Keimung von Holundersamen – Tipps zum Anbau von Holundersamen

Wenn Sie Holunderbeeren für den kommerziellen oder privaten Anbau kultivieren, ist die Anzucht von Holunderbeeren aus Samen möglicherweise nicht die effizienteste Methode. Allerdings ist sie sehr kostengünstig und durchaus möglich, solange Sie Geduld mitbringen. Die Vermehrung von Holunderbeeren aus Samen ist etwas komplexer als bei anderen Pflanzen. Informieren Sie sich unbedingt über die Vorgehensweise bei der Anzucht von Holunderbeeren aus Samen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Lesen Sie weiter, um alle Informationen zu erhalten, die Sie für die Vermehrung von Holundersamen benötigen.

Anbau von Sträuchern aus Holundersamen

Holundersträucher (Sambucus spp.) sind hübsch und praktisch und schmücken Ihren Garten mit auffälligen Blüten, aus denen später dunkelviolette Beeren werden. Die Sträucher können aus Stecklingen vermehrt werden, aus denen Pflanzen entstehen, die biologisch identisch mit den Elternpflanzen sind.

Es ist auch möglich, neue Pflanzen zu erhalten, indem man Holunder aus Samen zieht. Für diejenigen, die bereits Holunderpflanzen haben, ist es einfach und kostenlos, Samen zu erhalten, da diese in jeder Beere zu finden sind. Allerdings sehen Pflanzen, die aus Holundersamen gezogen werden, möglicherweise nicht wie die Mutterpflanze aus oder produzieren nicht zur gleichen Zeit Beeren, da sie von anderen Pflanzen bestäubt werden.

Keimung von Holundersamen

Holundersamen haben eine dicke, harte Samenschale und befinden sich in einem Zustand, den Botaniker als „natürliche Keimruhe” bezeichnen. Das bedeutet, dass die Samen optimale Bedingungen benötigen, bevor sie aus ihrem tiefen Schlaf erwachen. Im Falle von Holunderbeeren müssen die Samen zweimal stratifiziert werden. Das ist nicht schwierig, aber es dauert bis zu sieben Monate, bis dieser Vorgang abgeschlossen ist.

Vermehrung von Holundersamen

Die Stratifizierung, die erforderlich ist, um Holunderbeeren aus Samen zu vermehren, sollte den natürlichen Zyklus nachahmen. Zunächst sollten die Samen mehrere Monate lang warmen Bedingungen ausgesetzt werden – wie sie normalerweise in Innenräumen herrschen. Anschließend folgen weitere drei Monate mit winterlichen Temperaturen.

Experten empfehlen, die Samen in ein gut durchlässiges Substrat wie eine Mischung aus Kompost und scharfem Sand zu mischen. Dieses sollte feucht, aber nicht nass sein und ausreichend Platz bieten, damit die Samen voneinander getrennt bleiben.

Geben Sie die Mischung und die Samen in einen großen Zip-Lock-Beutel und lassen Sie ihn an einem Ort mit einer Temperatur von etwa 20 °C (20 °C) für 10 bis 12 Wochen. Danach stellen Sie sie für 14 bis 16 Wochen in den Kühlschrank bei 4 °C (39 °F). Nun können die Samen in ein Saatbeet im Freien gesät werden. Halten Sie sie feucht und warten Sie, bis die Sämlinge erscheinen. Nach ein oder zwei Jahren können Sie sie an ihren endgültigen Standort umpflanzen.

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