
Wer sich für Seltsames und Ungewöhnliches begeistert, wird den Blutenden Zahnpilz (Hydnellum peckii) lieben. Er sieht aus wie eine Figur aus einem Horrorfilm und hat darüber hinaus einige potenzielle medizinische Anwendungsmöglichkeiten. Was ist der Blutende Zahnpilz? Es handelt sich um eine Mykorrhiza mit gezackten Basalstacheln und blutähnlichen Sekreten an der Oberseite. Ein Pilz mit einem Hang zum Dramatischen, der im pazifischen Nordwesten heimisch ist. Was ist der Blutende Zahnpilz? Stellen Sie sich ein blasses Fleisch vor, das mit tiefen Poren übersät ist, aus denen eine dicke rote Flüssigkeit sickert. Drehen Sie das Ding dann um, und die Basis ist mit kleinen, aber unangenehm aussehenden Stacheln übersät. Das ist der Blutende Zahnpilz. Blutende Zahnpilze werden so genannt, weil sie ein „Zahnpilz” sind und eine dicke Substanz absondern, die wie Blut aussieht. Trotz seines Aussehens ist der Pilz nicht gefährlich und kann sogar eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen haben. Blutende Zahnpilze sind im reifen Zustand harmlos. Sie entwickeln sich zu eher unscheinbaren braunen Pilzen mit unauffälligen Eigenschaften. Vorsicht ist bei den jungen Pilzen geboten. Sie werden oft auch Teufelszahn genannt, aber ein anderer, harmloserer Name für den Pilz ist Erdbeeren und Sahne.
Weitere Informationen zum blutenden Zahnpilz
Es handelt sich um Mykorrhizen, was bedeutet, dass sie eine symbiotische Beziehung zu Gefäßpflanzen haben. In solchen Fällen erhält der Pilz Kohlendioxid vom Wirt, und der Wirt erhält im Gegenzug eine bessere Nährstoffaufnahme, da der Pilz Aminosäuren und Mineralien in verwertbare Formen umwandelt. Blutende Zahnpilze sind mit Myzelien gefüllt, die sich über den gesamten Waldboden ausbreiten. Es wird angenommen, dass es sich bei dem blutenden Aspekt um eine Art Saft handelt, der durch übermäßige Wasseraufnahme aus dem Pilz herausgedrückt wird. Ist ein blutender Zahnpilz mit seinem ungewöhnlichen und eher gruseligen Aussehen sicher? Anscheinend ist der Pilz nicht giftig, hat aber einen eher unangenehmen und bitteren Geschmack. Die Pilze kommen in bewaldeten Regionen vor, nicht nur in Nordamerika, sondern auch im Iran, in Südkorea und in Europa. Sie verstecken sich zwischen den Moosen und Nadeln, die für einen schattigen Nadelwald charakteristisch sind. In einigen Regionen verschwindet der Pilz offenbar aufgrund von übermäßigem Stickstoffgehalt im Boden, der auf Umweltverschmutzung zurückzuführen ist. Der Pilz hat eine interessante Wuchsform, da er amorph ist. Aufgrund dieser Eigenschaft kann er um andere organische Gegenstände wie heruntergefallene Äste herum wachsen und diese schließlich vollständig umhüllen.
Was tun mit dem blutenden Zahnpilz?
Dieser Pilz ist einer von vielen Pilzen, die aufgrund ihrer möglichen medizinischen Vorteile derzeit getestet und untersucht werden. Eine der Hauptverwendungen für den Pilz ist als getrocknetes Exemplar. Getrocknete Pilze werden zu einem beigen Farbstoff für Textilien und Seile verarbeitet. In Kombination mit bestimmten anderen Substanzen, wie Alaun oder Eisen, verändert sich die Farbe der Pilze zu Blau- oder Grüntönen. Im medizinischen Bereich ist bekannt, dass der Pilz Atromentin enthält, das dem weit verbreiteten und häufig verwendeten Gerinnungshemmer Heparin ähnelt. Atromentin hat möglicherweise auch antibakterielle Eigenschaften. Thelephorsäure ist eine weitere in dem Pilz enthaltene Chemikalie, die möglicherweise bei der Behandlung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden kann. Lassen Sie sich also nicht von dem unheimlichen Aussehen des jungen Pilzes abschrecken. Der Blutende Zahnpilz könnte die Antwort auf einige unserer beängstigenden medizinischen Rätsel sein.




