Wie man ein Terrarium baut – Pflege- und Wartungsanleitung

Für Menschen mit grünem Daumen ist der Wunsch, Pflanzen in Innenräumen zu züchten, unbestreitbar. Ob Sie nun in einer kleinen Wohnung ohne Garten leben oder einfach nur lebendige Pflanzen in Ihre Wohnung bringen möchten, die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Zimmerpflanzen, die in großen Kübeln gezüchtet werden, sind besonders beliebt, können aber je nach Art besondere Pflege erfordern. Eine weitere Möglichkeit, Innenräume zu begrünen, ist die Gestaltung von Terrarien. Wenn Sie lernen, wie man Terrarienpflanzen pflegt, können Sie besser entscheiden, ob diese einzigartigen Pflanzgefäße für Ihren Raum geeignet sind.

Sind Terrarien pflegeleicht?

Terrarien gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Während einige Terrarien oben offen sind, bleiben andere vollständig geschlossen. Die Pflege und Wartung von Terrarien ist relativ einfach, allerdings müssen Gärtner die Pflanzen sorgfältig auswählen.

Diese Pflanzgefäße sind ideal für Pflanzen, die unter feuchten, sogar tropischen Bedingungen gedeihen. Das Glas, das Terrarien umgibt, trägt dazu bei, eine besonders feuchte Umgebung zu schaffen. Aus diesem Grund empfehlen die meisten Pflegeanleitungen für Terrarien, Wüstenpflanzen wie Kakteen oder Sukkulenten zu vermeiden, da diese verfaulen können – es sei denn, sie werden in offenen Behältern gezüchtet.

Terrariengärtnern ist ein Handwerk, und jeder, der daran interessiert ist, kann sofort loslegen. Das Einzige, was man braucht, um einen „grünen Daumen“ zu entwickeln, sind ein paar Informationen über die verwendeten Materialien. Beim Terrariengärtnern entscheiden der Behälter, die darin enthaltenen Zutaten und die ausgewählten Pflanzen über den Erfolg.

So richten Sie ein Terrarium ein

Vor der Verwendung sollten alle Terrariengläser gründlich mit Seife und heißem Wasser gereinigt werden. Für die Einrichtung benötigen Sie eine sterile Blumenerde, die leicht ist und gut drainiert. Normale Gartenerde sollte niemals verwendet werden.

Hier sind die klassischen Schritte zum Bau eines Terrariums für jedes Gefäß:

  • Zutaten zusammenstellen
  • Pflanzen auswählen
  • Drainagematerial auf den Boden legen
  • Papier als Trennlage einlegen, damit die Erde nicht nach unten rutscht
  • Kohle auf die Drainageschicht legen
  • Entscheiden, wo die Pflanzen platziert werden sollen
  • Die Pflanzen vor dem Einsetzen gießen
  • Pflanzen, festdrücken und letzte Erde hinzufügen
  • Das endgültige Design mit Erde bedecken

Eine stabile Basis mit Drainagematerial und Holzkohle sorgt für einen Abfluss der Feuchtigkeit, und die Holzkohle hilft bei der Reinigung und bekämpft Pilzbefall.

Terrarien können in einer Vielzahl von Behältern angelegt werden, darunter umfunktionierte Vasen, Keksdosen oder Kuchenteller mit Deckel. Überlegen Sie, ob Sie möchten, dass die Pflanzen über den Rand hinauswachsen oder niedrig und kompakt bleiben, und wo der Behälter aufgestellt werden soll.

Aufstellung und Licht

Im Gegensatz zu in Behältern gezüchteten Zimmerpflanzen benötigen Terrarien weniger Sonnenlicht. Aufgrund ihrer Beschaffenheit sollten Terrarien niemals direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da dies schnell zu hohen Temperaturen führt, die die Pflanzen abtöten können. Sie sollten auch von Heizelementen ferngehalten werden.

Züchter sollten mit der Platzierung in der Nähe von Fenstern experimentieren, um den idealen Standort für neue Bepflanzungen zu finden.

Bewässerung und Feuchtigkeitskontrolle

Die Pflege von Terrarien hängt davon ab, ob der Behälter offen oder geschlossen ist.

Offene Behälter müssen häufiger bewässert werden. Da sie keine Drainagelöcher haben, muss die Feuchtigkeit sehr vorsichtig hinzugefügt werden. Es darf sich niemals Wasser am Boden des Behälters oder auf der Oberfläche der Erde ansammeln.

Geschlossene Terrarien müssen viel seltener bewässert werden, da ein gesundes System oft in der Lage ist, sein eigenes Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Halten Sie die Kondensation im Terrarium konstant, indem Sie überschüssige Feuchtigkeit abwischen oder eine Stunde lang etwas Luft hereinlassen, wenn sich Nebel bildet.

Pflege

Die Sauberkeit ist entscheidend. Hohe Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen kann zu Bakterienwachstum und Pilzbefall führen.

Halten Sie das Terrarium sauber, indem Sie Abfälle, abgestorbene Blätter, schimmliges Moos oder abgestorbene Pflanzen entfernen. Gelegentlich müssen Pflanzen zurückgeschnitten oder entfernt werden, wenn sie zu groß werden. Überwucherte Pflanzen können in einen größeren Behälter umgepflanzt oder durch neue Setzlinge ersetzt werden.

Scheuen Sie sich nicht, ein Blatt oder eine Pflanze zu beschneiden, die zu groß für ihren Platz wird.

Pflanzenauswahl für Terrarien

Terrarien eignen sich am besten für tropische Pflanzen, die Feuchtigkeit und gleichmäßige Nässe mögen. Zu den robusten tropischen Pflanzen, die unter feuchten Bedingungen gut gedeihen, gehören:

  • Ficus pumila (Kletterfeige)
  • Neanthe bella-Palme
  • Syngonium podophyllum (Pfeilblattpflanze)
  • Peperomia- oder Pilea-Arten

Für Anfänger kann eine Luftpflanze in einer Glaskugel mit Sand oder Kies als Untergrund eine der einfachsten Optionen sein. Ein paar kräftige Spritzer Wasser aus einem Plastikzerstäuber einmal pro Woche reichen in der Regel aus.

Mit dem richtigen Behälter, der richtigen Einrichtung und einer sorgfältigen Feuchtigkeitskontrolle können Terrarien eine langlebige und pflegeleichte Möglichkeit bieten, üppiges Grün in Innenräume zu bringen.

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