
Der Anbau von Ginseng als alternative Kulturpflanze erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Getrocknete Ginsengwurzeln sind in China seit Jahrhunderten ein beliebtes Heilkraut, sodass der heimische Ginseng mittlerweile fast vollständig verschwunden ist. Das macht amerikanischen Ginseng zu einer potenziell lukrativen Kulturpflanze, erfordert jedoch einiges an Engagement und das Erlernen der richtigen Trocknung und Lagerung der Ginsengwurzeln für den späteren Gebrauch.
Über getrocknete Ginsengwurzeln
Ginseng ist ein mehrjähriges einheimisches Kraut, das in den Laubwäldern im Osten der Vereinigten Staaten vorkommt. Es war eines der ersten marktfähigen Kräuter, die in das ginsenghungrige China exportiert wurden. Es war einst reichlich vorhanden, wurde jedoch Mitte der 1970er Jahre übererntet und wird heute häufiger als alternative Kulturpflanze angebaut.
Ginseng wird in Asien geschätzt und kann sehr profitabel sein, allerdings kann es acht bis zehn Jahre dauern, bis dieser Gewinn realisiert wird. Ältere Wurzeln, die acht bis zehn Jahre alt sind, erzielen einen höheren Preis als jüngere Wurzeln. Das bedeutet, dass eine ordnungsgemäße Trocknung und Lagerung unerlässlich ist. Wie man so schön sagt: Ein fauler Apfel kann den ganzen Korb verderben.
Die Ginsengwurzel wird getrocknet, bis sie hart ist; sie sollte sich leicht in zwei Teile brechen lassen. Das Innere einer richtig getrockneten Wurzel sollte vollständig weiß sein. Wenn die Wurzel zu schnell getrocknet wird, entsteht im Inneren ein brauner Ring, und wenn sie zu langsam getrocknet wird, kann Schimmel entstehen.
Trocknen und Lagern von Ginseng
Es gibt viele Möglichkeiten, Ginsengwurzeln zu trocknen. Manche Menschen verwenden Luftentfeuchter und Heizgeräte oder Holzöfen und Ventilatoren. Es gibt auch handelsübliche Kräutertrockner, die jedoch nur für die Trocknung kleiner Mengen der Wurzeln geeignet sind. Größere Geräte sind zwar erhältlich, aber sie können recht teuer sein. Unabhängig davon, wie Sie die Wurzeln trocknen, ist es wichtig, dass Sie die Wurzeln nicht zu schnell trocknen, aber dennoch schnell genug, damit sich kein Schimmel bildet.
Es ist von größter Bedeutung, dass die zu trocknenden Wurzeln ausreichend belüftet werden und eine konstante Lufttemperatur herrscht. In der Regel werden die Wurzeln auf Gestellen oder Sieben über dem Boden getrocknet, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Waschen Sie die Wurzeln vor dem Trocknen mit einem schwachen Wasserstrahl ab; schrubben Sie sie niemals.
Achten Sie darauf, die Wurzeln so auszubreiten, dass sie sich nicht berühren. Drehen Sie die Wurzeln gelegentlich, damit sie von allen Seiten trocknen.
Die ideale Trocknungstemperatur liegt zwischen 21 und 38 °C (70 und 100 °F). Temperatur, Wetter, Luftfeuchtigkeit und die Art der Wärmezufuhr sind allesamt Variablen, die beim Trocknen von Ginsengwurzeln eine Rolle spielen. Bei einer Temperatur von etwa 21 °C (70 °F) sollten die Wurzeln jedoch innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig trocknen. Kleine Wurzeln trocknen natürlich schneller als große Wurzeln, bei denen der Vorgang bis zu sechs Wochen dauern kann.
Überprüfen Sie die Wurzeln regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie rundum trocknen. Wie oben erwähnt, lässt sich eine richtig getrocknete Wurzel leicht in zwei Teile brechen und sollte innen vollständig weiß sein, ohne Anzeichen von Schimmel.
Wie lagert man Ginseng, wenn die Wurzeln trocken sind? Lagern Sie sie einfach in Papiertüten oder Kartons, niemals in Plastik. Plastik erhöht die Luftfeuchtigkeit und kann dazu führen, dass die wertvollen Wurzeln schimmeln.




