Hydroponischer Gartenbau in Innenräumen

Hydroponischer Gartenbau ist eine der besten Methoden, um das ganze Jahr über frisches Gemüse anzubauen. Er ist auch eine großartige Alternative für den Anbau einer Vielzahl von Pflanzen auf kleinerem Raum, beispielsweise in Innenräumen. Hydroponischer Gartenbau ist einfach eine Methode, Pflanzen ohne Erde anzubauen. Wenn Pflanzen hydroponisch angebaut werden, müssen ihre Wurzeln nicht nach den für ihr Überleben notwendigen Nährstoffen suchen. Stattdessen werden sie direkt mit allen notwendigen Nährstoffen für ein starkes, kräftiges Wachstum versorgt. Dadurch sind die Wurzelsysteme kleiner und das Pflanzenwachstum ist üppiger.

Elemente des hydroponischen Gärtnerns

Hydroponisches Gärtnern hat viele Vorteile. Beispielsweise lassen sich alle Faktoren, die das gesunde Wachstum von Pflanzen beeinflussen, leicht kontrollieren und aufrechterhalten. Dazu gehören Faktoren wie Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, pH-Wert, Nährstoffe und Wasser. Die Möglichkeit, diese Faktoren zu kontrollieren, macht den Hydrokulturgarten einfacher und weniger zeitaufwendig als den Gartenbau mit Erde.

Bei der Anwendung von Hydrokulturgartenmethoden in Innenräumen kann das Licht durch ein helles Fenster oder unter geeigneten Wachstumslampen bereitgestellt werden. Im Allgemeinen hängt die Art des verwendeten Lichts und die benötigte Lichtmenge vom Gärtner und den angebauten Pflanzenarten ab. Die Lichtquelle muss jedoch hell genug sein, um die Blüte und Fruchtbildung anzuregen.

Temperatur, Luftfeuchtigkeit und pH-Wert

Geeignete Temperaturen mit ausreichender Luftfeuchtigkeit und pH-Werten sind ebenso wichtig. Es gibt viele Hydrokultur-Gartensets, die Anfängern den Einstieg erleichtern. Im Allgemeinen ist bei der Hydrokultur in Innenräumen die Raumtemperatur für die meisten Pflanzen ausreichend. Die Luftfeuchtigkeit sollte für ein optimales Pflanzenwachstum bei etwa 50 bis 70 Prozent liegen, ähnlich wie bei Zimmerpflanzen. Bei der Hydrokultur sind die pH-Werte äußerst wichtig und sollten regelmäßig überprüft werden. Ein pH-Wert zwischen 5,8 und 6,3 ist in der Regel für die meisten Pflanzen geeignet. Eine ausreichende Belüftung ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Hydrokultur und kann leicht mit Deckenventilatoren oder oszillierenden Ventilatoren erreicht werden.

Nährstoffe & Wasser

Nährstoffe werden durch speziell entwickelte Hydrokultur-Düngemittel und Wasser zugeführt. Die Nährlösung (Dünger und Wasser) sollte mindestens ein- bis zweimal im Monat abgelassen, gereinigt und neu befüllt werden. Da hydroponisch gezüchtete Pflanzen keine Erde benötigen, ist der Pflegeaufwand geringer, es muss nicht gejätet werden und es gibt keine durch den Boden übertragenen Krankheiten oder Schädlinge, um die man sich kümmern muss. Pflanzen können mit verschiedenen Medien wie Kies oder Sand gezüchtet werden, die jedoch lediglich zur Verankerung der Pflanze dienen. Die kontinuierliche Zufuhr von Nährlösung hält die Pflanzen am Leben und gesund. Es gibt auch verschiedene Methoden, um diese Nährlösung bereitzustellen.

  • Passive Methode – Die einfachste Form des Hydrokulturgartens nutzt die passive Methode, bei der Sie bestimmen können, wann und wie viel Nährlösung die Pflanzen erhalten. Ein Beispiel hierfür sind Docht-Systeme, bei denen Styropor-Schalen mit Wachstumsmedium und Pflanzen verwendet werden. Diese Schalen schwimmen einfach auf der Nährlösung, sodass die Wurzeln Nährstoffe und Wasser nach Bedarf aufnehmen können.
  • Flut- und Abflussmethode – Eine weitere einfache Methode der Hydrokultur ist die Flut- und Abflussmethode, die ebenso effektiv ist. Anzuchtpaletten oder einzelne Töpfe werden mit Nährlösung geflutet, die dann in einen Vorratsbehälter zurückfließt. Diese Methode erfordert den Einsatz einer Pumpe, und es muss ein angemessener Nährstoffgehalt der Lösung aufrechterhalten werden, um ein Trockenlaufen der Pumpe zu verhindern.
  • Tropfsysteme – Tropfsysteme erfordern eine Pumpe und werden ebenfalls mit einer Zeitschaltuhr gesteuert. Wenn die Zeitschaltuhr die Pumpe einschaltet, wird die Nährlösung auf jede Pflanze „getropft”. Es gibt zwei grundlegende Arten: Rückgewinnungssysteme und Nicht-Rückgewinnungssysteme. Rückgewinnungs-Tropfsysteme sammeln das überschüssige Ablaufwasser, während Nicht-Rückgewinnungs-Systeme dies nicht tun.

Zwei weitere gängige Methoden zur Versorgung von Pflanzen mit Nährlösung werden ebenfalls in der Hydrokultur verwendet: die Nährstofffilmtechnik (NFT) und die Aeroponik-Methode.NFT-Systeme sorgen für einen kontinuierlichen Nährstofffluss ohne den Einsatz einer Zeitschaltuhr. Stattdessen hängen die Wurzeln der Pflanzen in der Nährlösung. Die Aeroponik-Methode ist ähnlich, erfordert jedoch eine Zeitschaltuhr, damit die Wurzeln der hängenden Pflanzen alle paar Minuten besprüht oder benebelt werden können. Mit Hydrokulturen lässt sich fast alles anbauen, von Blumen bis hin zu Gemüse. Es handelt sich um eine einfache, saubere und effektive Methode zum Anbau von Pflanzen, insbesondere auf begrenzten Flächen. Hydrokulturen eignen sich gut für die meisten Innenräume und bringen gesündere Pflanzen mit höherwertigen Erträgen hervor.

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