
Wussten Sie, dass die Rasenpflege im Herbst zu einem gesünderen, kräftigeren Rasen im nächsten Frühjahr führen kann? Kühle Temperaturen, vermehrte Niederschläge und weniger Unkraut machen den Spätsommer zur idealen Zeit, um einen beschädigten oder kranken Rasen wiederzubeleben.
Routinemäßige Rasenpflege: Spätsommer
Wenn Sie die grundlegende Rasenpflege verlangsamt oder eingestellt haben, weil das Gras während der heißesten Zeit des Sommers in eine Ruhephase eingetreten ist, ist es jetzt an der Zeit, diese Routinen wieder aufzunehmen:
- Mähen – Wenn der Rasen wieder grün wird und zu wachsen beginnt, entfernen Sie jede Woche etwa 1/3 der Länge der Grashalme. Regelmäßiges Mähen fördert die Bildung von Seitentrieben oder Ausläufern. Dadurch entsteht ein dichterer, üppiger Rasen, der widerstandsfähiger gegen Unkraut ist.
- Düngen – Das Ausbringen von Dünger bei Hitze kann den Rasen stark schädigen. Sobald die kühlen Herbsttemperaturen eintreten, düngen Sie den Rasen mit einem stickstoffreichen Dünger, um das Wachstum zu fördern und den Rasen auf die Winterruhe vorzubereiten.
- Unkrautbekämpfung – Der Spätsommer und Herbst sind die ideale Zeit, um breitblättrige Unkräuter wie Löwenzahn zu beseitigen. Da sich diese Unkräuter auf den Winter vorbereiten, speichern sie Energie in ihren Wurzeln. Im Herbst ausgebrachte Herbizide gelangen leichter zu den Wurzeln, wo diese Chemikalien am wirksamsten sind, um das Unkraut abzutöten.
Weitere Aufgaben zur Rasenpflege im Spätsommer und Frühherbst
In den meisten Regionen sind der Spätsommer und der Frühherbst die ideale Zeit für Rasenpflegearbeiten, die den Rasen gesünder, dichter und widerstandsfähiger machen. Erwägen Sie, in diesem Jahr folgende Rasenpflegearbeiten durchzuführen:
- Entfernen von Rasenfilz: Rasenfilz bezeichnet die Ansammlung von Pflanzenmaterial zwischen der Bodenoberfläche und den Grashalmen. Rasenfilz kann den Abfluss von Regenwasser an die Bodenoberfläche behindern. Dies führt dazu, dass das Gras eher im Rasenfilz als im Boden Wurzeln schlägt. Experten empfehlen, den Rasen alle fünf Jahre zu vertikutieren.
Es ist ratsam, die Vertikutierung mindestens einen Monat vor dem erwarteten Einsetzen der kalten Jahreszeit zu planen. So kann sich der Rasen vor der Winterruhe erholen. Die Ausbringung eines Spätsommer-Rasendüngers und die Nachsaat nach dem Vertikutieren tragen zu einer schnelleren Erholung des Rasens bei.
- Belüftung: Ein Kernbelüfter verfügt über Hohlrohre, mit denen Kernstücke oder Pfropfen aus Erde und Rasen entfernt werden können. Dies trägt dazu bei, die Bodenverdichtung zu verringern und fördert einen besseren Transport von Wasser und Nährstoffen in das Substrat. Schwere Lehmböden profitieren oft von einer jährlichen Belüftung.
Ein Kernbelüfter funktioniert am besten, wenn der Boden feucht, aber nicht durchnässt ist. Nach der Belüftung sollten Sie den Rasen im Spätsommer mit Kalkstein behandeln, da dieser zu dieser Zeit leichter in den Boden eindringen kann. Mähen Sie anschließend den Rasen oder ziehen Sie einen beschwerten Metallzaun über den Rasen, um die Kerne aufzubrechen. Bringen Sie einen stickstoffreichen Dünger aus und säen Sie bei Bedarf nach.
- Nachsäen: Aufgrund der geringeren Konkurrenz durch Unkraut können sich Grassämlinge leichter etablieren, wenn sie im Spätsommer oder Frühherbst gepflanzt werden. Dies kann eine jährliche Aufgabe sein, die dort durchgeführt wird, wo Krankheiten, Insekten oder einjährige Unkräuter Bereiche des Rasens dünn oder karg gemacht haben.
- Vor dem Nachsäen bearbeiten Sie den Bereich, indem Sie abgestorbene Pflanzenreste wegharken. Wählen Sie eine Grasart für die kühle Jahreszeit, wie z. B. Wiesenrispengras, Rotschwingel oder mehrjähriges Weidelgras, und verteilen Sie es gemäß den Anweisungen auf der Verpackung. Halten Sie die Bodenoberfläche während der Keimung feucht und geben Sie dem neuen Gras 4 bis 8 Wochen Zeit, sich zu etablieren, bevor Sie es mähen.
Hinweis: Alle Empfehlungen zum Einsatz von Chemikalien dienen nur zu Informationszwecken. Chemische Bekämpfungsmittel sollten nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da biologische Methoden sicherer und umweltfreundlicher sind.




