
Die Mischkultur wird seit Generationen praktiziert. Die Mischkultur hat Vorteile wie die Sicherung von Stickstoff, die Abwehr von Schädlingen und sogar die Unterstützung anderer Pflanzen. Die Mischkultur mit Hopfen kann das Pflanzenwachstum fördern und als Köder für lästige Tiere dienen. Es ist jedoch zu beachten, dass Hopfenreben sehr wuchskräftig sind und viele weniger widerstandsfähige Pflanzen ersticken können. Begleitpflanzen für Hopfen müssen daher sorgfältig ausgewählt werden.
Was man nicht in der Nähe von Hopfen pflanzen sollte
Wenn Sie darüber nachdenken, Hopfenrhizome anzubauen, sollten Sie überlegen, was Sie zusammen mit Hopfen pflanzen möchten und was nicht. Die Hopfenreben werden wahrscheinlich viele andere Pflanzen verdrängen, da sie sich schnell entwickeln. Begleitpflanzen für Hopfen müssen mindestens 30 cm entfernt stehen, und die Reben sollten zurückgeschnitten werden, damit sie die anderen Pflanzen nicht ersticken. Alle Pflanzen, die volle Sonne und viel Wasser mögen und denen es nichts ausmacht, wenn sie überwuchert werden, können zusammen mit Hopfen angebaut werden. Es gibt jedoch auch Pflanzen, die allelopathische Eigenschaften haben und daher in ausreichender Entfernung zum Hopfen gepflanzt werden sollten. Allelopathie bedeutet, dass eine Pflanze Chemikalien freisetzt, die das Wachstum anderer Pflanzen verzögern oder diese sogar abtöten. Dies ist eine nützliche Anpassung, die konkurrierende Unkräuter von der allelopathischen Pflanze fernhält. Einige allelopathische Pflanzen werden auf diese Weise in der Landwirtschaft eingesetzt, beispielsweise Erbsen, Sorghum und Reis. Andere wiederum sind für den Einsatz in der Nähe anderer Pflanzen nicht geeignet, da sie diese entweder abtöten oder krank machen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Schwarznuss.
Was man mit Hopfen pflanzen kann
Begleitpflanzen für Hopfen, wie beispielsweise Mais, haben ähnliche kulturelle Anforderungen und sind robust genug, um einigen Ranken standzuhalten, die sich um sie herum winden, sobald sie ausgewachsen sind. Hopfen stirbt im Winter ab, daher eignet sich eine immergrüne Clematis hervorragend als Begleitpflanze. Sie können sich dasselbe Spalier oder Gitter teilen, und wenn der Hopfen abstirbt, kann die immergrüne Clematis die Hauptrolle übernehmen. Die Kombination zweier verschiedener Hopfensorten kann ein wunderschönes Bild ergeben. Die Sorte „Aureus” ist eine goldblättrige Pflanze, die besonders schön aussieht, wenn sie sich mit normalen grünen Sorten verflechten. Kräuter und Pflanzen wie Ringelblumen in der Nähe können dazu beitragen, nützliche Insekten wie Bienen anzulocken und Schädlinge wie Gurkenkäfer abzuwehren.
- Schnittlauch – Schnittlauch, der in der Nähe von Hopfen gepflanzt wird, scheint Blattläuse von den Zapfen und neuen Trieben fernzuhalten.
- Koriander– Koriander kann Spinnmilben und Blattläuse abwehren, die Hopfenreben häufig befallen.
- Anis– Anis ist eine weitere gute Pflanze für die Mischkultur mit Hopfen. Der scharfe Geruch schreckt viele Schädlinge ab und die Pflanze ist ein Wirt für Raubwespen, die saugende Blattläuse fressen.
- Schafgarbe– Schafgarbe steigert die Vitalität benachbarter Pflanzen und lockt gleichzeitig Marienkäfer und nützliche Wespen an. Die Blätter der Schafgarbe eignen sich auch hervorragend als Dünger, wenn sie um Hopfen herum kompostiert oder zu Tee verarbeitet werden.
Jede dieser Pflanzen ist kräftig genug für den Anbau als Grundnahrungsmittel und hat neben verschiedenen Vorteilen für den Hopfen auch Verwendungsmöglichkeiten in der Küche und in der Naturheilkunde.




