
Haben Sie schon einmal Knoblauch oder Zwiebeln angebaut und waren Sie besorgt, als Sie sahen, dass die Pflanzen verkümmert waren und knorrige, gelb gestreifte Blätter hatten? Bei genauerer Betrachtung konnten Sie jedoch keine Insekten entdecken. Nun, es ist gut möglich, dass sie da sind, aber einfach zu klein, um sie ohne Mikroskop zu sehen. Wahrscheinlich handelt es sich um Schäden durch Weizenrollmilben. Was sind Weizenrollmilben und wie kann man sie bekämpfen? Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.
Was sind Weizenrollmilben?
Weizenrollmilben (Aceria tulipae) sind winzige, fast mikroskopisch kleine pflanzenfressende Milben. Sie haben zwei Beinpaare in der Nähe des Kopfes, der auf einem zigarrenförmigen Körper sitzt. Ihre Lieblingsnahrung ist, wie der Name schon sagt, Weizen, aber sie befallen auch Zwiebel- und Knoblauchfelder. Weizenrollmilben auf Pflanzen werden im Frühjahr aktiv und ihre Populationen explodieren förmlich, wenn die Temperaturen steigen; 23 bis 29 °C sind die optimalen Temperaturen für ihre Fortpflanzung. Sie legen ihre Eier in Reihen entlang der Blattadern ab, und wenn die Bedingungen optimal sind, kann eine ganze Generation in zehn Tagen heranwachsen.
Schäden durch Weizenrollmilben
Weizenrollmilben verursachen nicht nur verdrehte, gelb gestreifte Blätter, sondern ihre Fraßtätigkeit führt auch dazu, dass gelagerte Zwiebel- und Knoblauchpflanzen austrocknen. Ebenso schädlich ist, dass Weizenrollmilben als Überträger des Weizenstreifenmosaikvirus fungieren, einer der zerstörerischsten Krankheiten für Weizenpflanzen. Sie sind auch Überträger des High Plains Virus, das sowohl Mais als auch Weizen in der Region der Great Plains befällt, und des Triticum Mosaic Virus, das häufig in Verbindung mit dem Weizenstreifenmosaikvirus auftritt und eine Ernte vernichten kann. Aufgrund der schweren Schäden und Kapitalverluste ist die Bekämpfung von Weizenrollmilben von größter Bedeutung. Leider gibt es derzeit nur sehr wenige Möglichkeiten zur Bekämpfung von Weizenrollmilben.




