
Chia-Samen, einst nur eine Spielerei, erleben derzeit ein Comeback, doch diesmal haben sie ihren Platz im Garten und in der Küche gefunden. Die Krieger der Azteken und Mayas im alten Mexiko schätzten Chia-Samen als wertvolle Energie- und Kraftquelle; tatsächlich bedeutet der Maya-Name für Chia „Stärke“. Mit diesen Informationen über die Chia-Pflanze erfahren Sie, wie Sie Chiasamen mit all ihren gesundheitlichen Vorteilen anbauen können.
Was ist eine Chia-Pflanze?
Chia (Salvia hispanica) gehört zur Familie der Lamiaceae, also der Minzen. Wenn Sie Chia zu Ihren Pflanzen hinzufügen, bieten Sie Bienen und Schmetterlingen eine wertvolle Nektarquelle. Diese krautigen, winterharten Einjährigen werden bis zu 91 cm hoch. Sie haben dicke, dunkelgrüne Blätter, die faltig und tief gelappt sind. Auch die Oberseite der Blätter ist mit winzigen, weichen, grauen Härchen bedeckt. Die Chia-Pflanze hat mehrere Stängel, die aus der Basis der Pflanze wachsen. Im späten Frühjahr und Frühsommer trägt jeder Stängel kleine blaue, röhrenförmige Blüten. Die Blüten haben drei Lappen an einer Lippe und eine weiße Spitze an der Unterlippe. Burgunderrote, stachelige Hochblätter umgeben die Blütenwirbel, und jeder Blütenstand bildet einen Samenkopf mit winzigen grauen oder braunen Samen. Die Samenköpfe sehen denen von Weizenpflanzen sehr ähnlich.
Wie man Chia-Samen anbaut
Der Anbau von Chia-Pflanzen ist einfach, vorausgesetzt, Sie halten sich an die optimalen Wachstumsbedingungen für Chia-Pflanzen. Sie sind in den USDA-Klimazonen 8 bis 11 winterhart. Wählen Sie einen Standort, der vollsonnig ist und über eine gute Drainage verfügt. Bereiten Sie den Boden im Herbst wie für andere Pflanzen vor, lockern Sie ihn auf und verbessern Sie ihn nach Bedarf. Streuen Sie die winzigen Samen über die Oberfläche des Bodens und harken Sie die Erde vorsichtig darüber. Gießen Sie sie leicht, bis die Pflanzen kräftig wachsen. Die Pflege von Chia-Pflanzen ist unkompliziert. Die Wüstenpflanze ist nicht nur trockenheitstolerant, sondern auch als „Feuerfolgepflanze” bekannt, was bedeutet, dass sie eine der ersten Pflanzen ist, die nach einem verheerenden Waldbrand wieder auftaucht. Sobald sich die Pflanzen in gut durchlässigem Boden etabliert haben, müssen Sie sie nur noch selten gießen. Chia-Pflanzen sind bemerkenswert anpassungsfähig und können sich sogar selbst bestäuben, wenn Bienen oder Schmetterlinge diese Aufgabe nicht übernehmen. Im folgenden Herbst säen sie sich selbst aus, vorausgesetzt, sie überleben die Verwüstungen durch Vögel, Insekten und Tiere. Sobald das Blätterdach der Chia-Pflanzen wächst, ist keine zusätzliche Unkrautbekämpfung mehr erforderlich. Da Chia-Pflanzen keine bekannten Schwachstellen für Schädlinge oder Krankheiten haben, ist ihre Pflege besonders einfach.
Sind Chiasamen essbar?
Chiasamen sind nicht nur essbar, sondern auch reich an vielen Nährstoffen. Sie enthalten viel Eiweiß, Antioxidantien, Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren. Sie bieten fünfmal so viel Kalzium wie Milch, und die Enzyme in den Samen können die Verdauung unterstützen. Forscher glauben, dass Chiasamen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Diabetes spielen. Chiasamen können auch dazu beitragen, Triglyceride, Blutdruck und Cholesterin zu senken. Verwenden Sie die Samen zum Backen oder streuen Sie sie über Salate, Aufläufe oder Gemüsegerichte, um ihnen eine leichte Knusprigkeit zu verleihen. Chiasprossen sind ebenfalls eine köstliche Ergänzung zu Salaten. Chiapflanzen in Ihrem Garten anzubauen ist eine dreifache Gewinnsituation: Sie sind einfach zu züchten, sorgen für einen blauen Farbtupfer und haben zahlreiche gesundheitliche Vorteile.




