Probleme mit Kamelien erkennen und beheben

Selbst unter den besten Umständen können Probleme mit Kamelien auftreten. Die beste Lösung ist jedoch, zu lernen, wie man häufige Probleme mit Kamelien erkennt und behebt, bevor sie zu einem Problem werden.

Häufige Probleme mit Kamelien

Kamelienpflanzen sind von mehreren Krankheiten betroffen. Zu den häufigsten gehören Blütenblattfäule, Krebs, Blattgallen, Wurzelfäule und das Kamelien-Gelbfleckigkeitsvirus.

  • Die Blütenblattfäule befällt Kamelienblüten und lässt sie braun werden. Diese Pilzkrankheit tritt in der Regel im Frühjahr auf und wird meist durch übermäßige Feuchtigkeit verursacht. Auf den Blütenblättern bilden sich kleine braune Flecken, die sich schnell vergrößern, bis die gesamte Blüte braun ist. Die befallenen Blüten fallen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Dunkelbraune Adern in den Blütenblättern sind ein deutliches Anzeichen dafür, dass eine Kamelie an Blütenblattfäule leidet. Entfernen und entsorgen Sie befallene Blüten und behandeln Sie die Pflanze alle ein bis zwei Wochen mit einem Blattfungizid.
  • Kanker lässt sich an plötzlich welkenden Zweigen und grauen Flecken erkennen. Die befallene Rinde reißt in der Regel auf und gibt den Blick auf rosafarbene Krebsgeschwüre frei. Auch die Zweigspitzen können absterben. Sobald eine Infektion festgestellt wird, sollten die befallenen Zweige abgeschnitten und vernichtet werden, wobei mehrere Zentimeter (5 bis 15 cm) unterhalb der befallenen Stelle geschnitten werden sollte. Das Pflanzen von Kamelien in gut durchlässigen Böden hilft in der Regel, Krebs zu verhindern. Das Besprühen mit Fungiziden kann ebenfalls hilfreich sein.
  • Blattgallen oder Ödemeist oft die Folge von Pilzbefall aufgrund übermäßig feuchter Bedingungen. Die Blätter werden größer und fleischig, mit kleinen, grünlich-weißen Gallen auf der Unterseite. Diese verfärben sich schließlich braun oder rostfarben. Entfernen Sie befallene Blätter und sprühen Sie mit Fungizid. Reduzieren Sie die Bewässerung und vermeiden Sie beim Pflanzen von Kamelien eine zu dichte Bepflanzung.
  • Wurzelfäule ist eine Pilzkrankheit, die zu Blattvergilbung, schlechtem Wachstum und Welken führt, woraufhin die Pflanze bald abstirbt. Anstelle von gesunden, weißen Wurzeln weisen befallene Pflanzen braune Wurzelsysteme auf. Wurzelfäule ist oft die Folge von Überwässerung oder schlechter Drainage. Vorbeugung ist der Schlüssel zur Vermeidung dieses Problems.
  • Das Kamelien-Gelbfleckigkeitsvirus verursacht unregelmäßige gelbe Muster oder Flecken auf den Blättern der Kamelie. Die Blätter können schließlich vollständig gelb werden. Es gibt keine Heilung für die Kamelien-Gelbfleckigkeit, daher ist Vorbeugung wichtig. Da dieses Virus durch infiziertes Pflanzenmaterial übertragen wird, sollten Kamelienpflanzen nur aus gesundem Bestand bezogen werden.

Weitere Probleme mit Kamelien

Weitere Probleme, die Kamelienpflanzen betreffen, sind Schädlinge und physiologische Störungen wie Schildläuse, braune Kamelienblätter und Knospenfall.

  • Schildläusesind die gefährlichsten Schädlinge, die Kamelienpflanzen befallen. Diese winzigen Insekten heften sich an die Unterseite der Blätter, die dadurch watteartig aussehen können. Die Pflanzen können vergilben, weniger Blüten bilden, Blätter abwerfen und sogar absterben. Bei geringem Befall kann man die Schädlinge von Hand entfernen, jedoch wird oft der Einsatz von Gartenbauöl empfohlen, um die Schildläuse und ihre Eier zu ersticken.
  • Braune Blätter oder Sonnenbrand bei Kamelien sind die Folge von zu viel direkter Sonneneinstrahlung. Verbrannte oder braune Blätter an Kamelienpflanzen erholen sich in der Regel nicht mehr. Vermeiden Sie es, die Pflanzen in direkter Sonne zu pflanzen. Wenn nötig, verpflanzen Sie sie an einen schattigeren Standort.
  • Knospenfall tritt auf, wenn die Pflanzen zu viel oder zu wenig Wasser, zu wenig Licht oder extrem kalte Temperaturen ausgesetzt sind. Sie können auch unter Nährstoffmangel oder Milbenbefall leiden. Ungeöffnete Knospen fallen in der Regel vor der Blüte von den Pflanzen ab und können braun werden.
  • Rußtau tritt häufig im Sommer und Herbst auf. Oft ist er die Folge von saugenden Insekten wie Blattläusen und Schildläusen, und die schwarz überzogenen Blätter fallen schließlich ab.

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