
Die Verwendung von Kokosfasern als Mulch ist eine umweltfreundliche Alternative zu nicht erneuerbaren Mulcharten wie Torfmoos. Dieser wichtige Punkt kratzt jedoch nur an der Oberfläche, wenn es um die Vorteile von Kokosfasermulch geht. Lassen Sie uns die Gründe kennenlernen, warum die Verwendung von Kokosfasern als Mulch für viele Gärtner eine großartige Idee ist.
Was ist Kokosfaser?
Kokosfaser, auch Kokos, ist ein natürliches Abfallprodukt, das bei der Verarbeitung von Kokosnüssen anfällt und aus der äußeren Schale der Kokosnuss stammt. Die Fasern werden vor dem Versand getrennt, gereinigt, sortiert und klassifiziert. Kokosfasermulch wird unter anderem für Bürsten, Seile, Polsterfüllungen und Fußmatten verwendet. In den letzten Jahren wird Kokosfaser von Gärtnern häufig als Mulch, Bodenverbesserungsmittel und Bestandteil von Blumenerde verwendet.
Vorteile von Kokosfasermulch
- Erneuerbarkeit – Kokosfasermulch ist ein nachwachsender Rohstoff, im Gegensatz zu Torfmoos, das aus nicht erneuerbaren, schwindenden Torfmooren stammt. Darüber hinaus ist der Torfabbau nicht umweltfreundlich, während die Gewinnung von Kokosfasern keine Gefahr für die Umwelt darstellt. Der Nachteil ist, dass Kokosfasermulch zwar eine nachhaltige Industrie ist, jedoch Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs für den Transport des Mulchs von seinen Herkunftsorten in Ländern wie Sri Lanka, Indien, Mexiko und den Philippinen bestehen.
- Wasserrückhalt – Kokosfasermulch speichert 30 Prozent mehr Wasser als Torf. Er nimmt Wasser leicht auf und leitet es gut ab. Dies ist ein wichtiger Vorteil in von Dürre geplagten Gebieten, da die Verwendung von Mulch den Wasserverbrauch im Garten um bis zu 50 Prozent senken kann.
- Kompost – Kokosfasern sind reich an Kohlenstoff und eine nützliche Ergänzung für den Komposthaufen, da sie helfen, stickstoffreiche Materialien wie Grasschnitt und Küchenabfälle auszugleichen. Fügen Sie dem Komposthaufen Kokosfasern im Verhältnis von zwei Teilen Kokosfasern zu einem Teil grünem Material hinzu oder verwenden Sie gleiche Teile Kokosfasern und braunem Material.
- Bodenverbesserung – Kokosfasern sind ein vielseitiger Stoff, der zur Verbesserung schwieriger Böden eingesetzt wird. Kokosfasermulch hilft beispielsweise sandigen Böden, Nährstoffe und Feuchtigkeit zu speichern. Als Bodenverbesserer für lehmige Böden verbessern Kokosfasern die Bodenqualität, verhindern Verdichtung und ermöglichen eine freiere Bewegung von Feuchtigkeit und Nährstoffen.
- Boden-pH-Wert – Kokosfasern haben einen nahezu neutralen pH-Wert von 5,5 bis 6,8, im Gegensatz zu Torf, der mit einem pH-Wert von 3,5 bis 4,5 stark sauer ist. Dies ist ein idealer pH-Wert für die meisten Pflanzen, mit Ausnahme von säureliebenden Pflanzen wie Rhododendren, Blaubeeren und Azaleen.
Verwendung von Kokosfasern als Mulch
Kokosfasermulch ist in Form von fest gepressten Ziegeln oder Ballen erhältlich. Obwohl Kokosfasermulch leicht anzuwenden ist, müssen die Ziegel zunächst mindestens 15 Minuten lang in Wasser eingeweicht werden, um sie aufzuweichen. Verwenden Sie zum Einweichen der Kokosfasern einen großen Behälter, da sich ihr Volumen um das Fünf- bis Siebenfache vergrößert. Ein großer Eimer ist für einen Ziegel ausreichend, aber zum Einweichen eines Ballens benötigen Sie einen Behälter wie eine große Mülltonne, eine Schubkarre oder ein kleines Plastikplanschbecken. Sobald die Kokosfasern eingeweicht sind, unterscheidet sich die Anwendung von Kokosfasermulch nicht von der Verwendung von Torf- oder Rindenmulch. Eine Schicht von 5 bis 7,6 cm Dicke ist ausreichend, obwohl Sie möglicherweise mehr verwenden möchten, um Unkraut in Schach zu halten. Wenn Unkraut ein ernstes Problem darstellt, sollten Sie unter dem Mulch ein Vlies oder eine andere Barriere verwenden.




