
Scheint etwas mit Ihrer Erbsenernte nicht in Ordnung zu sein? Vielleicht haben Sie Insekten bemerkt, die sich von den Blüten ernähren, oder winzige Eier auf den Erbsenschoten entdeckt. Wenn ja, sind die Übeltäter höchstwahrscheinlich Erbsenkäfer. Der Schaden durch Erbsenkäfer ist eine große Bedrohung für die Erbsenproduktion, insbesondere für Garten- und Konservenerbsen. Was sind Erbsenkäfer überhaupt? Lesen Sie weiter, um es herauszufinden.
Was sind Erbsenkäfer?
Erbsenkäfer sind kleine, schwarze bis bräunliche Insekten mit einem weißen Zickzackmuster auf dem Rücken. Bruchus pisorum überwintert in Pflanzenresten im Boden und legt dann seine Eier auf den Erbsenschoten ab. Die Larven der Erbsenkäfer schlüpfen, bohren sich in die Schoten und ernähren sich von den sich entwickelnden Erbsen, während die ausgewachsenen Käfer die Blüten fressen. Die dadurch verursachten Schäden machen die Erbsen für den kommerziellen Verkauf unbrauchbar und für Hobbygärtner unappetitlich. Der Befall mit Erbsenkäfern beeinträchtigt nicht nur das Keimvermögen der sich entwickelnden Erbsen, sondern verursacht im kommerziellen Bereich auch hohe Kosten für das Aussortieren und Entsorgen befallener Erbsenschoten.
Bekämpfung von Erbsenkäfern
Die Bekämpfung des Erbsenkäfers ist für die kommerzielle Erbsenproduktion von größter Bedeutung und kann auch für Hobbygärtner von großer Bedeutung sein. Die Bekämpfung von Erbsenkäfern in Erbsenfeldern kann mit einer Staubmischung erreicht werden, die ¾ Prozent Rotenon enthält. Ein bis drei Staubungen können erforderlich sein, um den Befall mit Erbsenkäfern genau im richtigen Lebenszyklus der Erbsen in den Griff zu bekommen. Die erste Staubung sollte erfolgen, wenn die Erbsen zu blühen beginnen, aber bevor sich die Hülsen gebildet haben. Weitere Anwendungen sollten je nach der Wanderung der Käfer erfolgen, die das Feld nach der ersten Rotenon-Anwendung befallen könnten. Das gleiche Bestäubungsverfahren funktioniert auch im Hausgarten mit einem Handbestäuber und sollte während der gesamten Vegetationsperiode in wöchentlichen Abständen wiederholt werden. Für den Hobbygärtner besteht die erste Maßnahme zur Bekämpfung des Erbsenkäferbefalls jedoch darin, alle Abfälle im Garten zu beseitigen, in denen die Schädlinge überwintern könnten. Verbrauchte Reben sollten unmittelbar nach der Ernte entfernt und vernichtet werden. Das Entfernen der Reben vor dem Trocknen der Erbsen ist die sinnvollste Vorgehensweise, obwohl das Aufschichten und Verbrennen ebenso gut funktioniert. Alle im Garten verbliebenen Reben sollten 15 bis 20 cm tief unter die Erde gepflügt werden. Diese Vorgehensweise verhindert, dass abgelegte Eier schlüpfen oder sich entwickeln und die Erbsenernte im folgenden Jahr befallen.




