
Anthraknose bezeichnet eine Gruppe verwandter Pilzkrankheiten, die Pflanzen, darunter Gemüse und Bäume, im Garten befallen.
Die Anthraknose-Krankheit kann bei trockener Hitze Blattfäule oder in feuchten Monaten Stammfäule verursachen. Es ist wichtig zu lernen, wie man diese Pflanzenkrankheit erkennt und welche Behandlungsmethoden gegen Anthraknose am wirksamsten sind.
Was ist Anthraknose?
Die Anthraknose-Krankheit wird durch eine von mehreren Arten von Anthraknose-Pilzen verursacht. Dabei handelt es sich um Fruchtkörper, die wie kleine dunkle Flecken auf Pflanzenblättern oder -stängeln aussehen. Sie produzieren Sporen und geben diese in schleimigen Massen ab.
Pilze (z. B. Colletotrichum cereale) leben auf toten und verrottenden organischen Stoffen. Sie verursachen verschiedene Arten von Fäulnis, die sich in Form von dunklen Flecken auf dem Laub, gelb und braun werdenden Blättern und/oder Läsionen auf den Blättern äußern. Die Läsionen sehen eingesunken aus und können schnell miteinander verschmelzen und unregelmäßige Läsionen bilden.
Von Anthraknose befallene Pflanzen
Die Anthraknose-Krankheit kann eine Vielzahl von Pflanzen befallen. Zu den anfälligen Pflanzen gehören Laub- und immergrüne Bäume und Sträucher. Sie kann auch mehrjährige und einjährige Blumen sowie Gemüse und Rasengräser befallen.
Beachten Sie, dass jede Pilzart eine Wirtsart oder manchmal mehrere eng verwandte Arten befällt. Bäume sind eines der Hauptziele der Anthraknose-Krankheit. Diese Baumpilzprobleme werden manchmal als Blatt-, Trieb- oder Zweigfäule bezeichnet.
Symptome der Anthraknose
Eine Schwierigkeit bei der Identifizierung der Anthraknose-Krankheit besteht darin, dass die Symptome von Pflanze zu Pflanze sehr unterschiedlich sind. Auch die Wetterbedingungen können die Art der auftretenden Symptome beeinflussen.
Das vielleicht häufigste Symptom sind Flecken. Es handelt sich um kleine, oft dunkelbraune oder schwarze Flecken, die auf Zweigen oder Blättern einiger Wirtspflanzen, darunter Eichen, auftreten können. Bei anderen Anthraknose-Wirtspflanzen wie Ahorn und Weide sieht man unregelmäßige abgestorbene Stellen oder Läsionen entlang der Blattadern.
Ausgewachsene Blätter sind resistent gegen die Infektion, aber zu den Symptomen gehören fleckige Läsionen, gefolgt von Blattverlust. Sehr junge, zarte Blätter rollen sich ein und verformen sich, wenn sie infiziert sind. Nur ein Teil jedes jungen Blattes stirbt ab. Manchmal sieht man eingefallene, infizierte Stellen an Zweigen, Ästen und Stämmen. Einige Bäume mit dichten Kronen, wie die Chinesische Ulme, sind besonders anfällig für dauerhafte Schäden.
Wie man Anthraknose vorbeugt
Die meisten Pilzkrankheiten entstehen durch feuchte Blätter und Stämme. Anthraknose bildet da keine Ausnahme. Infektionen treten auf, wenn das Laub über einen längeren Zeitraum feucht ist.
Um zu verhindern, dass diese Krankheit in Ihrem Garten Fuß fasst, bewässern Sie Ihre Pflanzen im Garten möglichst früh am Morgen. So haben die Pflanzen den ganzen Tag Zeit, um vor Einbruch der Nacht zu trocknen. Wenn Sie befallene Pflanzen entdecken, schneiden Sie die befallenen Pflanzenteile ab und werfen Sie sie in den Müll, nicht auf den Kompost.
Es ist immer eine gute Idee, den Garten im Herbst aufzuräumen. Dadurch kann die Pilzinfektion im folgenden Frühjahr reduziert werden.
Behandlung von Anthraknose
Es gibt keine Heilung für Anthraknose. Manchmal kann jedoch der rechtzeitige Einsatz von Fungiziden verhindern, dass sich die Pilzkrankheit auf andere Teile der befallenen Pflanze ausbreitet.
Erwägen Sie in heißen, regnerischen Perioden den Einsatz von Kontaktfungiziden, die die Sporenkeimung hemmen. Auch dies tötet den Pilz nicht ab, kann jedoch das Ausmaß und die Schwere des Befalls begrenzen. Sie müssen die Pflanze gemäß den Angaben auf dem Etikett mit Fungizidspray behandeln. In den meisten Fällen müssen Sie die Pflanze gründlich besprühen, sobald sich im Frühjahr die Knospen öffnen. Bei ausgewachsenen Bäumen kann es schwierig oder unmöglich sein, eine ausreichende Sprühdeckung zu erzielen.
Häufig gestellte Fragen
Verschwindet Anthraknose von selbst?
Anthraknose-Erkrankungen sind pilzlicher Natur und breiten sich bei kühlem, feuchtem Wetter aus. Bei warmem, trockenem Wetter nehmen sie ab und können sogar verschwinden.
Kann sich ein Baum von Anthraknose erholen?
Die Anthraknose-Krankheit kann eine Gefahr für Bäume darstellen, wenn Jahr für Jahr schwere Infektionen auftreten, die zu Blattverlust, Aststerben oder Krebsgeschwüren führen. In weniger schweren Fällen verursacht die Krankheit jedoch keine bleibenden Schäden an den Bäumen.




