
Die Abkürzungen auf Saatgutpackungen sind ein wesentlicher Bestandteil erfolgreicher Gartenarbeit. Diese „Buchstabensuppe” hilft Gärtnern dabei, Pflanzenarten auszuwählen, die in ihrem Garten wahrscheinlich gut gedeihen werden. Aber was genau bedeuten diese Codes auf den Samenpackungen? Und noch besser: Wie können wir diese Abkürzungen nutzen, um einen ertragreicheren Garten anzulegen?
Begriffe auf Samenpackungen verstehen
Die einheitliche Verwendung von Begriffen ist ein Ziel der meisten Branchen. Sie hilft Kunden dabei, Produkte mit den von ihnen gewünschten Eigenschaften auszuwählen. Aufgrund des begrenzten Platzes auf Saatgutpackungen und in Katalogbeschreibungen verwenden Saatgutunternehmen in der Regel ein- bis fünfstellige Saatgutabkürzungen, um wichtige Informationen über ihre Produkte zu vermitteln.
Diese Codes auf Saatgutpackungen geben Gärtnern Auskunft darüber, welche Sorten Hybriden der ersten Generation (F1) sind, ob das Saatgut biologisch (OG) ist oder ob die Sorte ein Gewinner der All-America Selection (AAS) ist. Noch wichtiger ist, dass die Codes auf den Saatgutpackungen den Gärtnern sagen können, ob diese Pflanzensorte eine natürliche Resistenz oder Toleranz gegenüber Schädlingen und Krankheiten hat oder nicht.
Codes für „Resistenz” und „Toleranz” auf Saatgutpackungen
Resistenz ist die natürliche Immunität einer Pflanze, die Angriffe von Schädlingen oder Krankheiten verhindert, während Toleranz die Fähigkeit der Pflanze ist, sich von diesen Angriffen zu erholen. Beide Eigenschaften kommen den Pflanzen zugute, indem sie ihre Überlebensfähigkeit verbessern und ihre Erträge steigern.
Viele Abkürzungen auf Saatgutverpackungen beziehen sich auf die Resistenz oder Toleranz einer Sorte gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Hier sind einige der häufigsten Begriffe zur Resistenz/Toleranz gegenüber Schädlingen und Krankheiten auf Saatgutverpackungen und in Saatgutkatalogbeschreibungen:
Pilzkrankheiten
- A – Anthracnose
- AB – Frühfäule
- AS – Stängelfäule
- BMV – Bohnenmosaikvirus
- C – Cercospora-Virus
- CMV – Gurkenmosaikvirus
- CR – Knollenfäule
- F — Fusarium-Welke
- L – Graufäule
- LB – Kraut- und Knollenfäule
- PM – Echter Mehltau
- R – Gemeiner Rost
- SM – Brand
- TMV – Tabakmosaikvirus
- ToMV – Tomatenmosaikvirus
- TSWV – Tomatenfleckenvirus
- V – Verticillium-Welke
- ZYMV – Zucchini-Gelbmosaikvirus
Bakterielle Krankheiten
- B – Bakterielle Welke
- BB – Bakterielle Fäule
- S – Schorf
Parasitäre Organismen
- DM – Falscher Mehltau
- N – Nematoden
- Nr – Salatblattlaus
- Pb – Salatwurzellause




