
Ist Backpulver für Pflanzen eine gute Idee? Als Gärtner suchen wir oft nach ungiftigen, chemiefreien Möglichkeiten, unsere Pflanzen zu pflegen. Backpulver, ein gängiges Haushaltsprodukt, ist Natriumbikarbonat, eine Verbindung, die auf der pH-Skala basisch ist. Backpulver erhöht den pH-Wert und damit den Alkaligehalt. Aufgrund dieser Eigenschaft wird Backpulver für Pflanzen häufig als Fungizid verwendet.
Viele gängige Pilze keimen am besten unter sauren Bedingungen. Da die Verwendung von Backpulver auf Pflanzen den pH-Wert erhöht und eine weniger saure Umgebung schafft, ging man davon aus, dass Pilze unter solchen Bedingungen nicht gedeihen würden. Zu viel Backpulver auf Pflanzen kann jedoch ungünstige Bedingungen schaffen, die zu anderen Problemen führen.
Ist Backpulver gut für Pflanzen?
Backpulver für den Garten ist eines der Dinge, die mir meine Großeltern beigebracht haben. Meine ganze Familie schwört auf diese Methode. Und selbst wenn es nicht hilft, sind wir zumindest alle der Meinung, dass es nicht giftig ist. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit von Backpulver als Fungizid begrenzt ist.
Die Vorteile von Backpulver im Garten hängen von der Fähigkeit ab, bestimmte Bedingungen zu kontrollieren. Es ist auch wichtig, das Produkt frühzeitig einzusetzen, wenn noch keine oder nur wenige Krankheiten vorhanden sind. Bei einem hohen Krankheitsbefall kann die zur Bekämpfung erforderliche Menge an Backpulver für die Pflanzen schädlich sein. Außerdem ist die Wirkung einer Behandlung mit Backpulver nicht von langer Dauer. Das liegt daran, dass Natriumbikarbonat das Sporenwachstum hemmt, die Sporen jedoch nicht abtötet.
Tötet Backpulver Pflanzen ab?
Viele Stoffe können in zu hohen Konzentrationen unsere Pflanzen abtöten. Da Backpulver den pH-Wert des Bodens erhöht, können viele der wichtigen Makro- und Mikronährstoffe, die Pflanzen benötigen, für sie unzugänglich werden. Backpulver im Garten kann auch zur Bodenverdichtung und Krustenbildung beitragen. Dadurch wird der Boden weniger porös, sodass Nährstoffe und Wasser nur noch schlecht durch ihn hindurchgelangen können.
Backpulver ist im Wesentlichen ein Salz. Salze, die sich im Boden ansammeln, können zum Austrocknen der Wurzeln und schließlich der Blätter und Stängel führen. Die ersten Anzeichen sind Welken und Wachstumsstörungen, und die Toxizität kann schließlich zum Absterben der Pflanze führen. Wenn Backpulverlösungen auf das Laub gesprüht werden, kann die Toxizität zu Chlorose, also einer Gelbfärbung der Blätter, führen.
Wie man Backpulver im Garten verwendet
Das Sprühen oder die Blattapplikation von Backpulver sind die gängigsten Methoden. Das Einmischen von reinem Backpulver in den Boden kann zu einem Überschuss an Salzen führen. Eine verdünnte Bodengießlösung kann bei Wurzelfäule wirksam sein, erhöht jedoch auch den Salzgehalt im Boden auf ein toxisches Niveau.
Der Zeitpunkt des Sprühens einer Backpulverlösung ist wichtig. Wenden Sie sie früh in der Saison an, um Pilzkrankheiten zu bekämpfen. Vermeiden Sie das Sprühen während der größten Hitze des Tages. Da Backpulver wasserlöslich ist, muss es nach Regen oder Bewässerung erneut aufgetragen werden, um wirksam zu sein. Verwenden Sie 1 Esslöffel (14 g) pro 4,5 l Wasser. Damit die Mischung wirksamer ist, fügen Sie etwas Gartenbauöl hinzu. Dieses wirkt als Tensid und hilft der Mischung, an den Blättern zu haften, wenn sie als Blattspray verwendet wird.
Bei Bedarf sind Sprühflaschen ab 4,99 $ bei Amazon erhältlich. Wählen Sie eine Flasche mit einem Fassungsvermögen von mindestens 3,8 Litern, damit Sie genügend Lösung herstellen können.
DIY-Pflanzenspray mit Backpulver
Als Hausmittel gegen verschiedene Pilzkrankheiten mischen Sie 2 ½ Esslöffel (37 g) Gartenbauöl mit 4 Teelöffeln (16,74 g) in 3,8 Litern Wasser. Rühren oder schütteln Sie die Mischung, um sie gut zu vermengen.
Andere wirksame Fungizide
Da Backpulver dazu neigt, sich im Boden anzusammeln, wo es Salze akkumuliert und das Laub schädigen kann, gibt es einige Alternativen, die Sie in Betracht ziehen sollten. Neemöl ist weit verbreitet und hilft bei der Bekämpfung vieler Pilzkrankheiten. Eine 30-prozentige Lösung aus Milch und Wasser hat sich ebenfalls als ungiftig und potenziell wirksam erwiesen.
Die Auswahl pilzresistenter Samen und Pflanzen ist eine einfache Möglichkeit, Pilzkrankheiten zu vermeiden. Auch der Abstand zwischen den Pflanzen, das Gießen nur dann, wenn die Blätter der Pflanzen relativ schnell trocknen können, das Vermeiden von Überwässerung und die Verwendung eines Langzeitdüngers minimieren Pilzprobleme.




