Nie neu, aber nie langweilig

Nie neu, aber nie langweilig – ein Upcycling-Lebensstil

Nachhaltigkeit ist mittlerweile sehr trendy und Menschen aus allen Gesellschaftsschichten begeistern sich für dieses Konzept.

Mit kleinen Veränderungen wie Recycling und Kompostieren ist es recht einfach, sich an diesen Trend heranzutasten. Andere wiederum sind Hardcore-Anhänger und leben ihren nachhaltigen Lebensstil mit voller Kraft.

Ich würde sagen, wir liegen irgendwo dazwischen. Aber eine Sache, die wir selten tun, ist, neue Dinge zu kaufen. Dieser Ansatz für ein nachhaltiges Leben ist sinnvoll, hat uns aber auch alles, was wir brauchen, durch die Wiederverwendung alter Gegenstände beschert.

Ich bin von Natur aus und aus Notwendigkeit sehr sparsam. Wir kaufen in der Regel nicht viel mehr als das Nötigste, es sei denn, Sie beziehen sich auf meine Pflanzenbesessenheit. Doch selbst dabei handelte es sich bei vielen meiner Anschaffungen um Stecklinge, Teilungen oder Geschenke von anderen Gärtnern.

Wir leben aus mehreren Gründen nachhaltig. Einer davon ist unser Motto, ein anderer ist unsere abgeschiedene Lage. Ich kann nicht jeden Tag zum Einkaufen fahren, was meine Ausgaben in Grenzen hält und mir hilft, unnötige Ausgaben zu vermeiden. Außerdem vermeide ich so Kraftstoffverschwendung und trage nicht zur Entstehung von Treibhausgasen bei.

Wir haben den Vorteil, dass wir ehrenamtlich in einem lokalen Secondhand-Laden arbeiten, der unsere Gemeinde unterstützt. Wenn neue Artikel eintreffen, können wir sie als Erste sehen und entscheiden, ob wir sie kaufen möchten.

Ich habe nur wenige neue Möbel in meiner Wohnung. Ich liebe es, Holz zu restaurieren und habe alte Bücherregale, meinen Rollschreibtisch, Beistelltische und vieles mehr so aufgearbeitet, dass sie wie neu und modern aussehen. Wir haben zwar neue Betten für uns und das Gästezimmer gekauft, aber wenn ich mich so umschaue, stammt eigentlich alles von anderen Leuten. Sogar meine Kunstwerke stammen aus Secondhandläden und anderen Gebrauchtwarenläden.

Alle meine Nippesfiguren habe ich geschenkt bekommen. Mein Kochgeschirr ist gebraucht, mein Geschirr gehörte meiner Mutter und sogar meine Vorhänge wurden selbst genäht oder gebraucht gekauft.

Meine Pflanzgefäße sind alt oder ich habe sie aufgearbeitet, um sie als Pflanzenbeete wiederzuverwenden. Upcycling fällt mir sehr leicht, da ich handwerklich begabt bin und Spaß an kreativen Projekten habe.

Nachhaltiges Leben

Unsere Kleidung wird gelegentlich neu gekauft. Das gilt für Socken, Unterwäsche und Ähnliches. Ich habe ein paar Schuhe, die neu waren, aber viele sind gebraucht.

Ich stricke unsere Hausschuhe, Mützen, Handschuhe und Pullover sowie Überwurfdecken. Wir sind keine extravaganten Menschen und leben auf dem Land, daher spielt es keine Rolle, wie wir aussehen. Unsere Kleidung wird in den meisten Fällen getragen, bis sie fast abgetragen ist, und ist in erster Linie praktische Kleidung.

Wir haben jeweils ein „schönes” Outfit für Familienfeiern oder andere besondere Anlässe.

Ich gebe zu, dass ich viele Küchengeräte habe. Ich war Koch und liebe es zu kochen, daher „brauche“ ich einen großen Standmixer, einen Waffeleisen und eine Heißluftfritteuse. Aber selbst viele meiner Geräte sind gebraucht. Meine Kaffeemaschine ging kaputt und ich brauchte eine neue. Ich habe eine im Secondhand-Laden gefunden. Mein Nachbar hatte aus irgendeinem Grund eine Mikrowelle übrig und hat sie mir geschenkt. Ich wollte einen Reiskocher und habe einen kostenlosen gefunden.

Vieles, was wir täglich benutzen, kann gebraucht, kostenlos oder im Tausch erworben werden. Apropos Tauschhandel: Ich habe mir Dinge durch Gartenarbeit, den Tausch von Pflanzen und sogar durch das Kochen für kleine Veranstaltungen beschafft.

Ich finde diesen Lebensstil budgetfreundlich und habe zusätzlich das Gefühl, einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsbewegung zu leisten.

Wenn man es genau nimmt, wer braucht all diese Dinge wirklich? In den Vereinigten Staaten und anderen Ländern gibt es so viel Verschwendung. Die Mülldeponien sind voll mit Dingen, die noch brauchbar sind. Die Menschen werfen jeden Tag vollkommen intakte Dinge weg. Es ist fast schon kriminell, wie viel Abfall wir aufgrund unserer Konsumgesellschaft produzieren. Ich nehme jederzeit meine kostenlosen, aber alten Sachen.

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