
Saftkäfer sind äußerst gefährliche Schädlinge für Obstkulturen im gewerblichen und privaten Anbau. Was sind Saftkäfer? Es handelt sich um kleine Käfer, die in vielen Kulturen vorkommen, darunter Mais und Tomaten. Die Insekten bohren sich in reife oder beschädigte Früchte ein, wo ihre Larven leben. Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie Saftkäfer bekämpfen und verhindern können, dass ihre zerstörerischen Fressgewohnheiten Ihr Obst ruinieren.
Was sind Saftkäfer?
Saftkäfer sind auch als Picknickkäfer bekannt. Es gibt mehrere Arten, von denen die größte nur 0,5 cm lang ist. Diese winzigen Insekten verstecken sich im Winter und kommen im Frühling bei steigenden Temperaturen wieder zum Vorschein. Der harte Panzer ist oval bis länglich und entweder braun oder schwarz gefleckt. Am einfachsten lassen sich Saftkäfer von anderen Käfern anhand ihrer keulenförmigen Fühler unterscheiden. Man findet die Insekten in verrottender Vegetation, unter Obstbäumen, wo überreife Früchte herunterfallen, und sogar in Kompostbehältern. Obwohl sie klein sind, können die Fressaktivitäten der Insekten in kommerziellen Betrieben, in denen perfekte Früchte ein wichtiges Gut sind, großen Schaden anrichten. Heimische Obstbauern stören sich in der Regel nicht an ein paar Löchern, aber Vorsicht ist geboten. Saftkäfer legen auch winzige Eier in die Früchte, aus denen Larven schlüpfen. Die Fraßtätigkeit der Larven ist nicht so offensichtlich, aber das Vorhandensein der Eier in den Früchten kann abschreckend wirken. Der Schaden durch Saftkäfer beeinträchtigt das Aussehen der Früchte und sie können auch in Baumwunden eindringen, was für die Pflanze ungesund ist. Die Bekämpfung von Saftkäfern kann erst mit dem Auftreten der Insekten beginnen, also erst wenn die Früchte gereift sind, aber Sie können ihre Anwesenheit durch einige einfache Pflegemaßnahmen minimieren.
Welche Pflanzen sind gefährdet?
Saftkäfer auf Pflanzen werden in der Regel gegen Ende der Vegetationsperiode entdeckt. Ihre Ernährungsgewohnheiten beschränken sich normalerweise auf verrottendes oder bereits beschädigtes Obst und Gemüse, aber gelegentlich befallen sie auch gesunde Produkte. Am häufigsten betroffen sind Tomaten, Zuckermais, Zuckermelonen, Steinobst, Äpfel und Beeren. Durch den Befall mit Saftkäfern werden die Lebensmittel für den menschlichen Verzehr ungenießbar, können aber weiterhin als Tierfutter verwendet werden.
Bekämpfung von Saftkäfern
Der erste Schritt jeder Bekämpfung ist die Vorbeugung. Sammeln Sie reife oder kranke Früchte vom Boden auf, damit der Saft und der üble Geruch keine Käfer anlocken. Ernten Sie die Lebensmittel, sobald sie reif sind. Die Bekämpfung von Saftkäfern mit Pestiziden ist in der Regel nicht wirksam, da die Schädlinge erst kurz vor der Ernte auftreten. Carbaryl und Bifenthrin verhindern nachweislich den Befall von Pflanzen mit einigen Saftkäferarten, jedoch nur bei starkem Befall. Eine weitere Methode der chemischen Bekämpfung ist das Aufstellen von Fallen oder Ködern. Wählen Sie Lebensmittel, die die Käfer besonders mögen, wie Bananen oder Melonen. Sie können auch Essig, abgestandenes Bier oder Melasse, Wasser oder eine Hefemischung verwenden. Geben Sie ein wenig Malthion oder ein anderes wirksames Pestizid auf das Lebensmittel. Wechseln Sie den Köder alle 3 bis 4 Tage und bewahren Sie ihn außerhalb der Reichweite von Haustieren und Kindern auf.




