomen einer vergrößerten Prostata eingesetzt. In der traditionellen Medizin wurde die Sukkulente zur Behandlung von Rheuma, Wunden, Schwellungen und Mumps verwendet.
Weitere historische Verwendungszwecke der Kaktusfeige
Ein kurzer Blick auf die Geschichte des Feigenkaktus zeigt, dass er für indigene Völker eine wichtige Pflanze war. Die großen Stacheln wurden als Nadeln verwendet, während der Saft der reifen Früchte als tiefrote, farbenfrohe Farbe für Textilien diente. Die Früchte, auch Tunas oder Feigen genannt, sind saftig und süß mit einer leicht säuerlichen Note und haben eine tief rosa-rote Farbe. Reife Früchte wurden frisch oder in Süßigkeiten und Konfitüren gegessen, während grüne Tunas wie Kürbis gekocht wurden. Die Früchte wurden auch geschält und getrocknet, um sie für den Winter zu konservieren. Sogar die Blüten und Samen sind essbar. Die Samen wurden geröstet und zu Mehl gemahlen. Junge Blätter wurden gekocht oder gebraten und in Suppen und Eintöpfen verwendet. In Malta wird aus der Pflanze der Likör Bajtra hergestellt. Die Nopales, also die Blätter, müssen entstachelt oder über dem Feuer angebrannt werden, um die Stacheln zu entfernen. Sie sollten gekocht werden, um den gelatineartigen Saft zu entfernen. Man findet sie in Spezialitätenmärkten, oft bereits in Streifen geschnitten und verzehrfertig oder in Dosen. Die Tunas haben ebenfalls Stacheln, daher sollte man sie mit einer Zange oder einer Gabel zubereiten. Schneiden Sie die Enden ab, um eine feste Basis zu erhalten, und schneiden Sie dann die Haut der Länge nach ein. Stecken Sie eine Gabel in den Schlitz und schneiden Sie die Haut mit einem Messer ab. Sobald die Haut entfernt ist, ist die gesamte Frucht entweder frisch oder zum Backen oder Einmachen essbar. Ausgepresst ergibt sie auch einen wunderbaren Saft. Scheuen Sie sich nicht, diese gefährlich aussehenden Teile des Feigenkaktus zu probieren. Sie verleihen Ihrer Ernährung Abwechslung und Vielfalt und sind zudem sehr gesund.




