Wie man einen pflegeleichten Kiesgarten anlegt

Die Nachhaltigkeit von Hausrasen ist umstritten. Rasenflächen müssen gemäht, bewässert und gedüngt werden, außerdem müssen Schädlinge und Unkraut bekämpft werden. Der hohe Stickstoffbedarf von Gras führt zu Abflussproblemen, die Gewässer verschmutzen. Die mechanischen Arbeiten können Treibhausgase erhöhen und Lärmbelästigung verursachen. Chemische Mittel, die Löwenzahn fernhalten und für grünes, gesundes Gras sorgen sollen, können den Boden und die darin lebenden Tiere vergiften. Angesichts dieser Nachteile scheint es eine gute Idee zu sein, Rasen durch Kies zu ersetzen. Wenn Sie Ihren Rasen durch Kies ersetzen, vermissen Sie vielleicht das Gefühl, Ihre nackten Zehen in das üppige Grün zu versenken, aber Sie sparen Geld, Zeit und schonen die Umwelt.

Das Traumhaus in der Vorstadt wird immer mit einem golfplatztauglichen grünen Rasen dargestellt. Vor allem in Amerika ist Rasen in vielen Haushalten Standard. Aber die Verwendung von Kies für die Gartengestaltung wird immer beliebter, da Gärtner versuchen, die Arbeit zu vereinfachen und eine nachhaltigere Landschaft zu schaffen. Jede Internetsuche liefert unzählige Ideen für Kiesvorhöfe, die für einen ansprechenden Außenbereich und Einfachheit sorgen. Und wenn Sie den Gedanken an einen so kargen Vorhof nicht ertragen können, sollten Sie einen Kompromiss in Betracht ziehen und den Hinterhof mit Kies gestalten.

Vor- und Nachteile von Kieslandschaften

Kies und Steine sind anorganische Ergänzungen für den Garten. Solche Materialien sind relativ leicht zu beschaffen und erfordern nach dem Einbau keine Pflege. Sie müssen weder gegossen noch gedüngt werden, es sind keine Maßnahmen gegen Schädlinge erforderlich und sie benötigen auch sonst keinerlei Pflege. Außerdem helfen sie dabei, Wasser gezielt abzuleiten und überschüssige Feuchtigkeit aus der Umgebung des Hauses zu entfernen. Kies ist ein wichtiger Bestandteil des Regen- oder Xeriscape-Gartens. Kies dient auch als Mulch, der die Feuchtigkeit um die Pflanzenwurzeln herum bewahrt und den Boden an Ort und Stelle hält. Aber ist Kies wirklich so gut, wie er scheint?

Kies speichert auch Sonnenenergie, wodurch die Steine heiß werden und möglicherweise die Wurzeln der Pflanzen, die darin wachsen, verbrennen. Selbst mit einer Unkrautbarriere unter dem Material sprießen Unkräuter, die mühsam gejätet werden müssen. Kies und Steine sind schwere Materialien, deren Verlegung einige Anstrengungen erfordert. Außerdem sind Steine anorganisch, was bedeutet, dass sie keine nützlichen Organismen unterstützen und die Bodengesundheit nicht verbessern.

Sollten Sie Ihren Rasen durch Kies ersetzen?

Die Umwandlung Ihres Rasens in Kies hängt ganz von Ihrem persönlichen Geschmack, Ihren Zielen für die Gartengestaltung und sogar Ihrer Winterhärtezone ab. In heißen Gegenden werden die Steine extrem warm, was schlecht für Pflanzenwurzeln und gelegentliche Barfußausflüge ist. Die von den Steinen reflektierte Wärme kann sogar das Haus aufheizen und so die Energieeffizienz verringern. Getrocknete Blätter und Staub sammeln sich zwischen den Kieselsteinen an, was unansehnlich ist und entfernt werden muss. Dieses Material ermöglicht es außerdem, dass eingewehte Unkrautsamen keimen und wachsen können. In bestimmten Regionen kann eine Alternative zum Rasen in Form von Steinen oder Kies jedoch sinnvoll sein. Die Frage hängt vom Kompromiss zwischen Pflegeaufwand, Installationskosten und Ihrer Vision für die Landschaft rund um Ihr Haus ab.

Wie man Kies anstelle von Gras verwendet

Wenn bereits Gras vorhanden ist, besteht das erste Problem darin, den Rasen zu entfernen. Dies kann durch Ausgraben, Vergiften oder Ersticken unter dicker, schwarzer Plastikfolie erfolgen. Die schnellste und am wenigsten giftige Methode ist die mechanische Entfernung.

Sobald die Fläche geräumt ist, sollten Sie die Verwendung eines Unkrautvlieses unter dem Kies in Betracht ziehen. Diese Vliese sind kostengünstig und helfen, einige Unkräuter zu bekämpfen, obwohl diese hartnäckigen Pflanzen unvermeidlich durchkommen werden.

Sobald der Standort vorbereitet ist, wählen Sie Ihren Kies aus. Es gibt viele verschiedene Arten, wie z. B. Schotter, Flusskies, Kieselsteine und sogar Verbundmaterialien. Neben Unterschieden in Farbe und Größe hat jede Art ihre eigenen Vorteile. Erwägen Sie die Verwendung von Kies aus lokaler Produktion, um die Kosten niedrig zu halten und den CO2-Fußabdruck zu minimieren. Wählen Sie nach Möglichkeit Pflanzen, die in der Region heimisch sind. Diese bieten dennoch Vielfalt und Schönheit, sind aber gleichzeitig anpassungsfähig und pflegeleicht.

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