Was ist eine ADU und sollten Sie eine in Ihrem Garten aufstellen?

Jeder Mensch braucht einen Ort, den er sein Zuhause nennen kann. Da die Immobilienpreise im ganzen Land steigen, werden neue und unterschiedliche Ansätze getestet, um Menschen in Not eine Unterkunft zu bieten. Ein neuartiger Ansatz, über den derzeit viel gesprochen wird, ist die Entwicklung von Nebenwohnungen oder ADUs (Accessory Dwelling Units). Dabei handelt es sich um Zweitwohnungen, die auf demselben Grundstück wie ein Einfamilienhaus errichtet werden. Städte ändern ihre Vorschriften, um den Bau von ADUs zu fördern. Daher ist es wichtig zu verstehen, was ADUs sind und welche Vorteile sie bieten.

Was ist eine Einliegerwohnung?

Traditionelle Wohnviertel in diesem Land bestehen in der Regel aus Einfamilienhäusern mit einem Vorgarten und einem Hinterhof, oft mit einer Garage. Einige sind einstöckig, andere zweistöckig. Da jedoch der städtische Raum immer knapper wird und die Grundstückspreise in die Höhe schnellen, steigen die Kosten für den Bau ähnlicher Häuser problematisch an. Die Städte begrüßen neue Ideen, die das Wohnungsangebot erhöhen, aber die Kosten niedrig halten.

Eine dieser neuen Ideen, die einige Beachtung findet, ist die Zusatzwohnungseinheit oder ADU (Accessory Dwelling Unit). Einige Gemeinden – darunter Großstädte wie San Francisco und Houston – haben sogar die lokalen Vorschriften geändert, um Zusatzwohnungseinheiten in traditionellen Wohngebieten zu ermöglichen. ADUs sind Wohneinheiten, die auf demselben Grundstück wie ein bestehendes Einfamilienhaus errichtet werden, entweder in das Haus integriert oder im Hinterhof gebaut.

Vorteile von ADUs

Obwohl „ADU” die derzeitige Bezeichnung für diese Art von Wohneinheiten ist, gab es sie im Laufe der Jahre unter verschiedenen Namen, darunter Einliegerwohnungen, Schwiegermutterwohnungen, Kutscherhäuser oder Zweitwohnungen. Die Idee besteht darin, separate Wohnräume mit Privatsphäre innerhalb der Struktur eines bestehenden Hauses oder zumindest auf demselben Grundstück bereitzustellen.

ADUs bieten eine „sanfte” Möglichkeit, das Angebot an erschwinglichem Wohnraum in einer Region zu erweitern, indem der bestehende Wohnungsbestand genutzt wird. Um als ADU zu gelten, muss die Wohnstruktur in der Regel ein Schlafzimmer, ein Bad und eine Küche enthalten. Sie können jedoch als Teil eines bestehenden Hauses, als Anbau an ein bestehendes Haus oder als freistehendes Gebäude im Hinterhof errichtet werden.

Zusatzwohnung im Hinterhof

Obwohl ADUs innerhalb eines bestehenden Hauses oder an dieses angebaut werden können, wie beispielsweise eine renovierte Garage oder eine Veranda, sind auch Zusatzwohnungen im Hinterhof sehr beliebt. Dabei handelt es sich um eigenständige ADUs, die mit dem bestehenden Haus nichts gemeinsam haben außer dem Grundstück, auf dem sie gebaut sind. Oft haben sie die Form von „Tiny Houses”, die am hinteren Ende des Hinterhofs errichtet werden.

Warum sollten Sie eine ADU in Ihrem Garten bauen wollen? Dafür gibt es so viele Gründe wie es Hausbesitzer gibt. Manche Menschen interessieren sich für ADU-Ideen für den Garten, weil sie eine Mehrgenerationen-Familie haben, die Wohnraum benötigt, wie beispielsweise erwachsene Kinder oder ältere Großeltern, die in der Nähe anderer Familienmitglieder leben möchten. Eine ADU im Hinterhof gibt diesen Familienmitgliedern Unabhängigkeit und kostet dabei viel weniger als kommerziell verfügbare Mietwohnungen.

Rentner, die gerne reisen, aber einen Bezug zur Gemeinde behalten möchten, könnten ihre Hauptwohnung vermieten und die ADU im Hinterhof als Zweitwohnsitz nutzen. Senioren könnten alternativ die neue ADU-Struktur vermieten und so eine Einnahmequelle schaffen oder eine Pflegekraft unterbringen. Geschiedene Paare, die gemeinsam Kinder großziehen, könnten so getrennt leben und dennoch zusammenbleiben.

Vorteile von ADUs für Gemeinden

Ein Hauptvorteil einer ADU besteht darin, dass sie die Wohnkosten erschwinglicher macht. Gemeinden betrachten ADUs jedoch auch als akzeptable Möglichkeit, die Bevölkerungsdichte in Wohngebieten zu erhöhen. Während viele neue, dichte Bebauungen in traditionellen Wohngebieten ablehnen, verändern ADUs das Erscheinungsbild der Nachbarschaft nicht grundlegend.

Tatsächlich kann ihre Nutzung die Geschäftsbedingungen für lokale Einrichtungen verbessern, die traditionelle Wohngebiete versorgen. Sie erhöhen auf subtile Weise die Bevölkerungsdichte und damit auch den Kundenstamm in der Nähe eines Geschäftsbezirks der Gemeinde.

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