
Auch als Gründüngung bekannt, werden Deckfrüchte seit jeher in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt. Von den größten Farmen bis hin zu Gemüsegärten im Hinterhof können Deckfrüchte zur Bodenverbesserung, Erosionsverhinderung, Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit und für viele andere Zwecke eingesetzt werden. Hier ein kurzer Überblick über die Geschichte dieser intelligenten Anbaumethode.
Was sind Deckfrüchte?
Der Begriff bezieht sich auf alles, was auf einem Bauernhof oder in einem Garten angebaut wird und keine Marktfrucht ist. Mit anderen Worten: Es wird nicht zum Verkauf, zur Erzielung von Gewinn oder zur Verwendung durch den Gärtner angebaut. Es dient einem sekundären Zweck. Deckfrüchte werden in der Regel im Winter angebaut, wenn die Felder nicht mehr bewirtschaftet werden, und dann im Frühjahr in den Boden eingearbeitet.
Geschichte der Deckfrüchte
Die Landwirtschaft ist eine alte Praxis, die vor mehr als 10.000 Jahren begann. Und wahrscheinlich dauerte es nicht lange, bis die frühen Bauern die Vorteile von Deckfrüchten erkannten. Es gibt Hinweise auf diese Praxis aus dem alten China und Indien. In westlichen Schriften finden wir Hinweise darauf, dass die alten Römer Deckfrüchte verwendeten, aber wahrscheinlich wurde diese Praxis schon früher angewendet. In den USA wurden Deckfrüchte von einigen unserer Gründerväter verwendet, darunter George Washington.
Die Monokultur auf Tabakfarmen im Süden laugte den Boden aus Nährstoffen aus, und gegen Ende des 18. Jahrhunderts gewann der Einsatz von Deckfrüchten an Popularität und wurde wirklich unverzichtbar. Der Einsatz von Deckfrüchten war im Laufe der Zeit aus mehreren Gründen wichtig für die Landwirtschaft. Diese alte Gartenbau- und Anbaumethode hat viele Vorteile für den landwirtschaftlichen Betrieb:
- Deckfrüchte verlangsamen oder verhindern die Bodenerosion.
- Sie unterdrücken invasive Unkräuter.
- Mit den richtigen Deckfrüchten wird der Boden mit Stickstoff angereichert.
- Deckfrüchte verbessern die Artenvielfalt eines Gebiets.
- Deckfrüchte verbessern die Bodenstruktur und die Wasserfilterung.
- Dies ist eine biologische Methode zur Schädlingsbekämpfung.
Traditionelle Deckfrüchte
Deckfrüchte waren bis Mitte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet, sogar in der großflächigen Landwirtschaft. Dann wurden sie zugunsten von Pestiziden, Herbiziden und Düngemitteln immer weniger verwendet. Aber jetzt gibt es ein erneutes Interesse an Deckfrüchten und daran, weniger dieser industriellen Chemikalien zu verwenden. Auch Gärtner können sich daran beteiligen. Hier sind einige Pflanzen, die traditionell als Deckfrüchte verwendet werden, um Ihnen Anregungen zu geben:
- Zottige Wicke
- Weiß- oder Rotklee
- Winter- oder einjähriges Roggen
- Ackerbohnen
- Sojabohnen
- Luzerne
- Buchweizen
Hülsenfrüchte sind seit jeher besonders beliebt als Deckfrüchte, da sie Stickstoff binden und dem Boden zuführen, wo Nutzpflanzen davon profitieren können.




