
Haben Sie einen Feigenbaum in Ihrem Garten? Vielleicht sind Ihnen seltsam geformte gelbe Flecken aufgefallen, die einen starken Kontrast zu den ansonsten normalen grünen Blättern bilden. Wenn ja, ist der Übeltäter höchstwahrscheinlich das Feigenmosaikvirus, auch bekannt als Feigenbaum-Mosaik.
Was ist Feigenmosaik?
Wenn Sie vermuten, dass das Virus das Problem Ihres Feigenbaums ist, ist es hilfreich, genau zu wissen, was Feigenmosaik ist. Feigenbaum-Mosaik wird durch mehrere unbestimmte Viren verursacht. Kürzlich wurde ein Virus, das Closteovirus oder Feigenblattfleckenkrankheit, mit Feigenbaum-Mosaik in Verbindung gebracht, ebenso wie mit fast allen erkrankten Feigenbäumen. Das Feigenbaumvirus wird mit ziemlicher Sicherheit über die Eriophyidenmilbe (Aceria fici) und zusätzlich über vegetative Stecklinge und Veredelungen in die Pflanze eingeschleppt. Das Feigenbaum-Mosaikvirus macht keinen Unterschied und befällt sowohl Blätter als auch Früchte gleichermaßen. Auf den Blättern sind, wie bereits erwähnt, die gelben Mosaikflecken deutlich sichtbar und neigen dazu, in das ansonsten gesunde Grün des Blattes zu bluten. Diese Läsionen können gleichmäßig über die Blattoberfläche verteilt sein oder zufällig über die Blattspreite verstreut sein. Schließlich erscheint entlang des Randes der Mosaikläsion ein rostfarbenes Band, das eine direkte Folge des Absterbens von epidermalen oder subepidermalen Zellen ist. Die Mosaikläsionen auf den Früchten sehen ähnlich aus, sind jedoch nicht ganz so ausgeprägt. Bei den meisten Kultivaren führt das Feigenbaumvirus zu vorzeitigem Fruchtfall oder minimaler Fruchtproduktion. Black Mission-Feigenbäume sind stärker betroffen als ihre Verwandten Kadota und Calimyrna. Ficus palmata oder Bäume, die aus Sämlingen mit F. palmata als männlichem Elternteil hervorgegangen sind, sind immun gegen die Feigenbaum-Mosaikkrankheit.
Behandlung der Feigenbaum-Mosaikkrankheit
Wie behandeln wir also die Feigenmosaikkrankheit? Es gibt gute und schlechte Nachrichten, also lassen Sie uns die schlechten Nachrichten zuerst aus dem Weg räumen. Wenn Ihr Feigenbaum Anzeichen der Feigenbaum-Mosaikkrankheit aufweist, gibt es keine chemischen Bekämpfungsmittel, die sich bei der Behandlung oder Ausrottung dieser Krankheit als wirksam erwiesen haben. Die Bekämpfung der Feigenmilben ist daher möglicherweise Ihre einzige Hoffnung zur Behandlung der Feigenmosaikkrankheit. Verschiedene Gartenbauöle (Pflanzenöl, Zitrusöl usw.) können verwendet werden, um den Befall durch Milben zu bekämpfen und so die Krankheit zu stoppen oder zumindest ihr Fortschreiten zu verlangsamen. Idealerweise sollten Sie vor dem Pflanzen eines Feigenbaums Bäume auswählen, die keine Anzeichen der Feigenbaum-Mosaikkrankheit aufweisen. Selbstverständlich sollten Sie keine Feigenbäume verpflanzen oder Stecklinge von Feigenbäumen nehmen, bei denen Sie den Verdacht haben, dass sie mit der Mosaikkrankheit infiziert sind.




