
Für Gärtner, die wissen möchten, woher ihre Lebensmittel stammen, ist der Anbau und die Ernte von Weizen von Hand eine umweltfreundliche Lösung. Weizen kann in einer Vielzahl von Produkten verwendet werden, darunter Brot, Brötchen, Kekse und Gebäck. Aber können Sie genug Weizen ernten, um Ihre eigenen Backwaren herzustellen?
Weizenernte zu Hause
Die Ernte von Weizen aus Ihrem heimischen Garten kann wie eine gewaltige Aufgabe erscheinen. Schließlich verwenden Landwirte große Maschinen, sogenannte Mähdrescher, um diese Ernte von den Feldern einzubringen. Aber seit 10.000 Jahren ernten Menschen Weizen mit einer Sichel, um die Pflanzen zu schneiden, und einem Dreschflegel, um das Getreide zu dreschen.
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie keinen Zugang zu diesen alten Werkzeugen haben. Zum Schneiden von Weizen können Sie eine scharfe Schere, ein großes Küchenmesser oder eine Heckenschere verwenden. Sie können einen selbstgebauten Dreschflegel herstellen oder einfach Weizenbündel gegen die Innenseite eines sauberen Mülleimers schlagen, um die Samen freizusetzen.
Bestimmung des Weizenerntezeitpunkts
Der Zeitpunkt der Weizenernte hängt zum Teil davon ab, welche Sorte Sie anbauen:
- Winterweizen wird im Herbst ausgesät und ruht während der Überwinterung auf dem Feld. Im Frühling wächst er schnell und ist im Juli erntereif.
- Frühjahrsweizen wird im April oder Mai ausgesät und wächst im Frühling und Frühsommer. Er wird im August oder September geerntet.
Abgesehen davon hängt die Bestimmung des idealen Zeitpunkts für die Weizenernte davon ab, dass man diese vier Stadien der Samenentwicklung erkennt:
- Milchstadium: Die Körner bilden sich und enthalten eine milchartige Flüssigkeit. Sie sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.
- Weichkornstadium: Die Körner lassen sich noch immer zerdrücken, geben jedoch keine milchige Flüssigkeit mehr ab.
- Hartkornstadium: Die Körner sind fest und lassen sich nur mit dem Fingernagel eindrücken.
- Kieselstadium: Die Körner sind hart und spröde.
Die meisten kommerziellen Anbauer ernten Weizen im Feuerstein-Stadium, aber als Hobbygärtner haben Sie eine andere Möglichkeit. Wenn Sie Weizen im harten Teigstadium ernten und trocknen, wird die Kleie beim Mahlen viel feiner. Dadurch entsteht ein besser verdauliches und hochwertigeres Vollkornbrot.
Wie man Weizen erntet
Kleine Mengen Weizen können geerntet werden, indem man die Ähren abschneidet. Diese können im Haus oder in der Garage zum Trocknen ausgelegt werden. Bei größeren Ernten können Hobbygärtner eine Sichel oder ein anderes Schneidewerkzeug verwenden, um die Weizenpflanze knapp über dem Boden abzuschneiden.
Die Halme werden mit den Ähren in die gleiche Richtung gebündelt und dann mit einer Schnur oder einem flexiblen Weizenhalm zusammengebunden. Um den Weizen zu trocknen, lehnen Sie die Bündel mit den Ähren nach oben auf dem Feld aneinander.
Es ist ratsam, Weizen bei trockenem Wetter von Hand zu ernten, da Regen die Ernte beschädigen kann. Warmes, trockenes Wetter lässt den Weizen auch schneller trocknen, wodurch Mäuse und Vögel weniger Gelegenheit haben, sich an Ihrer Ernte zu bedienen.
Sobald der Weizen das Flint-Stadium erreicht hat, ist er ausreichend getrocknet, um gedroschen zu werden. Wenn Sie keinen Dreschflegel haben, schlagen Sie die Weizenbündel einfach an der Innenseite eines Mülleimers aus, um die Samen freizugeben.
Um die Spreu von den Samen zu trennen, schütten Sie das Getreide vor einem Ventilator von einem Eimer in einen anderen. Der Weizen ist nun bereit, mit einer Getreidemühle, einem Mixer, einer Küchenmaschine oder einer Kaffeemühle zu Mehl verarbeitet zu werden.




