
Es ist schwer, jemanden zu finden, der keine Erdbeeren mag. Sie sind leuchtend, schön und ach so süß. Es ist vielleicht keine Überraschung, dass die Erdbeeren, die wir heute essen, nicht genau so aussehen wie die Erdbeeren, die unsere Vorfahren gegessen haben. Wie diese modernen Beeren entstanden sind, ist jedoch eine interessante Geschichte, die über 100 Jahre und drei Kontinente umfasst. Begeben wir uns auf eine Reise durch die Zeit und entdecken wir diese Erdbeeren.
Die Geschichte der Erdbeeren
Erdbeeren wachsen ursprünglich in Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika, wo die Einheimischen seit jeher ihre eigenen Sorten dieser Frucht gegessen haben. Vor etwa 500 Jahren jedoch wurde die Welt kleiner und Pflanzen begannen, Ozeane zu überqueren.
Die englischen Kolonisten, die im 16. und 17. Jahrhundert nach Nordamerika kamen, waren wahrscheinlich daran gewöhnt, europäische Erdbeeren zu essen, und waren begeistert, eine neue Sorte zu entdecken. Sie brachten amerikanische Erdbeeren (nach der Kolonie Virginia „Virginia-Erdbeeren” genannt) mit nach Europa, wo sie wegen ihrer Widerstandsfähigkeit angebaut wurden, aber nicht besonders beliebt waren.
Im Jahr 1714 entdeckte ein französischer Spion auf einer Mission in Chile einige lokale Erdbeeren. Er war beeindruckt von der Größe der Beeren (die europäischen und virginischen waren viel kleiner) und brachte einige davon mit nach Frankreich. Die neuen chilenischen Erdbeeren setzten sich jedoch nicht wirklich durch, vor allem wegen ihres geringen Ertrags.
Es war reiner Zufall, dass die Virginias und Chilenas einige Jahre später in einem französischen Garten nebeneinander gepflanzt wurden. Die beiden kreuzten sich, und das Ergebnis waren große, leuchtende, reichhaltige Beeren, die noch niemand auf der Welt zuvor gesehen hatte! Seitdem wurde unglaublich viel Arbeit und Kreuzungszüchtung investiert, aber diese Pflanzen, die rein durch Zufall und Glück entstanden sind, sind die Ur-Ur-Großväter der beliebten Beeren, die wir heute essen und in unseren Gärten anbauen. Das ist wirklich eine internationale Leistung.




