
Zuckermais wird im heimischen Garten selten von schweren Krankheiten befallen, insbesondere wenn die richtigen Anbaumethoden angewendet werden. Doch selbst bei sorgfältigster Pflege hält sich Mutter Natur nicht immer an die Regeln und kann zur Entstehung von Samenfäule bei Zuckermais beitragen. Was verursacht die Fäulnis von Zuckermaissamen und was kann man tun, um Samenfäule bei Mais zu vermeiden? Erfahren Sie mehr.
Was ist Maiskeimlingsfäule?
Maiskeimlingsfäule ist eine Pilzkrankheit, die durch verschiedene Pilzarten verursacht werden kann, darunter Pythium, Fusarium, Diplodia und Penicillium. Alle diese pilzlichen Krankheitserreger beeinträchtigen die Keimfähigkeit der Samen und damit die Entwicklung der Keimlinge. Die Farbe des infizierten Gewebes gibt Aufschluss darüber, welcher Erreger das Saatgut befallen hat. So deutet beispielsweise weißes bis rosa Gewebe auf Fusarium hin, eine bläuliche Färbung auf Penicillium und wasserdurchtränkte Streifen auf Pythium.
Was verursacht die Fäulnis von Zuckermaissamen?
Zu den Symptomen der Samenfäule bei Mais gehören Verrottung und Umfallkrankheit. Befallene Keimlinge vergilben, welken und verlieren ihre Blätter. Oft keimen die Samen gar nicht erst und verrotten einfach im Boden. Samenfäule bei Mais tritt vor allem in Böden mit Temperaturen unter 13 °C (55 °F) auf. Kühle, feuchte Böden verlangsamen die Keimung und verlängern die Zeit, in der die Samen den Pilzen im Boden ausgesetzt sind. Samen von geringer Qualität führen außerdem zu schwachen Sämlingen, die in kalter Erde nur schwer wachsen oder absterben. Auch wenn die Krankheit in warmer Erde weniger schnell ausbricht, begünstigt sie dennoch deren Ausbreitung. In wärmerer Erde können Sämlinge zwar keimen, jedoch mit verfaulten Wurzelsystemen und Stängeln.
Bekämpfung von Samenfäule bei Zuckermais
Um Samenfäule bei Zuckermais zu bekämpfen, sollten Sie nur hochwertiges, zertifiziertes und mit Fungiziden behandeltes Saatgut verwenden. Pflanzen Sie Zuckermais außerdem bei erhöhten Temperaturen und erst, wenn die Temperaturen konstant über 13 °C liegen. Führen Sie weitere Anbaumassnahmen durch, um das Risiko einer Erkrankung des Maises zu verringern:
- Pflanzen Sie nur Maissorten, die für Ihre Region geeignet sind.
- Halten Sie den Garten frei von Unkraut, das häufig Viren beherbergt, sowie von Insekten, die als Überträger fungieren können.
- Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig, um Trockenstress zu vermeiden und sie gesund zu halten.
- Entfernen Sie sofort befallene Maiskolben und alle Maisreste nach der Ernte, um das Auftreten von Krankheiten zu reduzieren, die durch Maisbefall und Rost verursacht werden.




