
Hexen haben einen schlechten Ruf. Die meisten sind jedoch nur Naturverehrer, die eine enge Beziehung zu Pflanzen und Tieren haben. Hexen der Wicca-Religion verehren wilde Dinge und verwenden in ihren Ritualen Pflanzen und Mineralien, die ihnen die Erde schenkt. Damit erweisen Hexen dem Geist des Einen ihre Ehre. Pflanzen spielen sowohl bei der Ausübung der Religion als auch bei Heil- und Lehrpraktiken eine äußerst wichtige Rolle. Einige der am häufigsten verwendeten Pflanzen für Hexen sind:
1. Rosmarin – Dieses weit verbreitete Kraut wird sowohl in der Küche als auch für magische Zwecke verwendet. Die Pflanze kann auch zur Abwehr von Insekten, als Farbstoff, in Kosmetika und in der Medizin eingesetzt werden. Der frische Duft hat aromatherapeutische Eigenschaften und kann als Duftbeutel oder in Räucherstäbchen verwendet werden. Rosmarin ist leicht anzubauen und bildet immergrüne kleine Sträucher mit schönen violetten Blüten, die Bestäuber anziehen. Die magischen Eigenschaften der Pflanze sollen als Liebeszauber, Schutz und Aphrodisiakum nützlich sein
2. Beifuß– Die Pflanze, auch bekannt als Artemisia oder Wermut, wird seit jeher zur Regulierung der Menstruation, als Antiseptikum und zur Beruhigung des Verdauungssystems verwendet. Junge Triebe und Blätter können in Rezepten verwendet werden, und getrocknete Blätter und Blüten ergeben einen interessanten Tee, der bei der Verdauung fettiger Speisen helfen kann. In der Magie fördert Beifuß die Wahrsagerei und das Träumen. Wenn man Blätter in die Schuhe legt, sollen sie angeblich Müdigkeit auf langen Reisen vertreiben. Die Pflanze ist buschig und hat graugrüne, gefiederte Blätter und Rispen mit winzigen, margeritenähnlichen gelben Blüten.
3. Salbei – Ohne Salbei würde Thanksgiving nicht nur anders schmecken, sondern das Kraut wurde bereits vor dem Mittelalter für medizinische Zwecke verwendet. Die leuchtenden Blüten sind wunderschön und die strauchartige Pflanze hat weiche, graugrüne Blätter, die sich flaumig anfühlen. Getrocknet und „verräuchert” kann es böse Geister abwehren und ist Teil traditioneller Reinigungszeremonien. Die Pflanze hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann bei Fieber und als Diuretikum helfen. Früher wurde sie zur Heilung von Schlangenbissen und Lähmungen verwendet und verbessert außerdem das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten.
4. Minze– Minzen, insbesondere Pfefferminze, spielen in magischen Ritualen und Zaubersprüchen eine wichtige Rolle. Die Pflanze ist sehr einfach anzubauen und überwuchert den Garten, wenn sie nicht kontrolliert wird. In der Küche verleiht sie Getränken, Desserts und Backwaren Aroma und Geschmack und ist eine häufige Zutat in ostindischen, asiatischen und mediterranen Gerichten. Minze fördert die Verdauung, beruhigt den Magen und wird in der Aromatherapie für eine Vielzahl von Heilzwecken eingesetzt. Die duftenden Öle in den Blättern und Stängeln wehren einige Insekten ab, aber ihr Duft ist auch im Haushalt eine Wohltat, sowohl als Lufterfrischer als auch in einigen Kosmetika. Die scharfen Öle können bei äußerlicher Anwendung Muskel- und Gelenkermüdung lindern. In der Magie wird sie verwendet, um Geld anzuziehen, das Böse abzuwehren, Liebe anzulocken und das Wohlbefinden zu steigern.
5. Lavendel – Der Duft von Lavendel ist unverkennbar und wird häufig in Kosmetika, Reinigungsmitteln und anderen Haushaltsartikeln verwendet. Er ist auch eine erstaunlich schöne Landschaftspflanze mit Ähren aus leuchtend violetten Blüten und grün bis blaugrauen Blättern. Wie bei vielen Kräutern sollen die natürlichen Öle einige Schädlinge abwehren. Sowohl die Öle als auch die getrockneten Blüten haben beruhigende Eigenschaften und werden häufig in der Aromatherapie verwendet. Medizinisch soll die Pflanze die Verdauung fördern und antiseptische Eigenschaften haben. Im Hexengarten kann sie Teil von Schutzritualen sein, um Klarheit zu fördern, die Fruchtbarkeit zu steigern und Liebe zu bringen.




